Ein Todesfall in der Familie

Taktvolle Distanz Der Taiwanese Edward Yang fächert in seinem Film "Yi Yi" die heiter-melancholische Vielgestaltigkeit des Lebens auf
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Welcher Perspektive sollen wir uns anvertrauen? Es gibt derer viele, und alle versprechen einen Reichtum an Entdeckungen und Erkenntnissen. Yang-Yang (Jonathan Chang), der achtjährige Sohn der Familie Jian, wäre für den Anfang kein schlechter Gewährsmann, um unseren Blick zu lenken. Er ist ein munterer Weltenerkunder, der den Rätseln gewissenhaft auf den Grund geht. Gewitzt versucht er, die Ungerechtigkeit der Weltordnung zu korrigieren und deren Lücken aufzufüllen. Es stört ihn, dass die Menschen von der Wahrheit immer nur die Hälfte sehen können. Nachdem er von seinem Vater einen Fotoapparat geschenkt bekommen hat, nimmt er dessen Hinterkopf auf, der diesem ja bislang immer verborgen geblieben ist. Auch die Existenz der Fliegen im Hausflu