RE: Knabes Entlassung lässt Fantasien blühen | 09.12.2020 | 05:22

Treffend formuliert! Ich würde die Profession dieser beiden Mitglieder "unserer kulturellen Elite" ziemlich genau beschreiben können, tue ich aber an dieser Stelle nicht. Aber man kann sie sich auch denken, ist sie doch leicht herauszulesen!Bleib mir gesund und wohlbehalten!

RE: Verstehen Sie Spaß? | 23.06.2019 | 23:30

Neuerdings steckt ja hinter allen möglichen Sachen und Gegebenheiten die böse russische Regierung in Zusammenarbeit mit ihren Geheimdiensten und im Hintergrund agiernde gewiefte Oligarchen, ganz so als wenn uns dies im "Westen" als Zustand völlig unbekannt wäre. Das Strache-Video beweist vor allen Dingen wie sehr auf dieses Narrativ eingangen wird und als wie naiv sich manche Politiker doch entpuppen. Was die Moral angeht: Sie ist im Grunde völlig nebensächlich, unabhängig von den albernen Vorstellungen mancher Bürger, ein erfolreicher Politiker müsse ein Figur mit reiner Westem, integer und eherenhaft sein, dürfe sich nicht schmutzig machen und keine faulen Kompromisse machen (Wie sehr dieses Bild an der Wirklichkeit und den objektiven gegebenen Möglichkeiten innerhalb der repräsentativen Demokratien vorbeigeht, zeigt sich auch an der Beurteilung Enrico Berlinguers durch manche linksradikale Kritik, die ihn aufgrund des sogenannten historischen Kompromisses als Verräter denunzierte und auf der anderen Seite seine Glorifizierung als quasi gute alte Zeit der politischen Linken in persona.) Deshalb rate ich eher davon ab, mit einem solchen gleichartigen Selbstverständnis in die "Politik" gehen zu wollen, zumal man ungewollt dort auf Leute treffen wird, die, ob nun wissentlich oder eher intuitiv, die Spielregeln ganz wunderbar beherrschen. Und auch wenn man dann als moralischer Mahner und Warner in einer vorgesehenen Nebenrolle seinen Platz zugewiesen bekommt. Was jetzt nicht heißen soll, dass man darauf verzichten sollte, sich politisch zu engagieren! Ich bleibe weiterhin bei meiner inzwischen leider auch nicht besser gewordenen Feststellung und zugleich Urteil, dass die strukturellen Probleme in den älteren Demokratien Europas und in den traditionell liberal-demokratisch verfassten Staaten, wenngleich die diese Zuschreibung die postdemokratischen Zustände ja eigentlich gar nicht mehr adäqaut erfasst, inzwischen so groß sind, dass ein sukzessive lediglich auf Reformen angelegter Kurswechsel meines Erachtens nicht mehr zeitgerecht erfolgreich sein würde. Auch wenn ich, aus welchen Gründen auch immer, meine Hoffnung dahin nicht aufgeben mag...

RE: Die unsinnige Schuldenphobie der Deutschen | 23.06.2019 | 22:35

Schade, dass dieser sachkenntnisreiche Beitrag hier so wenig Beachtung findet!

RE: Die neoliberale Hegemonie demontieren | 18.02.2017 | 05:44

"Denn Lohnarbeit als soziale Grundlage des kapitalistischen Gesellschaftssystems spielt heute eh eine immer geringere Rolle."

Wie kommt man denn darauf?

RE: „Das Establishment übt sich in Leugnung“ | 06.01.2017 | 21:08

P.S.: Es ist natürlich der Finanz- und nicht Innenminister gemeint gewesen!

RE: „Das Establishment übt sich in Leugnung“ | 06.01.2017 | 21:05

"Was der Nationalismus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war, ist der heutige Wirtschaftsnarzissmus einer verkorksten Elite."

Nich schlecht formuliert, Kompliment!

Allerdings sind es nicht nur ökönomische Flachpfeifen alla Sinn & Co., sondern auch so mancher Minister des Innneren oder anderer Ressorts, die im Grunde ein Fall für die Oberstaatsanwaltschaft sind und in einem Fall nicht nur wegen der Schreiber-Affäre. Was die "graue" Eminenz Italiens war, nämchlich Giulio Andreotti, dass ist für die hiesigen Gefilde der jetzige Innenminister. Gut nur für die politischen Mandatsträger hierzulande, dass eine Art Rest preußischen Untertanentums bei manchem Michel immer noch vorhanden ist, der ihm Glauben macht, er lebe noch im trauten "Mariental" der 50er, in der die Welt noch in Ordnung war - auch wenn es schon damals nicht wirklich so war, man denke nur an den Fall Viktor Agartz.

Aber da alle Staatsanwälte dem jeweiligen Landesjustizminister unterstellt sind, wird man bundesweite Aufklärung dem Bundeststaatsanwalt überlassen müssen, der aber, ganz im Gegensatz zu seinem Namen, keine staatsanwaltliche Kompetenz besitzt. So wird der "Michel" weiter gemütlich in seiner Traumblase vor sich hin dösen dürfen, gelegentlich sich von der AfD oder einer anderen ähnlichen Partei sich chauvinistisch bauchpinseln lassen und meinen, dass "sein" Deutschland auch nach der Verunstaltung des hiesigen Sozialsystem durch einen strafverurteilten Unternehmensberater, immer noch ein Hort der Sozialpartnerschaft sei, wie es den Vätern der Republik immer so vorschwebte und Adenauer & Co. repräsentativ so gerne verkauften, obwohl schon damals mehr Schein als Sein existierte.

RE: Die Verschrottung des Antifaschismus | 02.12.2016 | 18:13

"Er setzt sich m.E. als einer der ganz wenigen Artikel in deutschen Medien inhaltlich mit den Gründen der Gegner der Reform auseinander."

Wohl war! Wenngleich Matteo Renzi dem italienischen Bürger selber auch nur Modernisierungsfloskeln um die Ohren haut, zumindest in seinem kampagnenhaften Anschreiben, welches ich vor 2 oder 3 Wochen bekommen habe, bei dem man sich in Bezug auf eine Verfassungsreform, die immerhin 46 Artikeländerungen beinhaltet, irgendwie überrumpelt vorkommt.

RE: Akute Todessehnsucht | 09.10.2016 | 06:43

Todessehnsucht? Geht's auch noch pathetischer?

RE: Akute Todessehnsucht | 09.10.2016 | 06:41

Mal abgesehen, dass dies ja ein Community-Beitrag und kein Autorenbeitrag des Freitag ist und ich diesen noch nicht gelesen habe: Das Querfront-Gequatsche geht mir auch auf die Nerven. Wer hat dies eigentlich vom Zaun gebrochen?