"Happy New Year 1984" mit ELENA

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Ab dem 1.1.2010 muss jeder Arbeitgeber für jeden seiner Angestellten einmal monatlich einen Datensatz mit einer Unmenge von persönlichen und teilweise höchst sensiblen Angaben an eine zentrale Datenbank übermitteln. Da haben wir gleich die nächste Vorratsdatenspeicherung bevor die 1. vom Bundesverfassungsgericht verurteilt wurde.

So sensible Daten wie Mutterschutz/ Pflege eines kranken Kindes / unrechtmäßiger Streik / rechtmäßiger Streik /Abmahnung / Kündigungsgrund werden zentral gespeichert.

Die Datenschutzbeauftragten von Bund und Schleswig Holstein, Peter Schaar und Thilo Weichert haben sich bereits dagegen ausgesprochen und auch die Gewerkschaften "erinnert das ELENA Verfahren zumindest in Ansätzen an Vorratsdatenspeicherung" und wird abgelehnt.

Die erschreckenden Einzelheiten und Quellenangaben zu ELENA hat der "Aktion Freiheit statt Angst e.V." gerade veröffentlicht. www.aktion-freiheitstattangst.org/de/aktivitaeten-a-news/75-mitteilungen/926-20091229-stoppt-das-elena-projekt

Außerdem wird zur Zeit (ab 15h) in Berlin anlässlich des 26C3 dagegen demonstriert, dass wir uns im nächsten Jahr wie "1984" fühlen dürfen.

15:11 29.12.2009
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

globi09

Ich war Betriebsrat in einem großen deutschen IT Unternehmen und setze mich für Datenschutz und gegen die zunehmende Datensammelwut in der Wirtschaft und gegen die Überwachungsgesetze des Staates ein.
Schreiber 0 Leser 0
Avatar

Kommentare