Wikileaks stärkt Datenschutz

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Wieso? Na spätestens nach diesen vielen Datenpannen sollten sich die USA überlegen ob beim "Datensammeln" nicht doch eine strikte Zweckbindung besser wäre als das ungebremste Sammeln und Zusammenführen beliebiger Details, um mit Data Mining "Erkenntnisse" zu produzieren. Selbst unsere schwarz-gelbe Regierung mahnt nun Datenschutz in Richtung USA an vor Angst, dass demnächst dank Swift-Abkommen die Bank- und Unternehmensdaten aus der EU bei Wikileaks im Netz stehen.

FDP- Fraktionschefin Birgit Homburger sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Amerikaner lernten hoffentlich aus der Veröffentlichung des geheimen diplomatischen Dienstverkehrs durch Wikileaks. "Ich hoffe sehr, dass die Probleme, die den USA durch die Veröffentlichungen entstanden sind, zu einem Nachdenken über die Notwendigkeit von Datenschutzmaßnahmen führen."

Selbst CDU/CSU-Fraktionschef Kauder sagt in der Bild Zeitung: "Wenn die USA derart gigantische Datenmengen anhäufen, dann müssen sie ebenso gigantische Anstrengungen zu deren Schutz unternehmen. Man steht staunend vor der Erkenntnis, dass in den USA mehr als zwei Millionen Menschen Zugriff auf diese sensiblen Daten hatten. Wie kann eine Weltmacht so schlampig mit dem Thema Datenschutz umgehen? Das ist unverantwortlich, auch im eigenen Interesse der USA."

Mehr dazu bei www.aktion-freiheitstattangst.org/de/presse/unsere-themen-in-der-presse/1730-20101205-wikileaks-staerkt-datenschutz

10:57 05.12.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

globi09

Ich war Betriebsrat in einem großen deutschen IT Unternehmen und setze mich für Datenschutz und gegen die zunehmende Datensammelwut in der Wirtschaft und gegen die Überwachungsgesetze des Staates ein.
Schreiber 0 Leser 0
Avatar

Kommentare 1