Das geheime Tagebuch von Angie 19-12 direkte Demokratie

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Samstag 19-12

Die direkte Demokratie. Ein Phantom , dass wir bisher immer sehr skeptisch gesehen haben.

Bei Licht der schweizerischen Entscheidung besehen, so schlimm ist der gar nicht. Mit ein bischen Mühe lässt sich ja anscheindend alles durchbringen. Nun die schweizerische Entscheidung ist etwas kontraproduktiv. Aber da lässt sich was draus machen.

Schließlich ist gelungene PR nicht zu verachten. Ist ja bei uns nicht ganz so einfach. Muss ja nicht zu Minaretten sein. Aber zu Harz-IV-Beziehern ein Volksentscheid, der fragt, ob die nicht zu viel Kohle kriegen, dass wäre doch was.

Oder zu Arbeitsplatzbesitzern, ob die nicht mehr Dankbarkeit und Bescheidenheit bei Lohnforderungen zeigen sollten, da hätten wir doch die Mehrheit hinter uns. Da ließe sich doch die Tarifautonomie des Grundgesetzes prima aushebeln. Ein verlockender Gedanke.

Aber das aber muss auch weiterhin bedacht werden. Werden uns die Wähler auch langfristig die Stange halten, wenn wir ihnen immer wieder nur Verzicht predigen?

Könnte es nicht sein, dass sich eine Mehrheit bei einer Frage über einen neuen Krieg gegen wen auch immer, mit einer schönen Begründung wie: wir müssen die armen Afrikaner /Araber/Südamerikaner vor ihrem selbstangerichteten Chaos bewahren und ihnen die wahren Segnungen der „Westlichen Welt“ beibringen, uneinsichtig zeigen? Ein gewisses Restrisiko bleibt.

Auch gute professinelle PR hat ihre Grenzen.

Vielleicht ist es doch besser, diese Entscheidungen bei Leuten und Gremien zu belassen, die das professionell entscheiden und nicht so unberechenbar bzw. nicht -Vertrauenswürdig sind..

13:36 19.12.2009
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Geschrieben von

goch

Kapitalismus ohne Krise - eine antikapitalistische Forderung?
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goch

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