Das geheime Tagebuch von Angie 23-5-10 Kieloben

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Das Boot treibt führerlos kieloben auf dem Wählermeer.

Hannelore und Jürgen sitzen obenauf . In der Ferne sieht man ein rotes Paddel und ein grünes .

Hannelore und Jürgen streiten sich um die Kapitänsmütze.

Hannelore : Ich hab' nicht so viel verloren wie du. Also gib' mir schon die Mütze. Jürgen schaut trotzig und verschlossen: Ich hab` mich schon so an sie gewöhnt und bringe auch ein Gramm mehr Gewicht auf die Waage als du. Also gehört sie mir.

Tssss, sagt Hannelore, schau doch , was ich alles für dich aufgeben habe, meine schönen grünen Strähnchen habe ich mir aus dem Haar gewaschen und das Rouge habe ich mir auch schon abgeschminkt. Die Paddel habe ich auch mit medialen Winden verloren .Und du?

ÖÖÖhh, ich, ja ich, ich warte eigentlich schon ne ganze Weile auf dich und meine gelbe Tigerente hab' ich auch schon ins Wasser geworfen. Dabei hatte ich sie eigentlich noch ganz lieb.

Wie wärs' denn, wenn wir sie abwechselnd tragen würden? Schlug Hannelore vor. Hmm muss ich mal drüber nachdenken..

Der schwarz-gelbe Nebel trübt immer noch die Sicht. Aus der Ferne hört man das Grollen eines eurohaltigen Gewitters. Der Seegang im Wählermeer wird immer unruhiger.

Jürgen schaut besorgt auf den heranziehenden Schuldensturm.

Was mich zur Zeit leicht beunruhigt ,sinniert Jürgen, hast du eine Idee, wie wir das Boot umdrehen und wo wir neue Ruder herbekommen?

Und dann , wär's auch nicht schlecht, wenn wir wüssten, in welcher Richtung Land ist.

Ja, stimmt Hannelore zu, keine schlechte Idee , wenn Land in Sicht wäre, dann hätten wir ein Ziel .

Aber ist ja schon mal gut, dass wir das mit der Kapitänsmütze geklärt hätten.

Gemeinsam rufen sie: Hallo ist da jemand, hört uns jemand? Hier sind wir.

Manoman, jetzt muss ich mir auch noch Jürgens Träume anhören. Als wenn ich nicht genug eigene Alpträume hätte.

10:56 23.05.2010
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Geschrieben von

goch

Kapitalismus ohne Krise - eine antikapitalistische Forderung?
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goch

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