Das geheime Tagebuch von Angie 9-1 Jürgen der Arbeiterführer

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Samstag 9-1

Was könnte ich denn meinem Jürgen noch empfehlen?

Vielleicht feilen wir noch etwas an Jürgens Image als Arbeiterführer und Arbeitnehmerversteher.

Er hat ja schon oft gesagt:Es ist nicht fair, wenn diejenigen, die ein Leben lang hart gearbeitet haben, nach unverschuldeter Arbeitslosigkeit auf Hartz-IV-Niveau landen.

Ein durchaus gelungener Satz. Wer sieht dem Satz schon an, dass die die selbstverschuldet arbeitslos sind zu Recht auf Hartz-IV-Niveau landen? Und das die , die nie ein Leben lang hart gearbeitet haben, sellbstverständlich zu Recht mit Harz-IV bestraft werden, merkt man dem Satz doch auch nicht an oder irre ich mich da?

Aber auf jeden Fall fühlen sich die Arbeitnehmer gestreichelt und sicher geneigter uns zu wählen bei so schönen Sätzen.

Ausgewogen , wie mein Jürgen nunmal ist, gibt er dann auch noch einen schönen Satz für die Unternehmer zum besten:

Es ist auch nicht fair, wenn Unternehmer und Manager pauschal beschimpft werden. Die allermeisten Unternehmer handeln sehr verantwortungsvoll – auch in der Krise – und kämpfen für ihre Mitarbeiter.

Das klingt doch sehr gerecht, wenn es für die einen nicht fair ist und man dem zustimmt, dann muss man doch bei dem anderen Unfairen auch zustimmen.

Wer merkt da noch, dass im ersten Fall die Opfer des Kapitalismus angesprochen sind und im zweiten Fall die Entscheidungsträger also die, die die Arbeitslosigkeit verursachen?

Kompliment, Jürgen, hätte ich nicht besser formulieren können. Wer weiß, vielleicht hat er schon ein fortgeschrittenes Programm aus der Reihe: CDU-leicht gemacht für fortgeschrittene Demagogie oder PR, wie wir zu sagen pflegen.

Na und was grundsätzliches fällt meinem Jürgen auch noch ein:

Fairness muss der Maßstab sein für eine Politik, die neue Sicherheit schafft. Der Weg zu einer fairen Gesellschaft führt über klare Regeln.

Wundervoll, wie gerecht das klingt, obwohl er sich überhaupt nicht festlegt. Wieder ein Pluspunkt für meinen Jürgen. Und das mit dem Sicherheit schaffen, das er auch noch an die Nacktscanner gedacht hat, finde ich rührend von meinem Jürgen. Er denkt wirklich an alle.

Nun ja und wer die klaren Regeln aufstellt, darüber hüllen wir uns lieber in Schweigen lieber Jürgen , nicht?

13:14 09.01.2010
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Geschrieben von

goch

Kapitalismus ohne Krise - eine antikapitalistische Forderung?
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goch

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