Die ungeschriebenen Memoiren von Guido 13-03-2010

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13-03-2010

Eigentlich ist es ja etwas früh, schon meine Memoiren zu schreiben.Aber es ist ja so viel los in meinem Leben in der letzten Zeit.

Seit ich Außenwirtschaftsminister bin, habe ich ja viele viele Reisen gemacht und ganz viel von der Welt gesehen. Einfach schön.

Und zusammen mit meinem Lebenspartner haben wir ja die Emanzipation und Toleranz im Regierungsbusiness vorangebracht. Das wird gar nicht richtig gewürdigt.

Nun ja, meine Partei hat zur Zeit ein Formtief, aber wir arbeiten dran, unsere marktfreundlichen Wähler gezielt anzusprechen.

Natürlich kann man Sätze wie: Der der arbeitet, muss mehr Geld haben als der, der Harz-IV bekommt, missverstehen und glauben , ich wäre für höhere Löhne.

Aber eigentlich kann man das auch wieder nicht. Schließlich soll doch der Markt die Preise für die Arbeiter und Angestellten bzw. die Arbeit bestimmen und der neigt ja bekanntlich zu Tiefstpreisen.

Geiz ist geil ist zwar nicht von mir erfunden worden, hätte aber. Schade!

Aber auf meiner Seite arbeiten ja eine ganze Reihe fähiger Köpfe, die die Politik der Markt wird es schon richten , tatkräftig unterstützen.

Nun gut, ein bisschen zu eng scheint es der geneigten Presse zu sein, wie ich die mich sponsernden Unternehmen an meiner Politik beteilige.

Aber ich bin da doch bloß der Zeit voraus. In Amerika wechseln doch die Politiker von den Regierungsposten zu den Aufsichtsratsposten zwar nicht im Monatstakt , aber doch reibungslos und regelmäßig, so dass man schon genau aufpassen muss, bei wem die gerade eingestellt sind. Ist doch eigentlich auch egal, die machen doch eh' immer die gleiche Politik oder nicht?

Und ich eifere doch bloß dem fortschrittlichsten Politikstil nach.

Die altbackene CDU hat doch einfach noch nicht die Zeichen der Zeit gehört. Der muss ich wohl erst mal auf die Sprünge helfen.

Und das mach' ich doch gerne.

23:51 13.03.2010
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Geschrieben von

goch

Kapitalismus ohne Krise - eine antikapitalistische Forderung?
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goch

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