goedzak

Ich beginne wie ein Narr mit Fakten. (Volker Braun)
goedzak
RE: Was wollen die Bücher? | 13.11.2018 | 18:46

"Die will ja auch die Bücher nicht verbieten, sie will dort nur nicht lesen. Und das ist auch gut so."

Ja, das ist die schlichte Wahrheit. Mehr müsste über das Vorkommnis nicht gesagt werden. Aber dann kann man sich ja nicht damit wichtig tun, eine "Causa" zu konstruieren.

Außerdem: Die Inquisitoren brauchen in regelmäßigen Abständen eine Hexe.

RE: Sinnlose Homöopathiekritik | 12.11.2018 | 22:44

Jetzt habt ihr endlich mal zugegeben, dass ihr eigentlich doch eure wahren Meinungen vertretet... 😁

Ich neige heute der von Jan zu. Selbst wenn die Kritik tatsächlich sinnlos sein sollte, man fühlt sich einfach besser, wenn man sie übt. Man kann sich leiden, wenn man in den Spiegel guckt. Dafür allein lohnt es sich doch.

RE: Geheimdiplomatie 2.0 | 12.11.2018 | 21:46

Phantomschmerznationalist - du willst noch mehr Lob, wa? Nee, migrudings kannst du nicht toppen.

RE: Geheimdiplomatie 2.0 | 12.11.2018 | 21:43

Seine Überlegenheit mit dem verniedlichenden Wörtchen "süß" zu demonstrieren - das ist ja ganz originell, hat überhaupt noch niemand vor dir probiert.

Für die Wortschöpfung "migruqueer" bin ich vor allem wegen ihrer phonetischen Raffinesse voller Bewunderung. Das musste ein paar mal hintereinander laut aussprechen, das steigert den Genuss.

"Semi-identitär" ist dagegen völlig unoriginell - aber zutreffend.

Oder soll ich das "semi" lieber gleich weglassen?

RE: Geheimdiplomatie 2.0 | 12.11.2018 | 20:53

Migruqueer! - Holla! Kuntz, alter fascista, das Wort hast du erfunden?!? Ein einziges Suchergebnis - dieser dein Kommentar hier -, wenn man nach-googelt! Ich bin beeindruckt. Solltest du bei WikiMANNia eintragen. Dann kriegen die vielleicht auch mehr Spenden.

Aber ist es nicht ein wenig unter deinem Niveau, hier mit einem Semi-Identitären zu fraternisieren? Viel zu leichte Beute. Früher hast du es noch drauf gehabt, den Beifall beinharter, unbezeifelbar echter "Linker" abzustauben.

RE: „Warum nicht mal eine Wirtschaftsdemokratie?“ | 10.11.2018 | 09:24

Banken als notwenige Investitionsmittelvorstrecker gehören als erstes verstaatlicht.

RE: „Warum nicht mal eine Wirtschaftsdemokratie?“ | 10.11.2018 | 09:14

Wer glaubt, dass Menschen von irgendwem oder irgendwas „für“ etwas „gemacht“ oder „nicht gemacht“ sind, der muss unweigerlich dahin kommen, von den „meisten Mitmenschen mit ihren Einstellungen und Begierden“ enttäuscht zu sein. Das sind ein anthropologistisches Menschenbild und historischer Fatalismus.

Die Menschen machen sich selbst - wenn auch nicht aus freien Stücken und nicht unter frei gewählten Umständen...usw.usf.. Aber sie sind nicht so, wie sie mal waren, und sie werden einmal nicht mehr so sein, wie sie jetzt sind.

Die meisten hier haben weniger Jahre vor als hinter sich. Aber es ist nie zu spät zu versuchen herauszukriegen, wie das wirklich läuft mit dem „Menschen machen“. Ist auch ein gutes Mittel gegen schleichende Misanthropie.

RE: „Warum nicht mal eine Wirtschaftsdemokratie?“ | 10.11.2018 | 07:54

Dass „das Marketing #unteilbar den Slogan nicht nur nicht ernsthaft meint, sondern zur weiteren Spaltung beiträgt“, habe ich nicht geschrieben und nicht ausgedrückt. Nochmal nachlesen. Ich habe nur Indizien gesehen, dass es auf der „anderen“ Seite der Linken bei nicht wenigen den selben blöden Hass auf Wagenknecht gibt, der umgekehrt auf Kipping etwa gerichtet ist.

Und erst richtig brüllkomisch wird mir zumute, wenn ich jetzt die Querfrontvorwürfe an Wagenknecht mit Islamismus- und Turkfaschismus-Vorwürfen in die Gegenrichtung „gekontert“ sehe. Wenn ich einen Verschwörungsthriller schreiben müsste, würde es darin ein Propagandaministerium geben mit einer Geheimabteilung, die inoffizielle Mitarbeiter aus der AfD-Blase hätte, die sich all diese „parteiischen“ Kraftmeinungen ausdächte und per Trollkommentatoren z.B. in die Online-Community einer irgendwie linken Wochenzeitung brächte, wo mitteilungsbedürftige Leute mit zuviel Zeit sitzen, die sich dann mit Vehemenz und vielen, vielen Schrift- und Leerzeichen für die eine oder die andere „Meinung“ echauffieren.

Hach, ist das unterhaltsam.

RE: Sie nannten uns Sozialhilfe-Adel | 09.11.2018 | 13:16

Das hier stellt sich ja nicht in eine Reihe mit #aufstehen, #unteilbar usw., sondern mit #metoo und #metwo. Man könnte sagen, es wird zu den Online-Foren für sexistisch und rassistisch nun auch eines für klassistisch diskriminierte Menschen gestellt.

Das kann nur gut sein.

RE: „Warum nicht mal eine Wirtschaftsdemokratie?“ | 09.11.2018 | 12:57

"Sahra Wagenknecht hätte ihre Popularität nutzen und eine tolle Rede bei 'Unteilbar' halten können, mit aller Systemkritik und klarer Botschaft für Solidarität. Dann wären auch ihre Inhalte in 'Unteilbar' eingeflossen und vielleicht sogar medial noch stärker verbreitet worden. Es ist tragisch, dass sie diese Chance nicht genutzt hat. Und es ist tragisch, dass eine Verbindung der Bewegungen in der jetzigen Konstellation offenbar nicht möglich ist."

So ist es leider. Wagenknecht hat gekniffen. Auf der Demo wäre es alles andere als leicht für sie geworden. Angesichts einer deutlich per entsprechenden Transparenten (wie "Sarah allein zuhaus") wahrnehmbaren Gruppe von "Unteilbar"-Teilnehmern, die das mit dem "unteilbar" doch nicht so ganz ernst nehmen zu wollen scheinen, hätte sie mit Buhrufen oder auch mit ner "Torte" rechnen können. Es hätte also viel Mut und Beherztheit erfordert. Aber dringend nötig wäre es gewesen.

Und, ja, Wirtschaftsdemokratie. Das ist eine Programmatik, die sofort und konkret linke Politikkonzepte, die über Verteilungsgerechtigkeit und Sozialhilferegelungen hinausgehen, auszuformulieren hülfe. Verstaatlichung von Basisindustrien, die die elementaren Lebensgrundlagen betreffen, die wirksame Förderung von genossenschaftlichen und anderen kollektiven Wirtschaftsstrukturen usw., das könnte sofort Realpolitik werden. Das muss man in keine abstrakte kommunistische Utopie abschieben.