goedzak

I'm a-leaving' tomorrow, but I could leave today. (Bob Dylan)
goedzak
RE: 1941: Ich habe getötet | 19.06.2021 | 18:48

Nicht die schlechteste Idee, des 80. Jahrestags des pervers verbrecherischen, dumm arroganten und von entsetzlichem Vernichtungswillen getriebenen Überfalls der deutschen Faschisten auf die Sowjetunion mit einer Besprechung dieser Fühmann-Novelle zu gedenken.

RE: Das Mütterliche ist die soziale Grundform | 16.06.2021 | 15:31

Ich fürchte, du brauchst einen anderen Adressaten für deinen Flow, wenn der eine Antwort auf etwas sein soll. - Oder doch eigentlich nur einen Auslöser? Dann: schön, dass ich nützlich sein konnte.

RE: Das Mütterliche ist die soziale Grundform | 16.06.2021 | 09:55

"wieso soll das "liebevolle zusammenleben" von mutter u. kind das einzig denkbare ziel sein?" - Wer sagt das? Ich sprach nur davon, dass die Möglichkeit ("Freiheit") dazu gegeben ist. In israelischen Kibuzzim haben die Kinder in Gruppen zusammengelebt und hatten viele Mütter und Väter. Liebevolle, zusammenlebensbereite und -fähige. "Zusammenleben" ist übrigens mehr als Versorgungs-, Erziehungs- und Liebespflichten zu erfüllen.

"dass mutter u. kind schon von ihren persönlichkeiten her oft gar nicht zusammenpassen" - Wer hat die denn zusammengewürfelt? Und ist man mit dem erfolgreichen Zeugungsakt schon als fertige oder vorbestimmte Persönlichkeit angelegt?

RE: Das Mütterliche ist die soziale Grundform | 16.06.2021 | 08:25

"Mutterschaft kollidiert mit dem neoliberalen Bild vom freien Individuum ebenso wie mit dem Bild der freien Wählbarkeit von Liebesbeziehungen. "

Das ist sowas von wahr! - Aber leider nimmt der Artikel im weiteren den hier angedeuteten Gedanken der Historizität von Elternschafts- und Beziehungskultur (neoliberale Gesellschaft) nicht ernst.

"Die größte Krux der Mutterschaft ist, dass man sein Kind lieben muss." / "Ein Partner soll sich unsere Liebe verdienen." -

Sätze wie dieser verraten, dass die Denkweise hinter diesem Artikel befangen ist in grundsätzlich a-historischen Vorstellungen. Die gegenwärtige Beziehungs-, Liebes- und Elternschaftskultur wird als ein natürlicher Zustand angesehen. Dabei war es einmal anders (nämlich noch viel schlimmer) und es wird nicht so bleiben (hoffentlich besser werden). Mütter werden ihre Kinder nicht lieben "müssen", sondern alle Freiheit (z.B. vom Druck ökonomischer Verhältnisse und von patriarchal-gesellschaftlichen Normvorstellungen) haben, mit ihnen liebe- (und verantwortungs) voll zusammenzuleben. Was auch für die Väter gilt.

Und was auch für die partnerschaftliche, potenziell familienbildende Liebe gilt. Frauen und Männer als potenzielle Mütter und Väter sind immer auch immer noch Kinder von Müttern und Vätern. Partner:innen, die von ihren Partner:innen verlangen, sich ihre Liebe zu "verdienen", sind Kinder, die sich die Liebe ihrer Eltern verdienen mussten. Die eben nicht frei und "bedingungslos" geliebt wurden.

Es ist gut, dass diese Zeitung hier solche Themen aufs Tapet bringt. In der gegenwärtigen Diskussion um den Zustand von Gender (Männlichkeit / Weiblichkeit) und die entsprechenden Geschlechterbeziehungen in der spätpatrirachalen Gesellschaft ist das, was sich mit den Begriffen Mütterlichkeit / Väterlichkeit verbindet, leider kaum präsent. Das würde aber weiterhelfen.

RE: Kommunist geblieben | 09.06.2021 | 16:42

Kommunistin kann man nicht bleiben, weil man es nie "ist". Man kann es nur werden. Permanent.

RE: Das sind sie | 06.06.2021 | 08:05

Na, einen Kommentar ist es dir aber doch wert.

RE: Das sind sie | 06.06.2021 | 08:04

"Auch sind mir die Verdienste entfallen, die sich "Rechte" beim Aufbau der Demokratie haben zu Schulden kommen lassen." - Lass dir das vom konfuzianisch weisen pilsold erklären. Der frohlockt hier schon seit Jahren, dass ein "demokratischer" Faschismus auf dem Vormarsch ist.

PS: Natürlich ziehen nie alle an EINEM demokratischen Strang. Das wird nur behauptet, damit die Machtlosen am Strang der Mächtigen mitziehen.

RE: Das sind sie | 06.06.2021 | 07:52

He, lange nicht gesehen. - Und du hast die Plattenbau-These immer noch im Repertoire!

RE: Das sind sie | 06.06.2021 | 07:50

Na, okay, wenn man die Karriere des Duce berücksichtigt, dann doch schon seit vollen 100 Jahren.