RE: Nur Mut! | 08.10.2017 | 09:40

Es wäre vielleicht eine schallende Ohrfeige, wenn der Friedensnobelpreis noch so Etwas wie den Rest von Ernsthaftigkeit hätte. Leider hat man inzwischen zu viele "Zeichen" damit gesetzt und den Preis entwertet. Inzwischen ist der Preis nur brauchbar um ein paar Witze über linksliberalen Kitsch zu machen. Dieses Jahr ist es eher bieder. Einem US-Präsidenten für seine Hautfarbe zu belohnen hatte damals zumindest einen Überraschungsfaktor, dass man den Kitsch au die Spitze trieb.

Ja, es gibt inzwischen den Preis einfach dafür, dass man Irgendwas versucht hat. Jedes Jahr ein Schmunzeln, besonders wegen solcher Artikel.

RE: Komplott im Oval Office | 18.05.2017 | 18:06

Warum sollte ich selbst kommentieren. Der Herausgeber diser Zeitung hat es wunderbar zusammengefasst: http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-soll-geheime-informationen-weitergegeben-haben-kolumne-a-1148257.html

RE: Komplott im Oval Office | 18.05.2017 | 17:29

Der entscheidende Punkt ist genau der. Was wir bis jetzt erfahren haben, ist auch so schon ein Witz und noch weniger reicht es aus, um vom Empeachment zu träumen. Der Präsident hat einen Teil seiner Informationen an das Ausland übergeben. Soweit die Behauptung aus der Presse. Die bis jetzt durchgereichte Birsanz der weitergegeben Infos besteht darin, dass lufigte Angaben ,mögliche Anschläge mit Mitteln geplant sein sollen, auf die die Russen auch so gekommen wären. Es wurde eine Stadt genannt. Man garniert es mit der Behauptung, dass die Israelis die Weitergabe dieser Infos nicht wollten. Das ist es dann auch schon gewesen.

Trump muss hier wenig beweisen. Die Medien müssten hier schon ein wenig mehr liefern. Anscheinen hat man Nichts. Ansonsten würde man sich nicht hinter einem Schwall aus Worten verstecken: " Er ist nicht geeignet" ist keine Grund für einen Empeachment, sondern lediglich die natürlich Meinung einer Opposition.

Ich halte die Bundesregierung auch nicht für geeignet. Für eine Anzeige wegen Amtsmissbrauch sollte ich aber schon ein wenig mehr liefern können. Das bewegt sich gerade auf der Ebene dieser Blowjobgeschichte der Republikaner gegen Clinton. Oder wenn man es jünger mag, auf der Ebene der falschen Geburtsurkunde von Obama.

RE: Komplott im Oval Office | 18.05.2017 | 00:49

Es sind dann doch ein paar Dinge anzumerken. Zunächst einmal der Einstieg auf krasseste Verschwörungstheorien und die Aufgabe sämtlicher Freiheitsrechte, sobald es mal nicht so läuft wie man es gewohnt ist. Der Präsident der USA kann rein rechtlich über die Weitergabe von Informationen verfügen. Immerhin ist er ein gewählter Vertreter. Man kann kritisieren welche Geheimnise da so weitergegeben werden, aber nicht die Weitergabe selbst. Die CIA entscheidet also in Zukunft selbst?

Was ist faktisch bis jetzt passiert? Im einer geheimen Unterredung mit hochgestellten Vertretern einer anderen Macht wurden Informationen weitergegeben, die angeblich auf geplante Anschläge hinweisen. Erst der Leak als solcher machte sie der breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Der Guardian zieht hier den schönen Vergleich zu Clinton. Es ist also das Gleiche ob ich meine Interna vor jeglichen fremden Zugriff nicht sichere, oder ob ich darüber nach meinen Überlegungen verfüge?

Zusätzlich wird auf demokratischer Seite das Zitat verbreitet, dass man selbst mit den engsten Verbündeten solche Daten nicht teilen würde. Welche Daten? Deutschland hat es zu interessieren ob in Russland ein Flugzeug gesprengt wird? Oder informiert man Deutschland nicht über geplante Anschläge in Berlin?

Aus so einer Art von Brei soll nun Vaterlandsverrat abgelitet werden?

Die Strategie der Opposition und der nahestehenden Medien zeigt wunderbar auf, wieso Trump überhaupt gewählt worden ist. Man wählt die unglaubwürdigsten Gründe ihn anzugreifen, obwohl es genügend Gründe gibt. Und man tut es auf dümmlichste Weise.

RE: Komplott im Oval Office | 17.05.2017 | 19:42

a) Was für "alle" Informationen sollen es da gewesen sein? Ich warte eher auf den Hinweis was Staatsgefährdendes verraten worden ist?

b) Die Russen bewerten die Informationen als nicht sonderlich wichtig. Was sie auch dem Vernehmen nach auch nicht gewesen sind. Bis jetzt hört man nur von den Plänen des IS Laptops als Bomben in Flugzeugen zu benutzen. Sehr hilfreich, da wären der GRU und der FSB nicht selbst darauf gekommen.

c) Das ist keine Verschwörung. Es ist ein Sturm in "the Bubble". Man zitiert sich immer wieder selbst und erklärt den verhassten Präsidenten für erledigt. Leider "duckt" sich die Welt nach wie vor weg.

RE: Komplott im Oval Office | 17.05.2017 | 17:52

Ich nehme diesen Artikel und den aus der Zeit dazu: http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-05/donald-trump-republikaner-impeachment-kongress-james-comey-russland

Die Übersetzung lautet, dass Trump bei seiner Wählerschaft nach wie vor beliebt ist und die Republikaner sich nicht gegen ihn stellen werden. Was wir haben sind Träume der Demokraten und eines grossen Teils der Presse hier irgendwie ein Amtsenthebungsverfahren durchzudrücken, welches voraussetzt, dass die Republikaner sich selbst ins Knie schiessen. Die Skandalle sind für die Opposition Skandallen, bewegen sich aber allein schon rechtlich auf der Ebene des damligen Monika-Empeachments. Die Chancen für die schöne Geschichte von dem Mandchurian-Kandidaten gehen schon seit dem Herbst gegen Null. Im Zweifel wird es genauso wirken wie das damalige Empeachment. Die Ankläger werden sich blamieren und Trumps Chancen auf eine zweite Amtszeit erhöhen.

RE: „Die Krise geht gerade erst los“ | 06.05.2017 | 15:56

5. Man schreibt der Gegenseite einen seelischen Defekt zu. Dadurch erübrigt sich sämtliche Diskussion der eigenen Thesen. Hilfreich ist hierbei noch die vorherige Problematisierung von Emotionen als solche: "Hasssprache". Man selbst ist Allenfalls zornig. Das ist eben der gute alte Unterschied zwischen Spion und Kundschafter des Friedens, oder ein wenig jünger: "sie hassen unsere Freiheit".

Die Vorurteile wurden bis jetzt ebenfalls als richtig bestätigt. Die Polemik wird nicht im Ansatz ausgehalten, obwohl man selbst polemisch unterwegs ist. Man versucht nicht einmal die 3-4 wiederkehrende Widersprüche zu erläutern. Es geht gleich ins Pathologische hinein. Der Widerspruch als solcher ist bereits der Beweis für die Richtigkeit der Thesen.


Von dem Autor sind in der Hinsicht keine Argumente zu erwarten. Ich wiederhole hier ein paar der neutraleren Fragen für den Raum:

1.Inwiefern kann das Geschlecht das wichtigste Kriterium für Privilegien sein? Ein Kerl aus der Unterschicht startet also unter besseren Voraussetzungen als die Tochter des Professors? Der Autor hat es im Interview ja so geäußert und hat hier keine Erläuterungen nachgereicht.
2. Wie soll sich die angestrebte Gesellschaft reproduzieren? Ist der Plan immer wieder Kinder aus archaischen Verhältnissen umzuerziehen? Hofft man auf Unsterblichkeit.
3. Wie macht man überhaupt eine weibliche Zukunft aus, wenn man den Kontext über den dünnen Teil der westlichen Mittelschicht ausweitet? Im weltweiten Kontext und im Bezug auf die engere Frage der Zuwanderung gesehen.

RE: „Die Krise geht gerade erst los“ | 05.05.2017 | 20:47

Der Deal zwischen dem Kapitalismus und dem hippen Linkslberalismus ist ein einfacher. Der Letztere bekommt seine Esoterik finanziert und darf in der Hinsicht jede Menge Siege einstreichen. Das ist insgesamt weder teuer, noch ausschliesslich auf diesen Bereich beschränkt. Jeder Arbeitslose schafft beispielsweise auch eine Menge an Stellen für Geisteswissenschaftler. Nur wenige dieser Stellen sind gut bezahlt, aber doch so zahlöreich um Hoffnungen zu schüren. Dort "bildet" man eben Menschen für den Arbeitsmarkt. Der Herr erzieht nun ein wenig die Männer auf Kosten des Fiskus. Im Land der Globolischlucker ist es nicht die schlimmste Beschäftigungsmöglichkeit. Der Prozess der Selbstzerstörung ist ohnehin nicht mehr umkehrbar und die Sache hat im Kern des deklarierten Anliegens so gut wie gar keine Auswirkungen. Der beschriebene Brillenträger hätte sich halt eine andere Selbstzerfleischungsmöglichkeit gesucht, wenn er als Klientel überhaupt von nennenswerter Zahl ist. Die Idee braucht wie andere Scheinbeschäftigungen keine Kunden, nur Fördergelder. Der Grossteil wird auf ihren Smartphones surfend durch die Veranstaltungen kommen, und ein paar Lippenbekenntnisse abgeben. Der Clou dieser Esoterik besteht ja darin, dass man sie nicht leben muss. Man muss nur lauthals Andere anklagen, sie nicht zu leben. Man hatte eine Krise und hat sich hinterfragt. Jetzt bekommt man ein Zertifikat für den Lebenslauf.


Was störend ist, sind die Vorwürfe gegenüber den Frauen als Geschlecht. Auch dort lebt kaum Jemand diese "Ideale" wirklich, hat von diesen genauso wie der grösste Teil der Männer auch nur eine sehr entfernte Vorstellung. Dafür sind Frauen in der Regel auch viel zu praktisch veranlagt.


Die Theorien als solche sollte der Mann, oder besser gesagt der weisse heterosexuelle Mann sogar als Kompliment empfinden. Er ist der Entscheider des Schicksals aller Wesens des Planeten Weder Frauen, noch andere Gruppen verfügen über einen eigenen Willen. Sie können erst durch seine Umerziehung in die Mündigkeit entlassen werden. Die Umerziehung übernehmen auch wieder weisse Männer, im Verbund mit von ihnen alimintierten Feministinnen. Es ist ja auch nicht so als würde sich dort Jemand auf dem freien Markt der Ideen halten können. Es gibt besser gestaltete Esoterik. Insgesamt wärmen die wirren Ideen das Ego. Gefährlich sind sie nicht. Weder Frauen haben zu der Entstehung der heutigen Gesellschaft einen Beitrag geleistet, noch haben andere Erdteile Reiche und Entdecker gekannt bevor den weissen Männern gekommen sind. Mag er der böse Entscheider gewesen sein? Ein geringer Preis für den Titel des Entscheiders. Darth Vader ist ohnehin viel cooler als die anderen Figuren. Man sollte dankbar für so eine Ode an den weissen Mann sein, wenn man sich nicht schon um wichtigere Sachen kümmern mag.

Ich finde es nur ein wenig schade, dass selbst bei den wirrsten Ideen sich Männer so in den Vordergrund spielen müssen. Auch wenn ich verstehen kann, dass die Selbstverwirklichung in einer weiblich dominierten Szene ein Traum sein muss. Dem Herren sind ein Preis für Zivilcourage und jede Menge Fördergelder zu wünschen.

RE: „Die Krise geht gerade erst los“ | 05.05.2017 | 17:05

Machen Sie sich in der Hinsicht keine Sorgen, oder keine Hoffnungen, je nach Standpunkt. Wie schon andere "Geschäftsideen" in diese Richtung, werden die Workshops sich nur durch direkte oder indirekte öffentliche Finanzierung durchschlagen. Allenfalls wird ein linker Verlag seine Mitarbeiter mit solchen Fortbildungen bereichern.

Ansonsten findet sich in den Kommentaren der Klassiker der Argumentation. Der Widerspruch als solcher wird als Beweis für die Stichhaltigkeit der Argumente herangezogen.

Falls man tatsächlich Publikum dafür finden sollte, die die Kosten freiwillig trägt, so werden es wieder nur Männer sein, die die wenigsten Probleme mit Aggressionen haben dürften. Ich sehe schon den bebrillten Jonas vor mir, der sich mit seiner toxisischen Männlichkeit auseinandersetzt. Was für die Workshopführer hingegen eher nicht gelten wird. Da lebt man die Dominanz gegenüber einer solchen Gruppe aus. Es ist wie so oft, die Verkünder sind wandelnde Dementi für ihre eigenen Thesen.

Sehen wir es positiv. Der Staat schafft Arbeitsplätze. Die Masse werden die Ideen nicht sonderlich tangieren. Der Verweis auf die tatsächlich massive Probleme der arbeitenden Bevölkerung ist schon lange nicht mehr angebracht, da man die Kurve ehe nicht mehr kriegen kann. So kriegen wir wenigstens ein paar Anekdoten mehr für die späteren Historiker.

RE: „Die Krise geht gerade erst los“ | 05.05.2017 | 03:12

Wieso Frauen und das Weibliche die Zukunft sein sollen, lässt sich wohl nur aus "Überzeugungen" ableiten. Wobei hier mit dem "Weiblichen" wohl die Geschlechterdebatte, eines Teils der Mittelschicht in weissen Staaten beschrieben werden muss.

Ich könnte natürlich fragen wie die Privilegierten im Schnitt kürzer leben können als die Unterdrückten. Das dürfte überflüssig sein. Die "weibliche" Zukunft wäre stark auf Wundermittelchen der Wissenschaft angewiesen, denn sie reproduziert sich nicht besonders gut. Vielleicht ist es aber auch so gemeint, dass die Zukunft weiblich (weiss) sein muss, wenn schon der weisse (bürgerliche) Mann kaum Kinder in die Welt setzen wird. In einem Theorieschema, welches nur auf Worten gründet und keine anderen Faktoren kennt, wäre es nur konsequent.


Dem Interviewten sei sein Bestreben, die Rolle des letzten Römers auszufüllen jedenfalls gegönnt. Nur werden die dankbaren Erben des Imperiums sich wahrscheinlicher mit den Problemen des Leistungsdrucks beschäftigen müssen, als mit dem Leistungsdenken. An sich genauso wie es der tatsächlich existierende und privilligierte weisse Ronny nach wie vor tut.