Gottfried Scherer

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RE: Zwischen Affekt und Handwerk | 21.12.2016 | 11:05

„Nicht ein einzelnes Land ist getroffen, sondern das Herz Europas“ titelt die FAZ am 20.12.2016. Das Geschehen wird damit überdimensioniert und emotionalisiert: Tatsächlich sind die Besucher eines Weihnachtsmarktes in Berlin von dem Ereignis betroffen und die Betroffenheit eines ganzen Landes muss erst sich einstellen. Wenn man den Ort zum Symbol macht, indem man ihn zum Herzen Europas stilisiert, könnte das der Empathie mit den Opfern zugeschrieben sein. Dem widerspricht aber der Brüsseler Jargon der Juncker und EU-Kommission, die in ihrer Twitterei wie auch der Chef-Repräsentant der jetzt einzigen EU-Atommacht Frankreich – dieser darübr hinaus nationenbildend „dem deutschen Volke“ - es schaffen, das geäußerte Mitgefühl auf die Angehörigen aller Opfer einzuschränken: „Unser Beileid gilt den Familien und Angehörigen aller, die in Berlin getötet oder verletzt wurden(.)“ Hier holpert nicht nur das Mitgefühl sondern auch die Zeichensetzung. Zudem ist, Berlin zum Herzen Europas zu stilisieren, auch dann eine Fehlleistung, wenn man diese einer französischen Tageszeitung entnimmt. Die Geschichte Berlins widerspricht einer solchen allenfalls in die Tourismus“industrie“ passende Formulierung: Schon der Platz müsste eigentlich Dr.-Rudolf-Breitscheid-Platz heißen, hat doch eine deutsche Universität diesem den rechtmäßig erworbenen Titel aus vorgeblich rassistischen Gründen 1938 aberkannt. Das typisch nachkriegsdeutsche Händeln, die Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche dem Vergangenheitsbewältigungswahn baulich einzupassen - der Eiermann-Enturf wurde sogar in der Innenausstattung sentimental zum Gedenken an die Flächenbombardements der Alliierten und dann auch noch der Hölle von Stalingrad so umgedeutet, dass auch ein Herr Gauland diese Stätte bewahrenswert finden können sollte – wäre ein weiterer Umstand, diese Stilisierung abwegig finden zu dürfen. Dies als Hinweis darauf, dass diese Art Nostalgie in Berlin mir sozusagen herzlos erscheint. Wenn man dann auch noch nicht verdrängt hat, dass Russland zu Europa gehört, ist dessen Herz, sollte es so etwas geben, sicher nicht Berlin, es könnte bei einer klugen menschenfreundlichen Politik allerdings auch in Berlinern schlagen, wenn eine so träumerische Bemerkung in diesen Tagen erlaubt sein darf. Mit solchen Worten braucht man dann gar nicht mehr weiter vom Geschehen abzulenken. Da könnte man schon etliche Fragen haben: Wer hat den Beifahrer womöglich durch die Windschutzscheibe erschossen? Wer hat dem Reporter das Handy aus der Hand geschlagen? Wer ist der Mann, der die Polizei mit dem Hinweis auf einen womöglich Flüchtenden womöglich in die Irre geführt hat? Was geschah mit dem LkW und dessen Fahrer zwischen 16 und 20 h? Ist der Bekennertext des IS glaubwürdig oder Trittbrettfahrerei? Ist bei der Sprachregelung „Anschlag“ eine ergebnisoffene Ermittlung noch gewährleistet – d.h. wäre es nicht sinnvoller, die Kriminalpolizei vor Ort ermitteln zu lassen? Oder braucht man solche Vorfälle, um die Zentralisierung der polizeilichen Gewalten in der BRD voranzutreiben? Zum Artikel: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/anschlag-in-berlin-reaktionen-von-politikern-und-medien-14583935.html

RE: Warum wir Pegidas Schweigen zuhören sollten | 27.12.2014 | 15:43

Der Artikel foerdert dazu auf, sich mit dieser Demonstrationswelle von Mitbürgern, die sich patriotisch nennen und das Abendland verteidigen wollen, so auseianderzusetzen, dass die Welle abebbt.

Hier einige Gedanken dazu:

Sozialhilfe nur noch für Mitbürger, die selber oder deren Eltern hier eine Mindestfrist in die entsprechenden Kassen eingezahlt haben.

Abschaffung der staatlichen Betreuung der Flüchtlinge.

Freizügigkeit für alle Nichtbürger in der deutschen demokratischen Rebublik namens BRD.

Einbürgerungsrecht für alle, die in der BRD nachweisen können, dass sie für ihren Unterhalt sorgen können, oder dass ein Bürger der BRD für diesen Unterhalt bürgt.

Straffällige Nichtbürger verlieren das Aufenthalts und Einbürgerungsrecht.

Dies würde die Einmauerung der EU, die Kasernierung und Abschiebungen beenden und die Einbürgerung an die Aufnahmefähig- und -willigkeit der bundesdeutschen Gesellschaft anpassen, ohne dass es zu pedigistischen Verwerfungen und kommen könnte. Nebenbei wäre dann auch das generelle Asylrecht gewährleistet.