Kommentare von gozilla

gozilla 25.05.2017 | 19:08

Mir geht es überhaupt nicht um persönliche Schuldzuschreibungen. Mich beschäftigt mehr die Frage, nach welchen qualitativen Maßstäben wird ein Wissenschaftler von den Medien, dem Publikum und dem Wissenschaftsbetrieb als "umstrittener" Wissenschaftler bzw. als Verschwörungstheoretiker etikettiert. Der von mir oben im Kommentar zitierte Herr Schuhler hat darauf eine sehr differenzierte Antwort gefunden, die ich aufgrund ihrer Sachlichkeit und Überprüfbarkeit für richtig befinde . Mehr kann ich zu dieser Debatte nicht beitragen.

gozilla 25.05.2017 | 17:34

Der Herr Ganser schafft es offenbar, die Leute hinsichtlich seines politischen Wirkens zu spalten bzw. zu polarisieren. Ähnliches wie hier hat sich im Dezember 2016 beim Kasseler Friedensratschlag zugetragen als Conrad Schuler sein Referat mit Ganser-Zitaten gehalten hat und dafür Kritik einstecken musste. Er selbst hat auf die Kritik folgendermaßen reagiert:

"Der Text gibt das Referat wieder, das der Autor am 4.12.2016 beim Kasseler Friedensratschlag gehalten hat. Nach dem Referat gab es Kritik daran, den Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser bestätigend zu zitieren. Ganser sei wiederholt bei Veranstaltungen rechtsextremer Kreise aufgetreten. Der Referent schließt sich dieser Kritik an den Veranstaltungsauftritten an, bleibt aber bei seinem Ganser-Zitat. Der Friedensforscher hat wichtige Erkenntnisse über die aggressive Qualität der Nato zusammengetragen und kann weder dem nationalistischen noch dem Querfront-Lager zugeordnet werden.".

Quelle: Was hat Terrorismus mit globaler sozialer Gerechtigkeit zu tun?

gozilla 25.05.2017 | 15:42

Ja, die innere Logik und Struktur der DDR -Gesellschaft als Ausgangspunkt des Forschungsansatzes hätte im Blick haben müssen, dass Fremdenfeindlicht in der DDR kein neues Phänomen ist. Im Gegenteil:Gemeinsame Recherchen des Historikers Harry Waibel mit MDR-exakt belegen, dass Rassismus und fremdenfeindliche Gewalt in der DDR stärker verbreitet waren als bisher bekannt. „Wir können bisher 700 Vorfälle nachweisen und belegen, bei denen es mindestens 12 Tote gegeben hat“, erklärte der Historiker Harry Waibel im MDR-Format „Exakt - Die Story“

gozilla 25.05.2017 | 14:13

Ich kann dem -sehr überspitzt verkürzt- Ossi-Bashing der Studie nichts lehrreiches für mich abgewinnen. Aber Ihnen geht es weniger dezidiert um die wissenschaftlichen Befunde der Studie, sondern in erster Linie um die politische Abrechnung mit der vermeintlich interkulturellen Haltung der Wissenschaftler, die aus Ihrer Perspektive mit Multi-Kultureller- Brille geforscht hätten, was nicht sein darf und kann, weil die kleinbürgerliche Welt von "Ordnung und Sicherheit" der alteingesessenen Bürger Vorrang vor den Multikulturalismus habe. Auch mit diesem typisch "linken" Multi-Kulti-Bashing kann ich nichts anfangen. Aber als Frame durchaus geeignet für den ideologischen Kulturkampf gegen Minderheiten bzw. das Fremde!

gozilla 25.05.2017 | 13:42

Erfreuliche Tendenzwende (Akzeptanz anderer Lebensformen/sexueller Orientierung👍) in Taiwan, von einem Land, dem ich sonst wenig politische Beachtung schenke. Insofern Danke für diesen Einblick in diesen Kulturkreis. An diesem Tag Ihrer Veröffentlichung finden gerade in verschiedenden Provinzen Spaniens Demonstrationen gegen patriarchalische Herrschafts - und Gewaltstrukturen statt. Auch in Europa gibt es vor diesem Hintergrund notwendigen Veränderungsbedarf. Allein in Spanien sind in diesem Jahr 34 Frauen Opfer männlicher Gewalt geworden:

VIOLENCIA MACHISTATreinta y cuatro mujeres asesinadas en 2017

gozilla 25.05.2017 | 12:42

Armut ist eine "Geisteshaltung"

Armut, so sagte er in einem Interview, wie die Washington Post berichtet, sei eine "weitgehend besondere Geisteshaltung" (mindset), die Kinder von ihren Eltern lernen würden. Er argumentierte allerdings andersherum, nämlich mit Menschen mit der richtigen Geisteshaltung: "Nimm jemanden mit der richtigen Geisteshaltung und nimm ihm alles weg und setzt ihn auf die Straße. Ich garantiere, dass er in kurzer Zeit wieder hier oben zurückkehren wird." Das ist bei denen, die arm und einfach falsch gepolt sind, natürlich ebenso: "Nimm jemanden mit der falschen Geisteshaltung. Dem kannst du alles in der Welt geben, er wird sich wieder den Weg zurück auf den Boden arbeiten." Der Sinn der Geschichte dürfte sein, dass Umverteilung nichts nützt, weil es nichts ändert.

gozilla 25.05.2017 | 09:44

Katalanischer Putsch?

Dabei ist eher das Verhalten von Rajoy in diese Richtung zu verstehen, da er sogar eine unverbindliche Volksbefragung verbietenließ. Danach wurden diejenigen kriminalisiert, die diese demokratische Abstimmung durchgeführt haben, wie der ehemalige Regierungschef Artur Mas. Nun droht der Parlamentspräsidentin Carmen Forcadell sogar eine Haftstrafe, weil sie Debatten zur Unabhängigkeitsfrage im Parlament zugelassen ha

gozilla 24.05.2017 | 15:36

Auf zur Bildungsrebellion!

Noch erstaunlicher ist, dass es dieser in Kreuzberg gelegenen Schule für Erwachsenenbildung (SFE) seit 1973 immer wieder gelingt, ungefähr 70% ihrer Schüler/innen erfolgreich zum Abitur zu führen. Und das unter den denkbar schlechtesten Voraussetzungen: Wer in diese Schule kommt, gehört zu denen, die am herkömmlichen Schulsystem gescheitert sind.

gozilla 23.05.2017 | 14:46

Für die Kanakisierung linker Politik

Die Einwanderungs- oder auch postmigrantische Gesellschaft ist also mitnichten ein utopischer Ort, an dem Rassismus und Ungleichheit überwunden sind. Sie ist vielmehr ein Terrain, auf dem Kämpfe um die Deutungshoheit von Demokratie, Offenheit, Teilhabe und Vielfalt ausgetragen werden. Was Foroutan nicht benennt, sind Fragen der sozialen Gerechtigkeit. Kämpfe um Hegemonie in der postmigrantischen Gesellschaft sind jedoch zugleich Kämpfe um die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums und die Frage sozialer Teilhabe.

gozilla 23.05.2017 | 09:30

"warum auch die linke Opposition sich so scheut, ihre soziale Programmatik konkret auf den Tisch zu legen." Habe es mit schlichten Mitteln hier versucht, aber möglicherweise ist es pures Desinteresse an politischer Programmatik oder der generellen Parteienverdossenheit geschuldet, denn dann müßte man sich auch mit den Inhalten auseinandersetzten. Ansonsten heisst es unter Inkaufnahme von Anstregung und gutem Willen, sich das Programm der Linken durchlesen ( Es gibt auch kurze Zusammenfassungen). Auf das gerechtigkeitsorientierte Programm der SPD müssen "wir" wohl noch warten....

gozilla 23.05.2017 | 08:29

Für interessierte Leser*innen am spanischen Umbruch:

"Der weitere Kurs in der Legitimationskrise der spanischen Demokratie nach der Entscheidung der sozialistischen Parteibasis: Die Partei muss entgegen der Position des rechten Parteiflügels weiter nach links rücken, wenn sie nicht weiter an Bedeutung verlieren will. Sanchez wird sich um einen Ausbau der Kooperation mit Podemos bemühen, um die Minderheitsregierung von Mariano Rajoy ablösen zu können. Podemos hat vor der Urabstimmung bei den Sozialisten einen Antrag für ein Misstrauensvotum gegen Rajoy wegen der vielen Korruptionsfälle eingereicht."

Spanische Linke im Kampf gegen die Korruption des Establishments

gozilla 23.05.2017 | 08:20

Gegen die Austeritätspolitik:

Auch beim Flüchtlingsthema steht die „schwarze Null“ im Mittelpunkt. Und das Spar-Paradigma trifft wie in jedem Bereich die Schwächsten am härtesten. Viele Flüchtlinge können sich keine guten Anwälte leisten, um gegen eine schlecht begründete Ablehnung zu klagen. Die Dominanz der Zahlen und der Effizienz, die hektischen, mit Rechtsbrüchen verbundenen Ablehnungen von Asylanträgen zur Verringerung der Zahl der offenen Anträge, sie unterscheiden sich vom Grundsatz her nicht von der künstlich reduzierten Zahl der Arbeitslosen. Der einzelne Mensch wird in beiden Fällen zur Statistik degradiert.

Und genauso wie Hartz IV-Empfänger und Langzeitarbeitslose durch solche Maßnahmen aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden, werden Flüchtlinge nur von einer Institution an die nächste, weniger sichtbare „weitergereicht“."

gozilla 22.05.2017 | 17:12

Man wird sich zurücksehnen nach den Lehrpersonen, die ihre Macken hatten ...und auf die Lehrer*innen kommt es an (Sie werden die Studie kennen): Ich bin superwichtig!

Bei dieser Gelegenheit noch einmal ( und versprochen letztes mal) die Filmempfehlung:

http://www.news4teachers.de/2017/05/filmtipp-blick-auf-die-schizophrene-rolle-des-junglehrers-die-preisgekroente-dokumentation-zwischen-den-stuehlen-laeuft-ab-sofort-im-kino/

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