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RE: Raserei der Rache | 26.11.2011 | 22:18

Wolf Kittler sagt in diesem Interview: "Es geht also um das Land in seinen eigenen Grenzen, nicht darum, den Feind auszulöschen." IIch fürchte, Kleist war Hitlers Absichten und Goebbels’ Idee vom totalen Krieg näher als Kittler mit diesen Worten nahelegt. Wie anders ist der Schluss der Hermannsschlacht zu deuten, wenn man dort liest:

Und laßt, im Hain der stillen Eichen,
Wodan für das Geschenk des Siegs uns danken! –
Uns bleibt der Rhein noch schleunig zu ereilen,
Damit vorerst der Römer keiner
Von der Germania heilgem Grund entschlüpfe:
Und dann – nach Rom selbst mutig aufzubrechen!
Wir oder unsre Enkel, meine Brüder!
Denn eh doch, seh ich ein, erschwingt der Kreis der Welt
Vor dieser Mordbrut keine Ruhe,
Als bis das Raubnest ganz zerstört,
Und nichts, als eine schwarze Fahne,
Von seinem öden Trümmerhaufen weht!