»Die gute Seite der Bild-Zeitung« (E Hansen)

Medienkritik, Kultur Hier geht 's um eine Kolumne gleichen Titels von Eric T. Hansen. US-Amerikaner, halbes Leben in Deutschland verbracht, Buchautor u. Satiriker, lebt zur Zeit in Berlin
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Eric T. Hansen »hält das Schimpfen deutscher Linker für überholtes Schubladendenken.«

Überholtes Denken: Was denken lässt, früher zu Zeiten von Wallraffs „Aufmacher“ wurde die Bildzeitung wohl doch zu Recht geschmäht. Gemäß Hansen ist sie hingegen heutigen Tages nicht mehr sachgemäß abgelegt in der untersten Schublade. Dem zu Folge müsste sie sich inzwischen auf einem Niveau bewegen, das in etwa an FAZ, DIE WELT, DIE ZEIT heranreicht, an das der taz ohnehin. Oder sind die Genannten inzwischen auf Bild-Niveau gesunken? Schön, schön, lesen wir weiter:

Heuchler sind sie, die Linken

Hansen:»Diese Woche ging die Aufregung darum, dass eine Bild-Schlagzeile verlangt hätte« (hat sie, oder hat sie nicht?) »der Sowjetpanzer am russischen Ehrenmal am Brandenburger Tor müsse weg (wegen der Krim und so: böser Panzer!). Scheinbar ist genau dieser Russenpanzer unter meinen pazifistischen, anti-imperialistischen linken Freunden äußerst beliebt«

Scheinbar“ oder "anscheinend"? - Der bloße Protest gegen die Schleifung eines Denkmals, was sagt der aus? Weiß ich deswegen schon etwas über den Grund des Protestes? Grundsätzlich, wie kann ein rein äußerlicher Vorgang einen bestimmten Schein hinsichtlich innerer Vorgänge erzeugen?

Woran überhaupt soll das Denkmal denken lassen? Daran, dass die UDSSR über eine tödliche, überlegene Bodenwaffe im 2. Weltkrieg verfügte, überlegen selbst den exzellenten deutschen Panzern? Fragen, die Herrn Hansen gar nicht in den Sinn kommen. Denn er ist sich so was von sicher, dass das steinerne Abbild des Kettenfahrzeuges wegen der vernichtenden Wirkung seiner Vorlage innigst geliebt wird von seinen „linken Freunden“ (Wirklich „Freunde“ von Hansen? Mir scheint, hier gibt einer `n büschen an). Haben die Protestierenden beanstandet, "Hände weg von den affengeilen Tötungsmaschinen"? - Ich wage mal zu unterstellen, meinen linken Freunden geht es um was anderes. Sie wollen nichts weiter als die Erinnerung bewahrt wissen, dass nicht nur die edelmütige USA, sondern auch die Armee ihres damaligen sowjetischen Verbündeten - später das "Reich des Bösen", clearly - bei der Befreiung Europas einschließlich Deutschlands vom Hitlerfaschismus eine gewisse Rolle spielte, wobei sie zahlreiche Juden vor deren viehischer Ermordung bewahrte.

Die moralisierende, selbstgerechte Linke

Hansen: Die Linke gehe davon aus, »wer für die Bild-Zeitung arbeitet, sei ein schlechter Mensch.«

Gerhard Henschel fragte: „Warum muss der gläubige Bundespräsident seine Gedanken zur Rettung der Menschheit im Umfeld einer ‚heißen Oma’ los werden, die ihren Anrufern im Wettstreit mit ‚geilen Nymphen’ eine ‚Abspritzgarantie’ bietet?“ Gunter Sachs, tief verletzt durch die „Würdigung“ seines eben verstorbenen Bruders durch Bild, schrieb an ihren Verleger: „Herr Springer, wir sind uns selten begegnet; ich möchte Sie nie mehr wiedersehen.“ Beides http://www.tagesspiegel.de/medien/schaemt-euch/755568.html

Weiter hierzu Max Goldt: http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-04/bild-zeitung-ehrendenkmal-berlin?commentstart=1#cid-3562924. Judith Holofernes: http://www.wirsindhelden.de/index.html%3Fp=1069.html

Sagen wir es so: Ein Bildredakteur ist nicht unbedingt ein „schlechter Mensch“. Sondern skrupellos, gewissenlos, säuisch; kurzum bereit zwar nicht für lumpige 30 Silberlinge, aber für ein fettes Gehalt plus Zulage seine eigene Mutter ans publizistische Messer zu liefern.

Jetzt aber, endlich zur „guten Seite“ des Blattes:
Rostock-Lichtenhagen,1992, Pogrom gegen Asylbewerber:

Hansen: »Bild aber druckte das Foto des "hässlichen Deutschen" ab: eines besoffenen Passanten, der in die Hose gepinkelt hatte und den Hitlergruß zeigt. Die Überschrift lautete, wenn ich mich nicht irre: "Deutschland, schäm dich." Ich fand die Überschrift passend.«

Herr Hansen irrt hier. Und zwar so was von total. Was er dann aufgrund der Hinweise Stefan Niggemeiers beschämt zugeben musste. http://www.bildblog.de/56629/zum-schaemen/ Aber mal abgesehen davon, weiß Herr Hansen nicht, dass es auch sehr attraktive, stramme, adrett uniformierte Ausländerklatscher gibt? Kann man stolz auf sein Land auch derer wegen sein? Ist im Auge eines coolen Amerikaners das ungepflegte Äußere einiger Rassisten wirklich der Juckepunkt?

Die sprachlich-intellektuelle Versiertheit von Bild
Hansen: »Verachtung für jeden, der kein Abi hat, weil dort Profis arbeiten, die komplizierte Zusammenhänge in wenigen Wörtern darstellen können. Das ist nicht, wie manch ein Akademiker sich einbildet, verwerflich, sondern eine hohe Kunst, die die Kommunikation effektiv macht, und die nur wenige Autoren beherrschen.«

Profis“ :So wenige dieser Sorte gab und gibt es auch wieder nicht: Perfekt in der besagten Form der Schreibkunst waren z. B. auch Redakteure von „Der Stürmer“, „Der Völkische Beobachter“, in der Redekunst als Politiker ein Otto von Bismarck, ein August Bebel, ein Karl Liebknecht, später ein gewisser Herr Hitler, seine Minister Goebbels und Göring. Auch noch spätere, auf diesen bedeutenden deutschen Kanzler folgende Staatsmänner und Politiker, als da wären etwa Konrad Adenauer, Kurt Schumacher, Herbert Wehner, Franz-Josef Strauß, Helmut Schmidt, Gerhard Schröder....... Also, Hut ab vor solch Schreib- und Redekunst?

Um es klarzustellen: Keineswegs soll hier Bild mit besagten Zeitungen und jenen Politikern verschiedenster Richtung gleich gestellt werden. Nur ist die Frage, bringt Bild wirklich komplizierte Zusammenhänge auf den Punkt? Oder verschlagwortet sie lediglich miese bis mieseste, ob ihrer Vagheit und Versponnenheit allerdings für den Normalverbraucher kaum verständliche Idiotien bzw. Ideologien?

Bild, einzige deutsche Arbeiterzeitung
Hansen: »der Grund, warum die Bild-Zeitung Deutschlands einzige Arbeiterzeitung ist.«

Da gab und gibt es z.T. noch: “Unsere Zeit“ (UZ", Zeitung der DKP); „Rote – Fahne“, „Roter Morgen“, Zeitungen maoistisch orientierter Splitterparten. Die UZ wusste die komplizierte Entwicklung des Realen Sozialismus auf eine einfache, wenn auch kaum wem einleuchtende Formel zu bringen: „Ist die DDR für die arbeitende und onanierende Bevölkerung ein Schlaraffenland, so ist die UDSSR ihr Paradies“. Überhaupt, „von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen“.

Die zwei China/Albanienfanzines hingegen schwärmten vom fernen China als Land der Wonne, auch vom näher gelegenen, aber geheimnisumwobenen Albanien. Darüber hinaus, neben einer Unzahl regionaler Betriebszeitungen, den „Arbeiterkampf“ („AK“ –„ Kommunistischer Bund“ ) gab es das unregelmäßig erscheinende, wohl beste linke Arbeiterblatt, die “Marxistische Arbeiterzeitung“, herausgegeben von der „Marxistischen Gruppe („MG“). Diese Organisation, vornehmlich aus dem Münchener SDS hervorgegangen, bot ihren Mitgliedern und Sympathisanten fundierte, hervorragende Schulungen.

Die MAZ erklärte die recht einfach zu durchschauenden elementaren Strukturen des Kapitalismus in sehr verständlicher Art und Weise. - „Einfach zu durchschauende elementare Strukturen des Kapitalismus“? Ja doch, der Kapitalismus in seiner Vollendung ist aufgrund der Vorarbeit von Karl Marx einfacher zu erklären, als der DurchschnittsVwler es sich träumen lässt. Die „Marktwirtschaft“ hingegen zu verklären als alternativlose, gemeinsame Einrichtungg von „wir alle“, als eine „der Natur des Menschen“ entsprechende Dienstleistung für jedermann, da braucht es ganze Denkfabriken, um dies Unfassliche in höchst gelehrte, skurrile Worte zu fassen.


Dies hochgelehrte Geschwurbel auf Schlagworte, griffige Formeln und Bildnisse abzuziehen, die so einleuchtend wie dunkel sind (Max Horkheimer), das eben tut im Sinne der Verhältnisse pflichtbewusst die „Vierte Gewalt“ den Untertanen an, von denen nicht wenige dies sich auch wünschen. In diesem Sinne ist unsere Bildzeitung für den Unstudierten der Dienstleister Nr. 1. Dass die Arbeiter zu Bild, kaum aber zu den ehrlich gemeinten linken Zeitungen griffen, lag gewiss nicht an den unerreichbaren Formulierungskünsten der Springerknechte.

Vielmehr, einerseits daran, dass Bild mehr oder weniger brauchbare Ratschläge zur Bewältigung des nicht unkomplizierten kapitalistischen Alltags auf Lager hat: „Welche Vorschriften habe ich unbedingt zu beachten?“ „Wie komme ich in den Genuss der Bonbons, die Vater Staat gelegentlich mal rausrückt?“ „Wie mache ich eigenhändig mein Auto winterfest?“ „Was kann ich machen, wenn uns Oma nicht mehr so will wie sie soll, wie ich es will?“ „Wie kann ich meinen Penis preisgünstig verlängern lassen?“ Daneben bietet sie noch einigen Stoff, über den sich in 15 Minuten Frühstückspause kurz und bündig quatschen lässt. –

Entscheidend aber war, der „kleine Mann“ fand den „Realen Kapitalismus“ allemal vorzugswürdig gegenüber dem nett gedachten, dahinstolpernden „Realen Sozialismus“. Bild nun übernimmt den dankbaren Job, alle dennoch nicht zu übersehenden Schädigungen durch das „freiheitliche System“ wunschgemäß schön zu reden. Bzw. von dessen Schattenseiten abzulenken, durch massig Sex and Crime.

Kein Versuch einer neuen linken Arbeiterzeitung
Hansen: »In einem Land, das Karl Marx zu seinen Nationalhelden zählt« (wie bitte?) »würde man meinen, es gäbe seriöse Versuche, eine linke Zeitung für Arbeiter auf die Beine zu bringen.«

Wieso denn? Wieso sollten die Linken solches versuchen? Der überwiegende Teil der Linken setzt nicht mehr auf Klassenkampf, hat die Arbeiterklasse als „revolutionäres Subjekt“ abgeschrieben. Hat ungeachtet dessen sich allerdings einen Hauch von Ahnung bewahrt, dass „produktiver Arbeiter zu sein, kein Segen, sondern ein Fluch ist“ (Marx). Während die herrschende Schnarchsackpresse glauben machen will, „jede Arbeit ist besser als keine“, „Pest immer noch besser als Cholera“.

Und so ermahnt die Linke mittels moralisch und juristisch mühevoll gedrechselter Appelle den kapitalistischen Staat - mitunter gar das Unternehmertum, bitte, bitte zu berücksichtigen, dass der Arbeiter nicht nur eine betriebswirtschaftliche Kostenstelle, sondern irgendwie auch ein Mensch in Nöten ist. – Verständlich ausgedrückt, auch für Sie lieber Herr Hansen?

Wobei die Haltung der Linken durchaus nachvollziehbar ist: Eine Klasse der Arbeiter, die sich ihrer Stellung in der Gesellschaft, ihrer bescheidenen Lebensperspektive bewusst ist, und dessen, dass dies mit dem glänzenden Antlitz des Kapitalismus zusammenhängt, gibt es schon lange nicht mehr in Deutschland. Dank der Einseiferpartei SPD und dem ihr gleichgeschalteten, staatsverehrenden DGB. Wofür alle, von FAZ bis Die Zeit, die zwei beiden „Arbeitnehmerorganisationen“ kübelweisemit Lob überhäufen.

Die Verachtung der Linken für den einfachen Mann
Hansen:
»Linke Zeitungen in Deutschland werden exklusiv und bewusst für das gehobene Bildungsbürgertum geschrieben. Schon in der gehobenen, intellektuell fast verzweifelt überzogenen Grammatik der meisten Sätze der taz spürt man eine tief sitzende Verachtung für jeden, der kein Abi hat.«

Wohingegen beispielsweise Die Zeit musterhaft alles daran setzt, dass ihre Weisheiten auch dem kleinen Mann von die Straße wie frisch gezapfte Pilsken heruntergehen, oder? Mit anderen Worten: Jede Zeitung, jede, ist auf eine bestimmte Zielgruppe zugeschnitten. Eine Verachtung anderer lässt sich daraus beim schlechtesten Willen nicht herleiten.

Speziell zur taz: Nicht dass ich ein Fan dieser Zeitung des weltretterhaft moralisierenden, besserverdienenden Bildungsbürgertums wäre. Aber eines muss man ihr lassen. Als alternatives Projekt hat sie durch ebenso frische, wie auch präzise Formulierungskunst die angestaubte deutsche Zeitungsschreibkultur aufgemischt. Weshalb ehemalige taz-Redaktöre bei vielen traditionellen Journalen einen besser bezahlten Job gefunden haben. Spricht ein gewisser Neid (Amis nachweislich völlig fremd eigentlich; - eigentlich, eigentlich) aus dieser Passage des Möchtegernsatirikers Herrn Hansen?

Die Linken haben Null Ahnung von der Bildzeitung
Hansen: »Trotzdem scheint der Hass meiner linken Freunde auf diese Zeitung seltsam automatisch. Schon deswegen, weil sie sie ja nicht lesen und so nicht wissen, ob die Bild heute inhaltlich noch rechts steht.«

„Rechts“ steht es allerdings nicht mehr, unser Vierbuchstabenpapier. Warum sollte es auch, wo seit geraumer Zeit – abgesehen von der Linkspartei - sich alles in der Mitte herumdrückt. Konform mit dieser pflegt Bild explizit eine Form des “aggressiven Konformismus“ (Georg Dietz) Langsam drängt sich die Frage auf, wie oft der Durchblicker Hansen Bild gelesen hat. Und wie wenig über diese Perle des deutschen Journalismus.

Wer was gegen Bild hat, der muss ein Linker sein
Hansen: »Wer sich heute als Linker ausweisen will, schimpft auf die Bild-Zeitung, und schon wissen die anderen: Einer von uns!«

Demnach wären verschiedene Fußballforen, einschließlich Mitmenschen wie Jürgen Klinsmann, ausgewiesen links. - Muss aber durchaus nicht, nicht jeder der über Bild ablästert, ist ein Linker. Sprüche wie „Gott weiß alles, Bild weiß mehr“, „Bild sprach als erste mit dem Toten“ kommen aus dem – Volksmund! Generell, man sollte diese Zeitung nicht überschätzen: Ihre Auflage, seit Jahren überproportional geschwunden, beläuft sich auf knapp 2.000.000. Bei weitem nicht jeder pekuniär schwachbrüstige deutsche Haushalt versorgt sich also mit dieser „Arbeiterzeitung“. Auch glaubt nicht jeder Leser alles, was Bild ihrem Publikum unterjubeln will. So. mancher pflegt als Hobby, Bild auf den neuesten Blödsinn zu durchforsten und seine Erkenntnisse Bekannten und Kollegen gegenüber zum Besten zu geben. Erfolglos waren diverse massive Kampagnen des Springerblättchens. Ob bei verschiedenen Wahlkämpfen, oder als sie hysterisch versuchte, Baron Karl-Angeberich von und zu Guttenberg im Amt zu halten, das "Volk" wollte Bilds Anweisungen nicht so recht folgen. Einzelne mediale Organe können allenfalls gesellschaftliche Trends verstärken oder dämpfen. Um einen neuen Trend aber zu setzen, dazu bedarf es schon einer konzertierten Aktion diverser gesellschaftlicher Kräfte.

Die Linke, die Selbstgerechtigkeit in Person

Hansen: »Wenn ich es unbedingt müsste, würde ich den öffentlichen Dialog hierzulande in folgende Schubladen einteilen:

  • Schublade 1: ‘links’, ‘gut’, ‘richtig’ und ‘intelligent’.
  • Schublade 2: ‘rechts’, ‘schlecht’, ‘falsch’, ‘dumm’ und ‘Bild’.
  • Schublade 3: Gibt’s nicht.«

Ausgerechnet die vom Spaltpilz befallene, in herzlicher, wechselseitiger Abneigung sich ergehende Linke soll solchen Klischees huldigen? Na ja.

Weshalb solch Schwachfug Platz in einer gut angesehenen Zeitung findet

Bemerkenswert nun, dieser Hansenartikel stand nicht etwa in Bild, oder sonst einer Springergazette. Sondern in - Die Zeit! http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-04/bild-zeitung-ehrendenkmal-berlin

Da frage ich mich, was aus dieser traditionell sorgfältig recherchierenden, betulichen Studienratszeitung geworden ist, dass sie Schmonzes wie von Herrn Hansen – bei Leibe nicht den ersten von ihm - Raum gibt. Wie sie auch kürzlich beispielsweise diesen Dünnpfiff zu was anners von jemand anners, aber immer gegen die Linke, abgelassen hat: http://www.zeit.de/2013/42/paedophiler-antifaschismus-kindesmissbrauch

Treibt sie die Furcht, die Linke könne angesichts der unübersehbaren Verwerfungen des Kapitalismus – goldenes Zeitalter von Frieden und Wohlstand allseits nach Abdankung des Realen Sozialismus, von wegen - wieder auf die Beine kommen, und reiht sich deshalb in die „Reihe besessener, wirrer Abrechnungen mit den 68ern", wie auch mit den heutigen Linken ein. Durch kaum belegbare, „geschraubte Behauptungen“ (Georg Diez)

Denn eines lässt sich bei aller Nachsicht nun doch nicht übergehen. Inhaltsbezogen hatte unser Herr Hansen als einziges Beispiel für die „gute Seite der Bild“ einen Bericht im Fall Rostock-Lichtenhagen genannt. Hier jedoch in keiner Weise recherchiert, sondern sich eins zurechtphantasiert (s.o.), was ihm auf Niggemeiers Hinweis hin „ziemlich peinlich“ war. Aber weder ihm, noch der Zeit-Redaktion war dieser fette Klops so peinlich, dass der Artikel überarbeitet, zumindest korrigiert worden wäre. http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-04/bild-zeitung-ehrendenkmal-berlin?commentstart=161#cid-3569921 Denn über seine superpfiffige Botschaft, der „Bild-Hass“ der Linken sei ein Ersatz für eigenes Denken, darüber will Hansen partout nicht nachdenken.

Da denke ich mal, hier wollten Herr Hansen und die Zeit-Redaktion ohne große Überlegung – und Fakten hin, Fakten her – den ungeliebten Linken wieder mal was an die Backe kleben, um sie in die Schublade „Widerwärtig und Schwachsinnig“ zu pressen.

-------

Mer werde gewinne

Dank an meine Lectores, meine VfB Oldenburg-Fankumpels "Böller" "Senf".. Besonderer Dank aber an den "Dicken"
11:19 13.05.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Kommentare