RE: Die Trotzbuben der SPD | 10.07.2020 | 09:38

Ganz genau.

Deshalb regt mich eine Figur wie Merz so auf. Hat der Politik den Rücken gekehrt, hat das große Geld gemacht, besitzt zwei Privatflugzeuge etc. Kommt jetzt zurück und wird nicht etwa ausgelacht, nein von seiner "Wirtschaftskompetenz" ist die Rede. Hörigkeit wäre richtiger.

Derweil sitzen Figuren in Ministerien die Untersuchungsausschüsse über sich ergehen lassen und nicht die Charakterstärke haben zurück zu treten. Ein Millionen-Skandal jagt den anderen. Wie will man seinen Kindern noch den Unterschied zwischen Demokratie und Autokratie erklären bei solchen Zuständen. Keinerlei Verantwortung kommt daher, weil es diesen Leuten niemals um etwas anderes ging als um sie selbst. So jemand hat in der Politik nichts verloren, nicht mal im Stadtrat. Die Union ist voll von diesen Typen. Die nächste Charge steht schon bereit zu übernehmen (Amthor).

Zumindest von der SPD wendet sich der Wähler ja immerhin ab bei dem Personal. (35->15%). Für die Demokratie sehe ich schwarz (-grün).

RE: Hymnen und sonst gar nichts | 09.07.2020 | 11:30

"Dabei sollte der kritische Blick auf die Exekutive in einer Demokratie eine Selbstverständlichkeit sein".

Der Satz sagt eigentlich alles. Der "Heimatminister" kann eine Studie nicht von einem Untersuchungsausschuss unterscheiden. Dabei könnte doch selbst diese, wenn sie Jahre später erscheint, wieder verdreht oder unter den Tepich gekehrt werden. Einfach nur ekelhaft der Typ.

Schon die Studie abzulehen zeigt, welch finstere Zustände in den Reihen unserer Polizei herschen müssen. Eine Polizeigewerkschaft (!) warnt derweil dass ohne die Studie schwarze Schafe nur in Schutz genommen würden.

Seehofer geht auf Stimmenfang in rechten Sicherheitskreisen, verhindert gleichzeitig Aufklärung von Fehlverhalten. Eigentlich ist das genau der Markenkern der Union.

RE: Die Trotzbuben der SPD | 09.07.2020 | 11:16

Das Problem ist meiner Meinung nach das Personal insgesamt, welches heute in die Politik geht.

Die wenigsten glauben noch an Ideologien, haben Vorstellungen wie sie die Gesellschaft verändern. Stattdessen steht eigenes Ansehen (oft abhängig vom Gehalt - deshalb die Drehtür) und Macht im Vordergrund.

Ich war mal Praktikant bei einem SPD MdB. Der war "Netzwerker" und das beschreibt eigentlich schon alles. Für den gab es kein, "bis hier her und nicht weiter", oder "dann ohne mich". Generation X.

Prinzipien wenn vorhanden, werden schnell über Bord geworfen. Selbst redet man sich ein dass die eingene politische Leistung "nur ein Marketing Problem" hat.

Oder noch besser: Koalitionspartner ist ja die Union, Sozial geht leider nicht mit denen. Aber ohne die würde die SPD ja so viel gutes Tun. Ja klar, wie bei rot-grün. Harz lässt grüßen.

Mitlerweile kann man sich sogar bewaffnete Kampfdrohen "under Bedingungen" vorstellen. Kaum zu glauben was aus der SPD geworden ist. Brandt rotiert wohl im Grab.

RE: Falsches Signal | 03.07.2020 | 11:57

Ich denke sie haben mit allem Recht was sie sagen. Das Problem ist nur, dass man genau das tun wird. Und nur das. Das Stichwort ist Symbolpolitik.

Ein Wort aus einem Text entfernen um sich dann auf die Schulter zu klopfen und zu sagen: Man habe erfolgreich "Rassismus" in D. bekämpft.

Solange die Debatte über die Sprache in die Länge ziehen bis sich das Interesse der Bevölkerung auf etwas anderes lenkt...

RE: Falsches Signal | 03.07.2020 | 11:39

Endlich stellt das mal jemand klar. Die ganze Debatte um Formulierungen, die Rassismus begünstigen lenkt doch nur vom eingentlichen Problem ab:

-> Dem alltäglichen Rassismus bei unseren Sicherheitskräften, Polizei, Militär, Verwaltung etc.

Ob da irgendwas im Grundgesetz steht interessiert die doch nicht die Bohne. Klassische Symbolpolitik die nichts ändern wird. Schon gar nichts am Mindset derjenigen, die weiterhin aufgrund von Hautfarbe etc. diskriminieren.

Diskriminiert wird aufgrund von Vorurteilen, Hass usw. Das sollte mit Strukturreformen und Richtlinien in der Exekutive bekämpft werden! Traut sich nur keiner, weil es schon systematisch geschieht. Wer es nur zu laut anprangert, bekommt gleich die Wut des "Heimatministers" zu spüren.

RE: Stabile Katastrophe | 01.07.2020 | 14:19

Dieser Artikel ist ein furchtbares Stück Propaganda. Kein Wort zu den Hintergründen des Kriegs. Weglassen oder gleich die Wahrheit verdrehen. Ein paar Stichworte:

"Was als nach Freiheit, Demokratie und Wohlstand strebender Aufstand begann..."

von wem denn ? ein riesiger Teil der kämpfenden dort sind keine Syrer ! Der Wohlstand nach dem gestrebt wird liegt als schwarzes Gold in der Erde.

-> Wer glaubt den Schwachsinn mit den "Menschenrechten" noch seit Libyen?

"Machthaber Assad" :-) kein Kommentar...

"Friedensbringende Uno Ressolutionen scheitern....am bösen Russen und Chinesen". an wem den sonst. Könnte man die UN ja auch als Regime Change Maschine kapern, wie es der "Wertewesten" in Libyen geschafft hat.

"Bis heute ist Syrien auch vollwertiges Mitglied der Vereinten Nationen, Vertreter*innen des Regimes nehmen an Sitzungen teil und leiten Gremien der UN." dann können sie ja ihre Sicht der Dinge darlegen, wie furchtbar !?

"Hinzu kommt, dass Syrien kein Mitglied des Internationalen Strafgerichtshof ist." -> genau wie die U.S.A...die bedrohen sogar deren Richter.

Der Artikel zwischen den Halbwahrheiten schön garniert mit dem schrecklichen Elend des Krieges um die Wut anzufachen.

Wer auch nur ein bisschen über die Ursachen und Hintergründe des Krieges weiß wird übel bei der Lektüre.

Bei den Autoren kann man davon ausgehen das sie es besser wissen, also ist es bewusste Irreführung -> Propaganda.

RE: Gierige Janusköpfe | 27.06.2020 | 13:58

Schon klar, das ist wohl auch richtig das bsp. Merz schlimmer wird, aber der Autor stellt damit auch gleichzeitig Merkel als was besseres hin. Befreit sie von jeder Verantwortung und das regt mich auf.

Man stelle sich die CDU als einen Konzern (bsp Deutsche Bank) vor, wo es so viel Korruption, Untreue, Vetternwirtschaft gibt...Der CEO wäre schon längst raus geflogen und man würde versuchen den Laden zu reformieren.

Tut man es nicht beschägt man das Vertrauen der Menschen in Unternehmen insgesamt.

Bei korrupten Parteien führt das (zurecht) zu Politikverdrossenheit.

RE: Klasse Virus | 26.06.2020 | 14:42

Herje... Ich wollte auf die Benachteiligung von ärmeren Menschen hinweisen und werde wegen dem Begriff "sozial schwach" angegriffen.

"Die sind aber gar nicht schwach". Ja, was Sie nicht sagen. Gut bemerkt.

Gefällt ihnen "weniger zahlungskräftig" ? dann werde ich dass das nächste Mal schreiben....

RE: Ursula von der Leyen öffnete Tür und Tor | 26.06.2020 | 13:28

Das Ergebnis war ja klar. Irgendwo müssen die höheren Rüstungsausgaben die Trump fordert ja hin.

Klar, dass da jeder der kann die Hand aufhällt. Die Union ist wie immer bereit zu geben.

-> Lasst uns doch alles Privatisieren, wird ja viel effizienter....lach. Externe Experten, Berater die machen das doch alles viel besser als der lahme Beamtenstaat. Den kürzen wir klein.

Diese Wahrnehmung hat sich bis jetzt doch nicht geändert!

Zentraler Satz:

"Ursula von der Leyen hätte mit dieser Bilanz niemals in die EU befördert werden dürfen."

-> Ist sie aber. Und zwar zu einem Zeitpunkt als der Untersuchugsauschuss schon geplant war. Schon die kleinsten Zweifel hätten die Beförderung verhindern müssen. Ein Problem weniger in Deutschland für die CDU und fetter Machtgewinn in Brüssel. Win Win.

Als sie dann auch noch ihre Handy Daten gelöscht hat, sollte es allen klar gewesen sein, was für ein Mensch das ist.

RE: Was kannst du für Lieferando-Fahrer tun? | 26.06.2020 | 13:13

Was man für Lieferando Fahrer_innen tun kann ? Nicht mehr da bestellen ! Und das dem Konzern mitteilen.

So hart sich das anhört. Man gibt ja auch den Amazon Austrägern kein "Trinkgeld" um deren mieße Löhne auszugleichen. Ich bestelle einfach nichts mehr bei Amazon.

Der Kunde kauft einfach dort wo die Leute anständig bezahlt/behandelt werden. Oder geht ins Restaurant um die Ecke. Das sollte helfen.