g.t.

Frustrierter Spon-Leser und Forenschreiber "Es gibt Dinge, die wollen wir nur deshalb nicht glauben, weil sie so "unglaublich sind"
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RE: Kalkulierter Irrsinn | 14.04.2018 | 20:35

"Was passiert eigentlich mit dem Sarin bei einem solchen Raketenangriff?"

Ich hoffe und glaube, dass die USA nur behaupten, dass es sich um Chemiewaffenlager und Chemiewaffenforschungseinrichtungen in Homs und in Bagdad gehandelt hat, um den Angriff besser rechtfertigen zu können. Schließlich sind alle syrischen Bestände auch unter Aufsicht vernichtet worden und wenn es Lager geben würde, von denen die USA weiß, dann wäre das längst thematisiert worden.

Ich traue den Politikern und den Militärs in der USA mittlerweile viel zu, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie eine großflächige Vergiftung in diesen Millionenstädten in Kauf nehmen würden. Schon alleine deshalb, weil sie dann befürchten müssten, auch noch den letzten Rest von Zustimmung in der Bevölkerung zu verlieren.

Die Syrer sagen übrigens, es wäre eine Arzneimittelfabrik gewesen, was mir bedeutend glaubhafter vorkommt.

RE: Detektiv Merkel | 22.03.2018 | 16:22

Seit wann benötigt man denn heute noch Beweise, wenn die politischen Widersacher auch mit unbewiesenen Behauptungen und wilden Spekulationen sowie der willfähigen Unterstützung unserer Qualitätsmedien massiv unter Druck gesetzt werden können ;-)

Aber Ironie aus..

Die neue Medienkampagne gegen Russland kam doch diesmal mit Ansage. Lt. einem veröffentlichten Protokoll eines Treffens in dem es um die Aufteilung Syriens ging, sprach David Satterfield (Generaldirektor der Abteilung für Nahostfragen im US-Außenministerium) bereits am 11. Januar 2018 davon, eine neue Medienkampagne gegen Putin zu starten.

Das war aber nur in einem Nebensatz - In dem veröffentlichten Dokument wurden unter anderem auch die (wie ich glaube völkerrechtswidrigen) Ziele der USA bzgl. Syrien sehr deutlich offengelegt.

Der Rubikon berichtete darüber bereits Anfang März - sehr lesenswert!

https://www.rubikon.news/artikel/lasst-uns-syrien-aufteilen

z.B.

"Die neue Syrien-Strategie war im US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsrat beschlossen worden. Vor sechs Wochen informierten die USA dann ihre Verbündeten darüber, welche Ziele sie auf syrischem Territorium verfolgen. Das östliche Territorium soll vom Rest Syriens abgetrennt werden, wofür das Weiße Haus jährlich 4 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stellt. Mit dem Geld soll u.a. eine Grenzschutztruppe ausgebildet werden, die auch die Aufgabe hat, die Dominanz der kurdischen Verbände innerhalb der kämpfenden „Syrischen Demokratischen Kräfte“ zurückzudrängen. Um das zu befördern, sollen Kräfte der syrischen Opposition östlich des Euphrat erschaffen und die Rückkehr der syrischen Armee verhindert werden."

RE: Trump treibt sich in die Enge | 11.08.2017 | 22:43

"So schwer es fällt, die Welt und die USA werden mit einem Nordkorea mit Kernwaffen leben müssen."

Ist das wirklich so? Soweit ich weiß, gilt das Angebot Nordkoreas noch, die Atomwaffentests zu beenden, wenn die USA auf ihre Militärmanöver vor der koreanischen Küste verzichten und einen Friedensvertrag abschließen.

Aber sie haben Recht. Ohne irgendwelche Garantien und Zugeständnissen wird Kim vermutlich nicht auf seine Atomwaffen verzichten. So bescheuert, wie er hier immer dargestellt wird, ist er sicherlich nicht. Und er hat mit Sicherheit auch mitbekommen, was mit Gaddafi passiert ist, nachdem dieser auf sein Atomwaffenprogramm verzichtet hat. Vermutlich stirbt er lieber durch den Einschlag einer nuklearen "Bunker-Buster" der USA als irgendwann aus einem Erdloch gezogen und gepfählt zu werden.
Da die USA es leider ablehnen auf ihre provokanten Militärmanöver zu verzichten, und lieber mit immer mehr Sanktionen die Zivilbevölkerung drangsalieren werden wir mit einem nuklear bewaffneten Nordkorea leben müssen.

RE: „Ich glaube, das war gewollt“ | 10.07.2017 | 19:04

Ich glaube, das war überhaupt nicht nötig. Wenn man Verstöße gegen das Vermummungsverbot als Argument benutzen kann, um auch gegen friedliche Demonstrationen mit Pfefferpray und Wasserwerfern vorzugehen, dann wird es zukünftig vermutlich kaum noch eine Demonstration geben, die ohne Polizeieinsatz an ihrem Ziel ankommt. Das die Demonstration nicht "normal" laufen wird, war aber doch spätestens klar, als sie ohne Auflagen (!) genehmigt wurde, obwohl "angeblich" bis zu 8000 gewaltbereiten Teilnehmern gerechnet wurde. Ich frage mich allerdings ob die Namensgebung der Demo nicht ein bisschen unglücklich gewählt war, wenn man Eskalation vermeiden wollte. Das ist natürlich keine Entschuldigung für diesen Einsatz. Beim Rubikon gibt es einen ausführlichen Bericht von Wolf Wetzel https://www.rubikon.news/artikel/welcome-to-festival-der-demokratie-in-hamburg-anlasslich-des-g20-gipfels Passend dazu ein Statement des anwaltlichen Notdienstes https://www.youtube.com/watch?v=zoApk1lc5-4&app=desktop

RE: Wie lange noch? | 28.05.2017 | 21:34

Es freut mich immer, wenn ich bei ernsten Themen gute Laune verbreiten kann. Allerdings frage ich mich, was die ersten (angeblich positiven) Gespräche aiuf höchster Ebene zwischen Russland und den USA sonst sind, wenn nicht der Versuch die Beziehungen zu verbessern.

Vielleicht nehmen Sie ja die Aussage eines ehemaligen CIA Analysten ernster. Ray McGovern sagte dazu vor kurzem ebenfalls, dass versucht wird, Pläne eine bessere Beziehung zu Russland aufzubauen zu verhindern. Nach seinen Aussagen ist das eine Win-win Situation für das Establishment und das FBI/CIA/NSA "Deep-state " und eine Lose-Lose Situation für Trump.

http://raymcgovern.com/

RE: Wie lange noch? | 26.05.2017 | 20:46

Aversionen gegen Trump kann ich nachvollziehen. Was ich aber nicht verstehe, ist die Tatsache, dass jetzt anscheinend versucht wird, ihn und seine Berater aus dem Amt zu drängen, nur weil sie versucht haben die Beziehungen zu Russland zu verbessern.

Es gibt so viel Kritikwürdiges. Völkerrechtswidrige Bombardierungen von Syrien, Fortsetzung der Drohnenkriege, Waffenlieferungen an Regime wie Saudi-Arabien usw.

Dass ihm jetzt aber ausgerechnet aus seinem Versuch, bessere Beziehungen mit Russland aufzubauen, ein Strick gedreht werden soll finde ich schon bezeichnend. Und dass unsere gesamte Medienlandschaft sich mit darüber aufregt, dass er angeblich irgendwelche dubiosen Geheimnisse verraten hätte (wie anonyme Geheimdienstler behaupten) statt sich über bessere Beziehungen zwischen Russland und den USA zu freuen kann ich nicht verstehen.

Es kommt mir fast vor, als hätte unser Mainstream ein Interesse daran, das russische Feindbild aufrecht zu erhalten. Das kann aber nicht in unserem Interesse sein.

RE: Wie lange noch? | 26.05.2017 | 20:32

Die Frage nach der Demokratie in den USA hat Jimmy Carter bereits wie folgt beantwortet.

"Heute sind wir nur noch eine Oligarchie, mit grenzenloser politischer Bestechung mit dem Grundsatz den Präsidenten zu stellen. Dasselbe gilt für die Gouverneure, Senatoren und Kongressmitglieder.“

weiter:

"Sowohl Demokraten als auch Republikaner sehen dieses unbegrenzt viele Geld als großen Gewinn für sich selbst an."

Das Trump angekündigt hat, dieses (in erster Linie sich selbst bereicherndes) System zu bekämpfen, war meiner Meinung nach einer der Hauptgründe für seine Wahl und ist jetzt sicherlich auch einer der Hauptgründe dafür, dass das gesamte "System" sich offensichtlich gegen ihn verschworen hat.

RE: Die illegalen Kriege der NATO | 24.05.2017 | 16:03

Vielen Dank für den ausführlichen Artikel. Ich sehe das auch so. Leider müssen sich die Verantwortlichen für diese verbrecherischen Kriege immer nur ihrem eigenen Gewissen gegenüber verantworten. Und ob sie so etwas überhaupt besitzen ist fraglich. Bisher habe ich (außer vielleicht bei Schröder oder Powell) kein Zeichen eines Unrechtsbewusstseins entdecken können.

Daher sehe ich auch schwarz für die Zukunft.
Im Moment scheint es so, als spielten einige Nato-Verantwortliche bereits mit den Gedanken an einen Krieg gegen Russland. Die öffentliche Dämonisierung Russlands bzw. Putins läuft ja bereits. Dämonisierungen fremder Staatschefs sind in der Vergangenheit meistens der erste Schritt gewesen, um die Öffentlichkeit von der Notwendigkeit einer "humanitären Intervention" (wie die Angriffskriege gegen fremde Staaten heute gerne genannt werden) zu überzeugen.
Die installierten Raketenabwehrschirme sollen vermutlich nur dazu dienen, einen möglichen Atomkrieg "gewinnbar" zu machen.
Trumps Versuche ein etwas besseres Verhältnis zu Russland aufzubauen werden massiv boykottiert und kosten ihn möglicherweise sein Amt.

Ich frage mich daher, was wir tun können, um hier etwas zu verändern. Die von Ihnen genannten Fakten sind ja kein Geheimnis. Das meiste davon ist sogar bereits bei Wikipedia zu finden. Trotzdem wiederholt sich die Geschichte immer wieder. Diejenigen, die von diesen Kriegen profitieren sind (zusammen mit einer mehr oder weniger loyalen Presse) offensichtlich immer wieder in der Lage, die Stimmung in der Bevölkerung in ihrem Interesse zu beeinflussen.
Umso mehr man sich mit der Thematik beschäftigt, umso frustrierender wird es.

RE: Der Umbau der USA geht voran | 24.05.2017 | 13:50

Sorry - muss natürlich heißen: "Die Wahrheit ist, dass Präsident Trump gute Gründe hatte,..."

Ansonsten muss ich mich beim zweiten Mal lesen auch noch für die etwas holprige Übersetzung entschuldigen - aber es kann ja jeder auch gerne selber im Original lesen.

"Truth is, President Trump had ample reason to be fed up with Mr. Comey, in part for his lack of enthusiasm to investigate actual, provable crimes related to "Russia-gate" — like leaking information from highly sensitive intercepted communications to precipitate the demise of Trump aide Michael Flynn. Mr. Flynn was caught "red-handed," so to speak, talking with Russia's ambassador last December. (In our experience, finding the culprit for that leak should not be very difficult; we suspect Mr. Comey already knows who was responsible.)

In contrast, Mr. Comey evinced strong determination to chase after ties between Russia and the Trump campaign until the cows came home. In the meantime, the investigation (already underway for 10 months) would itself cast doubt on the legitimacy of Mr. Trump's presidency and put the kibosh on plans to forge a more workable relationship with Russia — a win-win for the establishment and the FBI/CIA/NSA "Deep State"; a lose-lose for the president.

Originaltext gibt es auch hier:

http://www.baltimoresun.com/news/opinion/oped/bs-ed-trump-russia-phony-20170517-story.html

RE: Der Umbau der USA geht voran | 24.05.2017 | 13:42

Ray McGovern, ein ehemaliger Geheimdienstanalyst des CIA (er war früher als Senior-Analyst verantwortlich für die Geheimdienstberichte des CIA an den Präsidenten sagt dazu (frei übersetzt):

"Die Wahrheit ist, dass Präsident Trump gute Gründe, das mangelnde Engagement von Herrn Comey satt zu haben, sich um die tatsächlich nachweisbaren Straftaten im Zusammenhang mit dem "Russia Gate" zu kümmern - wie z. B. geleakte Informationen aus hochsensiblen Gesprächen - wie das Gespräch zwischen Flynn und dem russischen Botschafter. (Nach unseren Informationen sollte es nicht schwer sein, den Schuldigen für dieses Leck zu ermitteln, wir vermuten, dass Comey ihn bereits kennt).

Stattdessen versuchte Comey anscheinend bis zum St. Nimmerleinstag Beziehungen zwischen der Trump-Kampagne und Russland zu finden.

In der Zwischenzeit schürt die Untersuchung (sie läuft schon seit 10 Monaten) Zweifel an der Legitimität von Trumps Präsidentschaft und verhindert die Pläne eine bessere Beziehung zu Russland aufzubauen.

Eine Win-win Situation für das Establishment und das FBI/CIA/NSA "Deep-state ", eine Lose-Lose Situation für den Präsidenten.

http://raymcgovern.com/