Was ist sind 3,7 Milliarden Menschen wert ?

Neue Oxfam Studie Der Beitrag ist kein Kommentar, es ist ein Aufruf zu mehr Kritik und zu mehr Widerrede.
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Nur Martin Zips hat sich am Samstag, 23. Jan. 2015 in der SZ zu der Nachricht, dass 62 Menschen soviel besitzen, wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen, in einem ausgiebigen Artikel öffentlich geäußert. Leider nur auf Seite 49 in der Sparte "Gesellschaft"

Warum ist solch eine erschreckende Nachricht fast allen Medien nur eine Randnotiz wert?

Warum ? Wieso ? Wem nützt es? Was wird bezweckt ? Welche Fragen sind nicht opportun ?

Jeder Sowi Student hat(früher) im ersten Semester gelernt, dass solche Fragen das Werkzeug sind, Sachverhalte zu hinterfragen und versteckte Intentionen aufzuzeigen.

Das sol lte auch der Job von Journalisten sein , es gab auch schon Mutige.

Es gibt nicht mehr viel was hinterfragt wird, es wird nur noch selektiert was berichtet werden soll und dann wird meist nur noch berichtet, dass etwas passiert ist.

Wenn uns Medien doch einmal zum "Denken" oder zum Handeln auffordern, dann geht es um Marketing Umfragen, abzustimmen wer aus dem "Dschungelcamp" rausgeschmissen werden soll, oder um pseudo fürsorgliche Fragen wie "sind sie auch der Meinung, dass in der Öffentlichkeit nicht mehr geraucht werden darf?". Bei grundlegenden Fragen, die unsere Lebensbedingungen betreffen, will man nicht, dass wir Anfangen zu denken.

Noch eins, ein kleiner Gedankensprung, aber er passt hierzu - Auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos ist eines der Hauptthemen; Industrie 4.0 . Es geht dabei um künstliche Intelligenz, d. h. um Roboter welche zigtausende Arbeitsplätze vernichten werden. In diesem Zusammenhang schlagen jetzt einige Wirtschaftslenker das bedingungslose Grundeinkommen vor.

Komisch! Vor nicht allzu langer Zeit waren diese Leute noch totale Gegner davon. Warum wohl mit einem mal diese Meinungsänderung? Warum? Wieso?

Könnte Massenarbeitslosigkeit vielleicht den so gern gesehenen sozialen Frieden gefährden und zu einer Systemkrise führen? Arbeitslose können ja nicht mehr konsumieren. Also - bedingungsloses Grundeinkommen- die Regierung (also wir selbst) soll es aber finanzieren.

Laßt uns anfangen endlich kritisch zu "Denken" dafür müssen wir uns aber selbst, unsere Schulen und Universtäten, sowie die staatlichen Administrationen von ökonomisietem Druck befreien. Sorgen wir dafür, dass eine öffentliche Diskussion in Gang kommt in der auch darüber diskutiert werden muß, wie ein zukünftiges Gesellschaftssystem aussehen könnte. Nichts ist für die Ewigkeit!

20:16 24.01.2016
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Geschrieben von

Günter Wucherpfennig

Studium der Geistes- und Sozialwissenschaften
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