guenther sandleben

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RE: Euro-Bonds wären ein Anfang | 21.08.2011 | 01:42

Eine Möglichkeit, die gegenwärtige kapitalistische Krise zu verharmlosen besteht darin, Euro-Bonds als Lösungsmittel anzubieten. Dadurch verschwindet natürlich nicht die Staatsverschuldung; sie wird nur verallgemeinert. Die Ursachen bleiben: Um den Zusammenbruch des kapitalistischen Systems zu verhindern, übernahm der Staat die Risiken der Wirtschaft. Nun droht die eigene Pleite, in der Eurozone, aber auch in den USA, Großbritannien etc. Die nächste Rezession bahnt sich an, mit einer erneuten Verschuldungswelle, die der Staat wohl nicht mehr managen wird. Es ist die kapitalistische Krise selbst, die einem vereinten Europa auf kapitalistischer Grundlage entgegtensteht. Wer ein friedliches, geeintes Europa will, muss über Euro-Bonds hinausdenken. Das kapitalistische System selbst ist das Problem, über das Herr Krätke nachdenken sollte, statt diese Verhältnisse schön zu reden.
Guenther Sandleben