GustavMahler

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RE: Den Banken fehlen Scheine | 26.02.2016 | 22:23

Kommentar 2 Otto-Normalverbraucht ist nicht bekannt, dass innerhalb der EU eine Haftungsunion bei Pleiten für Banken vorgesehen ist. Wer haftet: alle Einleger bei allen Banken. Otto-Normalverbraucher ist auch nicht bekannt, dass seine Einlagen bei seiner Bank nur bis TEU 100 garantiert sind. Geht seine eigene Bank pleite, ist alles über TEU 100 erst einmal grundsätzlich weg. Die Bargeldbegrenzung stellt aus meiner Sicht nur der erste Schritt dar, um ein den nächsten Jahren die Grenze auf null zu stellen. Nur dadurch kann die Haftungsunion wirksam werden. Aller Beteuerungen der Politik zum Trotz. Was solche Aussagen Wert sind, kennen wir ja mittlerweile. Nebenbei liesse sich ja bequem auch Negativzinsen für Guthaben durchsetzen, was bei Bargeld nicht funktionieren würde. Stellt sich jemand wirklich vor, wie eine bargeldlose Wirtschaft funktionieren soll? Die Haftungsprobleme des Einzelnen bei Einsatz einer Bankkarte oder einer Kreditkarte, nachdem wir heute schon über Betrügereien informiert sind? Und, für mich das schwerwiegenste Argument: das eigene Leben wäre ausgebreitet in Kontoauszügen!! Jede Autofahrt (tanken), jede Bahnfahrt (Abfahrtsort/Ankunftsort), Flug, Salamibrötchen wo gekauft etc. etc. Die Überwachung wäre perfekt, ein Chip wäre nicht mehr nötig. Wo bleiben eigentlich die Journalisten, die auf die Gefahren für unsere freiheitliche Gesellschaft hinweisen? Hier gehört laut getrommelt. Sehr laut. Ihr Journalisten seid doch extrem gekniffen. Jeder Eurer Schritte ist nachvollziehbar! Schon bei der Vorratsdatenspeicherung habt Ihr versagt. Ein paar Alibitexte, das war alles. Ihr hättet Gabriel niederschreiben müssen! Kommt Eurer Verantwortung als 4. Gewalt endlich nach. DPA-meldungen abschreiben kann jeder.

RE: Den Banken fehlen Scheine | 26.02.2016 | 21:30

Kommentar 1 Lieber Autor. Versuche doch einmal, die TEU 15 in Berlin auf das Konto Deines Onkels in Düsseldorf einzuzahlen. Viele Banken lehnen mittlerweile die sogenannten "(Bar-)Einzahlungen zugunsten Dritter" ab. Ausweg ist meist nur noch - gg. horrende Gebühren - die Post. Oder, Du zahlst das Geld bei der Bank ein, in der Dein Onkel ein Konto unterhält. In beiden Fällen Ausweisvorlage. Die Banken haben das Geldwäschegesetz umgesetzt und stellen lieber eine Anzeige mehr, als eine zu wenig. Man kann sich ja nachträglich entschuldigen. Ausserdem sind seit Jahren die Kunden längst bekannt, die grosse Bargeldeinzahlungen tätigen (z.B. Autohäuser, Juweliere, Restaurants etc.). Im übrigen fällt jeden Tag eine Zusammenstellung an, in der für Konten sogenannte "übergrosse Habenumsätze" dokumentiert sind. Also Beträge, die über das übliche Maß hinausgehen. Diese Umsätze müssen von Mitarbeitern abgearbeitet werden; ggfls. wird gleich die Geldwäscheabteilung eingeschaltet. Die Firmen (z.B. Juwelieren, Galerien, Autohäuser etc.), die für ihre Dienstleistungen/Waren Bargeld ab TEU 15 entgegennehmen, müssen das Geschäft dokumentieren und sich Ausweise zeigen lassen. Ruckzuck, falls man Dich nicht kennt, hast Du eine Anzeige am Hals. Aber, es gibt natürlich jede Menge Möglichkeiten; die Grauzone. Firmen, die es nicht so genau nehmen und in ihrer Buchhaltung mauscheln. Die würde man treffen, aber nur, wenn gezielte Kontrollen stattfänden (Personal?). Im Grunde funktioniert das Gesetz ganz gut. Gegen die wirklich "Grossen" allerdings nicht. Die haben ihre Mittel und Wege (z.B. Kauf hier, Bezahlung im Ausland; Warenverkehr gegen Scheinrechnungen etc). Würde die Bargeldbegrenzung tatsächlich einen Erfolg haben, so müsste in Italien die Mafia längst ausgetrocknet sein. Ist natürlich nicht der Fall. Insofern sind die Bewegründe (Terrorismusfinanzierung, Kriminalität) für eine Begrenzung in Deutschland nur vorgeschoben bzw. stellen eine quasi Beifangmöglichkeit dar. Warum also jetzt die Begrenzung? weiter siehe Kommentar 2