„wszystko jedno“

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Egal! Oder alles das Gleiche.
Man könnte auch mit Worten des östlichen Nachbarn über den Zustand hier klagen. Das Fluchen klingt länderübergreifend gleich, gefühlsmäßig.

Morgen ist in Bayern frei. Ich nutze den Dienstsitz, um mich vom Acker zu machen, Nord-Thüringen zu beheimaten, werde das Bibliothekenangebot umsetzen, denn hier oder dort ist dies ein Arbeitstag.

30 Jahre Videotext.
Ich erinnere mich an die frühen 8ziger, als über ARD/ZDF zur Mittagszeit ein Videotext-Testprogramm abgestrahlt wurde. Und ewig der Hinweis: "... zum Empfang wird ein Videotext-Dekoder benötigt."
Wie zu lesen ist, haben schon damals die Zeitungsverlage gegen zu viel an Zeitung im Videotext protestiert. Nimmt man eine solche Videotexttafel und vergleicht die mit der heutigen Internetfülle an Müll und Inhalt, fragt man sich, wer schon damals eine "Austastlücke" hatte.

Die Koalition geht am Wochenende in Klausur. Man wird dann auch über "Austastlücken" reden. Manch Mitarbeiter wird fluchen, mit einem „wszystko jedno“ kurz vor der Kapitulation stehen, doch letztendlich wegen der finanziellen Sicherheit, dem Status "Mein Haus! Mein Boot! Mein Pferd!" seinen Job machen.

So läuft das immer, in aller Ewigkeit. Immer machen alle nur ihren Job. Vielleicht ist das die Vorraussetzung, dass immer mal was gegen die Wand fährt, nach dem Fluchen hinter vorgehaltener Hand.

Eigentlich schade, dass nur 2 Bundestagsabgeordnete den Mut hatten, sich auf eine solch unbequeme Schiffstour zu begeben, in diese Unegalität.

http://kyf.net/freitag/img/mdr.gifhttp://kyf.net/freitag/utb.php?d=02.06.2010-1

08:45 02.06.2010
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Geschrieben von

Gustlik

aufgedacht und nachgeschrieben
Gustlik

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