30 Jahre Solidarność - Es gibt kein Weg zurück in Polen

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Man feiert sich... den 30. Jahrestag von Solidarność.
Das tun schließlich auch andere Gewerkschaften und Parteien. Und mit dem Abstand der Jahre werden die Reden immer unwirklicher und die Orden immer schwerer. Mitstreiter wenden sich ab. Das ist dann auch wie überall.

Doch ein Blick zurück ins Warum und ins Wieso ist immer wieder notwendig.

Was will man auch mit einem Sozialismus, der seine Unschuld im Tränengas auf der Strasse verliert, Tod und Erniedrigung bringt, Arbeiter gegen sich aufbringt.

Im Dezember 1970 trat die Wut der Menschen auf die Macht. "Konterrevolution!"








Die Macht hat überlebt, für Jahre. Gomułka ging, Gierek kam, um auch zu scheitern.
Ende der 70er Jahre kam es dann an der polnischen Ostseeküste zu Streiks, die sich nach und nach ausdehnten. Forderungen wurde gestellt, mehr und mehr politische Forderungen.

Ich bin immer wieder "erstaunt", wie ausgiebig damals die Tagesschau über Arbeiter und deren Kampf in Polen berichtet hat.






Höhepunkt des Protestes war am 31.08.1980 die Zulassung einer unabhängigen Gewerkschaft, der die regierende PVAP keine Ziele mehr verordnen konnte.






Das polnische Leben hat sich nun angepasst. Das Land ist westlicher geworden. Und doch ist es anders, geblieben. Die scheinbar allbestimmende Kirche trägt ihren Teil dazu bei, positiv und negativ.

Man kann das Land lieben, wirklich. Die Sprache klingt schön, Solidarität auch!

Geschichte ist eben "na żywo".







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18:28 30.08.2010
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Geschrieben von

Gustlik

aufgedacht und nachgeschrieben
Gustlik

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