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Als RAMBO auf den Leinwänden des Westens für die FREIHEIT und gegen die ROTE GEFAHR abgelichtet wurde, stand das Feindbild noch am Eisernen Vorhang. Als der zur letzten Vorstellung aufgezogen wurde, begann man sich neu zu orientieren. Feinde mussten her...
Als vor Jahren der Film "Im Tal der Wölfe" die Orientierung sabotierte, wollte man diesen verbieten.

Was gerade im Kino und im Fernsehen läuft, richtet sich nach dem D-Day aus Hollywood. Den Rest der Welt, den Rest der Geschichte lassen wir dann mal weg.

Mosfilm, die sowjetische, russische Filmschmiede, hat einen eigenen Kanal auf Youtube eröffnet, um Klassiker in die Welt zu streamen. So findet man dort auch Sergei Bondartschuks "Sie kämpften für die Heimat".

Das deutsche Fernsehen hätte natürlich zum 65. Jahrestag der Befreiung einen Klassiker zeigen können. Das scheint man nur zum D-Day zu machen. Heldengeschichten aus dem Osten will man nicht. Selbst für "Geh und sieh" fand sich keine Zeit im 3. Programm nach 23 Uhr!

Hätte Bondartschuk das ahnen können?

Sein Sohn drehte 2005 "Die neunte Kompanie" und gab einen ungeschönten , schmerzlichen Einblick in das Desaster der Sowjetarmee in Afghanistan. Eigentlich könnte sich hier jeder deutsche Willige einige Wahrheiten besorgen, bevor er versucht sattes Grün in steiniges Grau zu exportieren. Leider gab es auch für diesen Film nur Randgruppenrabatt.

http://kyf.net/freitag/img/abspann.jpg

Seit Sergei hat sich nicht viel geändert, für Fyodor. Abspann.http://kyf.net/freitag/utb.php?d=14.05.2010-1

14:42 14.05.2010
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Geschrieben von

Gustlik

aufgedacht und nachgeschrieben
Gustlik

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