Poeten auf Streife

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In den Kulturhäusern des ostzonalen Randgebietes stieg man ein in den Lift, um mit seiner Stimmung das eigene Hemd in den Schwitzkasten zu legen.

"Am Abend mancher Tage, da stimmt die Welt nicht mehr..."

Es waren die Texte, die die DDR poetisch machten, in den Zwischenräumen, abseits der Trampeltiere. Was über den Zaun geworfen wurde, konnte man aufnehmen, in sich oder auf Kassette. Die Plattenlage war angespannt.
Pink Floyd, Jean Michel Jarre, Tangerine Dream waren unerreichbar. Man wär mit seinen Klamotten im Abschminkzaun hängengeblieben.
Schön, dass die alte Garde der Traummusik überlebt hat und man im Nachwendezirkus ein ruhiges Plätzchen fand, um lebendig dabei zu sein und abzubeißen.

Heute, da alles passt und alles quillt, wünsch ich mir einen Stachelzaun zurück, manchmal. Ich ruf dann bei DT64 an und wünsche mir für den Nachmittag "Hey you" von Pink Floyd. Man muss es nicht verstehen, nur fühlen.

http://kyf.net/freitag/dummy.gifhttp://kyf.net/freitag/img/stacheldraht.jpghttp://kyf.net/freitag/utb.php?d=30.04.2010-1

09:03 30.04.2010
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Geschrieben von

Gustlik

aufgedacht und nachgeschrieben
Gustlik

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rainer-kuehn | Community