Poetensprechstunde bei der Polizei Sachsen

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community


Mit Liebe zur Formulierung schreibt ein Jemand das Elend der Welt in einen Bericht:

    Wenn Taxifahrer „miteinander ringen“

    Die Geschichte ähnelt der einer bekannten Fabel, die in Kindertagen oft erzählt wurde. Es handelt sich um zwei nicht näher namentlich benannte Ziegen, welche sich an einem geheim gehaltenen Ort auf einer Brücke trafen. Die Brücke war sehr schmal gehalten, da das Geld für verkehrsbauliche Maßnahmen auch damals schon recht knapp war. Während nun die eine Ziege die andere anmeckerte, schleunigst Platz zu machen, weil sie zuerst da war, erwiderte die andere Ziege, dass sie für sich das Vorrecht als Ältere zuerst die Brücke zu überqueren, in Anspruch nehmen würde. Es dauerte nicht lange und beide lagen sich in den Hörnern. Sie wälzten sich sogar am Boden weiter, bis beide im Fluss lagen. Die Fabel kann ohne weiteres auch modernisiert vorgetragen werden: Zwei, hier nicht namentlich benannte, Männer trafen sich gestern Abend, gegen 19:45 Uhr, in der sehr schmalen Thomasgasse. Beide sind Taxifahrer und beide wollten am Taxistand auf Kundschaft warten. Dem einen passte wohl die Anwesenheit des anderen nicht, was er ihm auch deutlich zu verstehen gab. Erst meckerte er den 56-Jährigen an, er solle verschwinden, dann schlug er mit der Faust auf das Dach des Taxis und hielt zu allem Überfluss die Tür zu, damit der 56-Jährige nicht aussteigen kann. Später schlug der eine (der zuerst da war) zu und der andere wehrte sich, bis sich beide Männer am Boden wälzten. Erst zwei Passanten und ein weiterer Taxifahrer konnten die „Streithähne“ trennen. Der 56-jährige Klügere gab nach und vermied jede weitere Auseinandersetzung, in deren Folge er dennoch leicht verletzt wurde. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (FiA)

    [siehe Medieninformationen der Polizeidirektion Leipzig]



http://kyf.net/freitag/utb.php?d=21.11.2010-1

12:02 21.11.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Gustlik

aufgedacht und nachgeschrieben
Gustlik

Kommentare