Sie kämpften für die Heimat

Denkmal Они сражались за Родину
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community


Steigt man im sächsischen Grimma aus dem Zug, kommt man am sowjetischen Denkmal vorbei. Dort stand mal ein Panzer, ein T34, der aber vor Jahren schon vom Sockel geholt wurde. Auch sonst schaut es um das Denkmal eher wüst aus. Fast jedes Kriegerdenkmal in Deutschland, dort, wo Schützenvereine und Freunde die Helden und Söhne ehren, wird besser gepflegt.

Zwar wurde mit dem Abzug der GSSD aus dem Osten Deutschlands auch vertraglich geregelt, dass die Denkmäler in einem würdigen Zustand zu bleiben haben, aber wen interessiert das heute noch? Die NATO sollte ja auch nicht ihre Grenzen gen Osten verschieben....

Heute ist Tag der Sowjetarmee. Manch Journalisten muss man heute erklären, dass dort nicht nur Russen, sondern auch viele andere Nationalitäten gedient haben. Sie haben gekämpft und ihren Kopf und ihre Brust hingehalten, um Land und Leute vom deutschen Faschismus und dessen Verbündeten zu befreien.

100tausende sind auch in der Ukraine gefallen, im Kampf um Kiew. Nun werden dort eifrig Denkmale geköpft. Noch gestern wurde in Stryi der Soldat mit dem Kind im Arm vom Sockel geholt.
http://www.stryi.com.ua/images/stories/news/22.02.14/gallery1/2.jpgWir können auch hier davon ausgehen, dass die heutigen Helden der Revolution aus den Reihen der Nationalisten, der UPA, auf den Sockel gehoben werden. So läuft Geschichte...

Überhaupt Geschichte! Haben wir nicht alle mehr oder weniger den Eindruck, dass Geschichte nicht gerade das Hauptfach jener Journalisten war, die heute über Sinn und Unsinn in der Ukraine berichten?

In den folgenden Tagen gibt es Gerichte aus Polen, Rumänien, Ungarn, Bulgarien, Tschechien , der Slowakei, Russland... In der Woche der Waffenbrüderschaft wurde der Speisesaal der NVA (leidvoll Sudwürfel genannt) fast zum Gourmettempel. Vom Geschmack blieb einiges hängen.
Das Wort "Völkerverständigung" ist heute aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verschwunden. Wir leben in einer Zeit, in der politische Geschmacksverstärker uns unter die Nase gerieben werden.

Ich würde gern mal Sergei Bondartschuk fragen...

http://kyf.net/freitag/utb.php?d=23.02.2014

12:48 23.02.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Gustlik

aufgedacht und nachgeschrieben
Gustlik

Kommentare 12

Dieser Kommentar wurde versteckt