unaufgeschrieben und vergessen

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Kinder, unsere, sind genervt, wenn wir "von früher" erzählen wollen. Vor dem Früher http://kyf.net/freitag/img/geschichten.gifliegen die Geschichten, die Erlebnisse von Großeltern, Onkel und Tante. Da werden die Ohren dann doch gespitzt, die Augen blicken nachdenklich und nachfragend den Worten hinterher.
Zu wenig wird erzählt, Erlebnisse aus Krieg, Flucht, Liebe, Hass, dem ersten Nachkriegsfrieden gehen verloren. Dabei wär es doch wichtig zu erfahren, unter welchen Bedingungen Kinder damals geboren, erzogen wurden, um der Billig- und Beliebigkeit der heutigen Zeit zu widerstehen.
Immer mal ein Blick ins Zurück, das hilft, wenn der gestörte Gegenwartszeuge die Nachrichten nicht mehr versteht. Der vielzitierte Zeitzeuge muss aufnotiert werden. Wir sollten mehr nachfragen, uns mit Zettel und Stift, Notebook oder Diktiergerät bemitteln, um die Geschichte und die Geschichten unserer zeitigen Vorläufer unvergessen und nachlesbar und nachhörbar zu machen.
In Anbetracht der technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit passiert zu wenig. Wenn die Schaukel leer ist und kein Kind mehr darauf sitzt, ist es zu spät. Der einfache Guido, ein intensiver Zeitgeist schlummert in jedem von uns.
Wir kennen das... Wir hatten keine Zeit, keine Lust, kein Gerät, um Fotos zu stellen und ärgern uns Jahre später, uns kein Bild mehr machen zu können. Schwarz-weiß würde uns schon reichen, um die Ränder zu färben.

Wir sollten uns ein Bild machen und mehr Geschichte.

http://kyf.net/freitag/utb.php?d=15.01.2010-1

09:36 15.01.2011
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Geschrieben von

Gustlik

aufgedacht und nachgeschrieben
Gustlik

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