Was ist eigentlich mit dem Nachdergrossstadt?

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Laut Forschungsgrüppchen können nur 16,5% der Anwesenden was mit dem Erstenmai anfangen, politisch. Der Rest war mit dem Schiff unterwegs, auf dem Hexentanzplatz oder im Stadion... oder noch besoffen vom Vorabend.
Die politische Landschaft ist doch übersichtlich. Den Rest erklärt uns Urban Priol, der aufgeschäumte Minolpirol.
Die freiuntägliche Tendenz, die Provinz rechts liegen zu lassen und die Großstadt links zu überbloggen, trifft auch für den Mai zu. Wenn in Deutschland was anbrennen soll, dann reicht Köln und Berlin nicht. Das Dorf sollte man mitnehmen auf die Reise! Es soll auch dort Leser des FREITAGs geben, Meinungsmedianten.

Haben wir eigentlich schon den Zustand erreicht, dass bei einer Demo oder Blockade die Zahl der Journalisten, Fotografen, Blogger die Zahl der Nurdemonstranten und Nurblockierer übersteigt?
Es wird nicht mehr lange dauern. Deutschland, das Land der Draufseher, die nebenanstehen. Normalos, so ohne alles, ohne Twitter und Schitter... wird es bald nicht mehr geben. Jeder berichtet über jeden und alles.

Das erinnert mich so etwas an die immer wieder erlebte Gerüchteküche in einer Kleinstadt. Da wird erzählt, was die Fragmente und Zudichtungen hergeben.
Was bleibt vom Blutfleck auf der Umgehungstraße? Eine ganze Schafsherde wurde überfahren. Es war doch nur eine Katze. Eine!

Morgen fahre ich nach Bayern. Noch weniger Revolution. Von einer volksparteilichen Ruhe in die nächste.http://kyf.net/freitag/utb.php?d=01.05.2010-2 Thüringen.

21:38 01.05.2010
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Geschrieben von

Gustlik

aufgedacht und nachgeschrieben
Gustlik

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