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'das große wörterbuch der deutschen sprache' (duden) dokumentiert nachgewiesenermaßen so manches lemma, das entweder gar nicht gebräuchlich ist oder allenfalls regional, doch dudens werden den teufel tun, so ein unchristlich-unabendländisches wort wie dieses ahimsa aufzunehmen.

es steht zwar in jedem ordentlichen konversationslexikon hierzulande, z.b. in: Das grosse (!) Fischer Lexikon in Farbe, 1975:

"[Sanskrit 'Nicht -Verletzen', 'Nicht-Schaden'], Prinzip aller ind. Religionen, bes. der > Dschaina, keine lebenden Wesen zu töten; von > Gandhi zur polit. Moral erhoben." und das wie erwiesen nicht erst seit ein paar jahren; in wikipedia ist es natürlich zu finden, und google meldet 630 000 seiten zum stichwort; aber dudens können es sich bis heute leisten, das lemma zu ignorieren.

der große brockhaus der frühen 50er jahre erklärt:
"[Sanskrit, 'Nichtverletzen'] die, in den ind. Religionen das Grundgebot, kein Lebewesen zu töten oder zu schädigen (daher Ablehnung tier. Nahrung und blutiger Opfer)."
die erklärung ist so knapp, dass sie gut in ein wörterbuch passte, erst recht in ein 'großes'.

doch was zu viel ist, ist zu viel. schließlich könnte das gebot zeigen, wie primitiv dagegen die religionen der hirten aus der ariden zone (wassermangel) (judentum, christentum, islam) und daraus abgeleitet die sogenannte leitkultur der konservativen wirklich immer schon waren und sind (übrigens halten sich nicht alle inder oder anhäger ursprünglich indischer religionen an das höchste gebot).

und das wünschen dudens nicht. bei aller wissenschaftlichkeit muss es grenzen geben für das, was geht oder eben nicht geht. ahimsa geht offensichtlich für unsere aufgeklärten dudenmacher nicht.

albert schweitzer nannte die ahimsa "die absolute ethik".

im westen kam und kommt die sogenannte sekte der quäker ("society of friends") dem ahimsa-gebot am nächsten.

10:03 16.01.2010
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Geschrieben von

h.yuren

buchveröffentlichung 2017, KRAH - das rabentagebuch, 350 S., 8 fotos ISDN 978-3-945265-45-1; Tb. 15,-
h.yuren

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