der neueste scherz der laienspielschar.

unwetterwarnsystem. wie jede/r weiß, hat es in den vergangenen zwei wochen ziemlich heftig gewittert und gegossen, besonders in der südhälfte des landes. die schäden sind beträchtlich.
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bei unwettern gab es hochwasserstände und schlammlawinen. sieben menschen kamen ums leben. das weiß man aus den nachrichten. auch der materielle schaden ist beachtlich. der kann durch die versprechungen der bayrischen politiker nicht so schnell ausgeglichen werden.

das geschehene ist alles andere als ein grund zum scherzen. den grund liefert die laienspieltruppe aus berlin nun nach. es heißt, man werde für die zukunft ein flächendeckendes warnsystem errichten, durch das die bevölkerung vor unwettern rechtzeitig gewarnt werden soll.

wahrscheinlich ist diese ankündigung nur ein alibi für die nicht zu leugnende untätigkeit der amtsträger. man gelobt nun sehr öffentlich besserung, sowas werde nicht wieder vorkommen. zweifel sind sehr angebracht. denn durch ein warnsystem für alle können nicht alle schäden verhindert werden.

brücken, häuser, bäume und straßen können nun mal nicht (auf die schnelle) in sicherheit gebracht werden. überflutete keller und wohnungen werden gleichfalls nicht zu verhindern sein. vorkehrungen zur lebensrettung der bewohner dürften möglich sein. immerhin.

natürlich ist das versprochene warnsystem eine eingebung aus der not. eine verlegenheitslösung. keine wirkliche lösung. der hochwasserschutz, um den sich die laienspieler mogeln möchten, ist nicht mal eben per warnung zu schaffen. echter hochwasserschutz muss viel früher ansetzen, und zwar im gesamten einzugsbereich der flüsse. das kostet ein vielfaches an zeit und geld dessen, was ein warnruf erfordert, obschon auch das warnsystem nicht über nacht aufgebaut werden kann. man wird sehen. das nächste hochwasser kommt ja bestimmt.

18:49 08.06.2016
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Geschrieben von

h.yuren

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h.yuren

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