Menschenrecht und Ökologie

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die zwei kinder der aufklärung und gradmesser neuerer menschwerdung haben eines gemeinsam: die rolle als underdog. das menschenrecht muss genauso gegen gestrige herrschafts- und besitzansprüche erkämpft werden, wie die forderungen der ökologie es müssen.

den menschheitsbewegungen steine in den weg zu legen, ist das höchste ziel der gralshüter alter vorrechte und besitztümer. den umwelt- und menschenrechtsaktivist/innen aber haben die repräsentanten der alten ordnung nichts entgegen zu stellen als die kraftlose propaganda, die zielsetzungen der umwelt- und menschenrechtsbewegung seien radikal und gefährdeten arbeitsplätze. um ihre sandburgen und selbstgeschriebenen gesetze zu verteidigen, berufen sich die apologeten der ungleichheit auf sachzwänge und traditionen. überzeugende argumente, die sachlich stichhaltig wären, stehen ihnen de facto nicht zu gebote.

nur 2 beispiele:

a) folter:

das menschenrecht lässt keine ausnahme zu; regierende reden sich mit notwehr heraus.

b) massentierhaltung:

was ökologisch nicht zu rechtfertigen ist, unverzeihlich aber auch mit blick auf das qualvolle leben der tiere, wird von den besitzern der ställe und ihren beschützern in der politik schlicht aus wettbewerbsgründen für rechtens erklärt.

wenn der alltag auch tausende beispiele hergibt, meist sind die schandtaten verschleiert und verstreut, überdeutlich tritt das parallelphänomen in der extremsituation, im krieg in erscheinung, freilich negativ, denn jeder sogenannte ernstfall ist eine hochzeit der menschenrechtsverletzungen und der umweltzerstörungen.

die erklärung der menschenrechte vor der uno und die fortschritte in der ökologie haben daran nichts geändert. die träger der herrschaftsordnung sind unbeeindruckt. immerhin führen sie seit mindestens 6000 jahren krieg gegen mensch und erde. was sind dagegen schon 200 jahre menschenrechtsidee und 100 jahre ökologie als wissenschaft?

doch der druck im kessel steigt sichtbar.

18:27 28.07.2009
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Geschrieben von

h.yuren

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h.yuren

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