Göttersucher

Am Olymp Es geht dem Ende entgegen
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Der Berg der (historischen) Götter

In der StZ vor kurzem im Reiseteil wurde unser Hotel am Olymp positiv erwähnt. Was da so geschrieben wird, der Kamin macht in echt keinen so berauschenden Eindruck. Aber der Ortslärm ist fern, dafür rauscht das Wasser mit Macht in der Nähe vorbei.

Wir haben sogleich den magischen Ort erwandert, der die "Naturbadewanne" von Zeus sein soll. Ein grosser Reinfall. Kostet aber keinen Eintritt. Keine Fantasie kann hier nachhelfen und ausgleichen.

Immerhin, wir haben einen gewissen Sättigungsgrad erreicht, was die ländliche lokale Küche angeht, fanden wir ein Lokal mit sehr guter ambitionierter griechischer Küche, und auch nicht viel teurer. Wurde im Reiseführer empfohlen.

Selbstverständlich sind wir auch etwas den E4 auf den Olymp gestiegen. Überraschend wenig Betrieb an einem Sonntag. Wir waren geradezu allein, bis ein brauner Hund auftauchte, und ohne Herrchen, also vermutlich Zeus in verwandelter Gestalt. Der Hund versuchte niemand zu begatten, frass nur etwas Gras oder nahm dessen Feuchtigkeit auf. War etwas unklar. Nach einer Weile blieben wir zurück, mussten umkehren. Reicht das nun für ein Erweckungserlebnis?

Nachts rauschte das Wasser, dass sensible Menschen keine Auge zu bekamen, morgens gab es einen Orangensaft, der eine Schande für dieses Land ist. Er schmeckt nach parfümiertem Haarwasser. Aber eine schöne Aussicht, die einen milde stimmt.

Die Griechen dürfen bald wieder wählen. Sollte die Wahl so ausgehen, wie ich befürchte, stellen sich schon ein paar Fragen. Aber dazu dann danach.

15:49 02.06.2019
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