Weihnachten, Liebe

Chance und Change ...
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Ja, ich bin schon in Stimmung. Ich bin nicht zu Hause geblieben und habe die Bahnfahrt keineswegs bereut. Im Gegenteil: selten war es so schön Bahn zu fahren, die Dame und ich alleine im Abteil. Und selbst der Gang in den Speisewagen barg am Ende eine Überraschung, über die wir freilich schweigen, bevor auch hier Söder et.al. ihr Unheil anrichten.

Im Kühlschrank habe ich noch eine halbe Flasche Champagner Taittinger gefunden, ein Schnäppchen übrigens, die Flasche war um 20 € herabgesetzt. Für jemanden, der sonst in der Liga einkauft, wo man in diesem Fall eine Gutschrift mitbekommen hätte, ein echter Gottesbeweis, - ist doch Weihnachten.

Ich lese zu meiner großen Freude in der SZ (online), dass Frau Kwoizalla mit 101 die erste Spritze mit dem Wundermittel bekommen hat. Allergrößte Freude! Vielleicht reicht es ja bis zur nächsten Bundestagswahl. Ob sie sich über eine Rentenerhöhung vor ca. 20-30 Jahren nicht mehr gefreut hätte oder einen anderen Personalschlüssel im Heim oder das Essen? Wir wissen es nicht, hinter ihrer Maske soll ein Lächeln gewesen sein. Wir warten derweil, ob der neue Stoff nicht doch irgendwelche Spätschäden anrichtet.

Aber nicht deswegen suche ich mit etwas Mühe diese Tasten. Nein, ich bin kein Freund der FAZ, aber man muss doch konstatierten, dass dieses Blatt der nationalen Bourgeoisie den einen oder anderen Artikel bringt, der ihr in ferner Zukunft den Ruf retten wird, dass sie nicht nur einseitig berichtet hätte. Sie ist eben souveräner als Provinzblätter (StZ), die sich bei grünen Ministerpräsidenten beliebt machen wollen. Also ein Psychologe durfte dort auf die Folgen dieser Politik hinweisen. Inzwischen pfeifen es die Spatzen aus der Kanalisation, dass die Kollateralschäden schwerer wögen als… Das mag weltweit gelten, aber die dt. Arbeitskraft ist einfach unersetzlich. Das Rad muss rollen, auch wenn es leerläuft. - Ich bin etwas vom Thema abgekommen. Pardon.

Ich habe einen Auftrag. Mein Abonnentin der FAZ hat sich etwas echauffiert. Der Grund ist eine Anzeige in der FAZ.

Zu dieser Anzeige lässt sich viel bemerken; das erste ist, sie füllt eine ganze Seite, auch wenn sie eine Mittelfingerlänge Rand oben, unten, links und rechts lässt.

In der Mitte ist ein Bild. Doch davor, was mag die Anzeige, sie ist nicht die einzige, bedeuten? Sie zeigt einmal dem nationalen Kapital, wer die Hosen anhat. Da kann der Champus noch so reduziert werden, kein SUV oder Porsche oder… kann da mithalten.

Wir sehen eine Frau mit Kopftuch und Maske. Also ähnlich wie ich, nur Kopftuch statt Mütze, ist das eine Art Vollverschleierung. Und die Frau spuckt auf die dt. Vorurteile, und die bornierten Kleinkapitalisten. Ihr Kopftuch stand ihr im Weg, genau genommen ihrer Karriere, die mit einer Ausbildung beginnen sollte. Ihr Vater war enttäuscht, als sie diese aufgab, ihr Übervater vermutlich nicht; freilich ist der Dienstweg einzuhalten. Wenn sich bei dem kleinen Kunstmuseum, in dem ich einmal arbeiten durfte, jemand an eine obere Stelle wandte, bekam der diesen (grünen?) Anschiss: Der Dienstweg ist einzuhalten, also zuerst der unmittelbare Vorgesetzte (Vater), dann erst der Übervater, bei uns ein gewisser Herr K.

(Im Kaiserreich und dem folgenden gab es den Spruch: Wenn das der Kaiser wüsste. Dabei gilt bis heute: er hätte einen darauf gelassen.)

Aber die junge Frau gab nicht auf. Sie hat hart gearbeitet und den Sprung ins Management geschafft. Wir wissen zwar, was heute alles Management ist, aber wir bewundern die junge Frau: Area Managerin. Wir wissen nicht welche area, aber das wäre auch kleinlich. Nun, Frau Hatice, das ist aber nur eine Vermutung, ist weder in der Kommunistischen Partei (ja,ja welche, es gibt keine), noch in der Gewerkschaft, so …, sie hat nur einen Arbeitgeber gefunden, der das mit der Diversität – oder verwechsele ich hier was? - ernst nimmt. Und jedem und jeder eine individuelle Chance gibt.

Nun, wir wünschen uns, dieser Arbeitgeber hätte damals auch Herrn Spahn genommen, was wäre uns erspart geblieben!

Nun, die größten Lumpen haben die dicksten Autos und die größten Anzeigen.

Danke Amazon.



21:48 26.12.2020
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