Zeitungsalgorithmen

Personalprobleme Nach der Schummelsoftware jetzt in D.:
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Ich glaube ja, dass die Auswahl der Artikel und ihre Anordnung in der Online Ausgabe der Stuttgarter Zeitung von einem Algorithmus gesteuert werden, ein ähnlicher, wie der, der, wenn ich im Internet nach einem Rasierer suche, mir anschließend allerhand Rasierer in die Werbung schmuggelt.

Da lese ich, dass sich in Ludwigsburg ein Mann mit Benzin übergossen hat und droht, dieses nun anzuzünden. Ein bisschen weiter unten, aber nicht weit, sehe ich Werbung, die wie ein Artikel aufgemacht ist, für die Aral Komfort Tankkarte. Gibt es hier Zusammenhänge?

Zusammenhänge gibt es natürlich nicht, wenn jetzt Cem Özdemir in dieser Zeitung als Fußball-Fan und Fachmann, wo auch sonst, präsentiert wird. Da kann er unverfänglich weitere Punkte sammeln. Diese Artikel finden sich weit abgesetzt von den sehr beliebten über Schlägereien, keine entgeht diesen investigativen Reportern, Onanisten, auch hier gibt die Zeitung alles, usw.

Der große Bruder dieser Eigentümergemeinschaft kämpft derweil einen zunehmend verzweifelten Kampf für Frau Baerbock. Nach dem geschönten Lebenslauf, dem zusammengeschriebenen Buch, nun die Pleite mit dem Promotionsstipendium. Auch hier ist die SZ voller Sympathie: Viele Doktoranden scheitern. Na und? Und das Geld vom Steuerzahler – war doch gut angelegt für diese Mutti mit Kind…

Ob Frau Baerbock die Königin der grünen Blase ist (siehe die Nachdenkseiten), das wissen wir nicht, aber sie passt doch ausgezeichnet zu den tiefschwarzgrünen SUV-Fahrern in Stuttgart, die den Bahnhof ruiniert haben und jetzt das Kulturleben zu Schaden richten. Auf dass es in größerem, äußerlichem Glanz als renovierte Oper für 1 Milliarde neu auferstehen möge, auf dass ein keiner diktaturgelüste verdächtiger Ministerpräsident seine Autofreunde dort empfangen möge.

Ich selber glaube freilich, dass Frau Baerbock auch nicht schlimmer ist als das Personal in anderen Parteien, sei es CDU (ein Pharmalobbyist als Gesundheitsminister, der Verkehrsminister ein Berater- und Autokonzernförderer usw.), von der SPD schweigen wir lieber, und bei den Linken – nun ja…

Was soll man machen? Wer das Spektakel noch länger genießen will, kann sich impfen lassen und dabei hoffen, dass Obiges eine Ausnahme und auf keinen Fall verallgemeinerbar ist, oder eben auf bessere Zeiten hoffen und das wenige, was man dafür tun kann, machen.

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PS: Man fragt sich, warum die neoliberale kalte Krieger-Lobby keine Bessere(n) findet?!

PS2: Was ich schon immer schrieb, Autofahren bzw. die Autoindustrie produziert mehr Tote als Corona in D., das kann man nun, wenn man verlorene Lebensjahre berechnet, vielleicht überprüfen.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=74018

Bitte Fakten checken! Und wenn der Mathematiker recht hat, sollte man übers Impfen nochmals nachdenken. Auch wenn es für den einen oder anderen zu spät sein sollte. Das Geschäftsmodell trägt weiter.

Und was lernen wir über den Algorithmus? Der hat (schwarzen) Humor aber keine Gnade. Passt irgendwie.

16:50 08.07.2021
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