hammerfakt
19.03.2017 | 22:09 2

"ich bin kein isolationist".

das hat trump der merkel versprochen. was auch immer trump darunter verstehen mag, aber in sachen migrationspolitik hat er in richtung nato-eu-partnern

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied hammerfakt

unmißverständlich verkündet:

"Einwanderung ist ein Privileg, kein Recht"

"Unsere Bürger müssen ohne Frage immer zuerst kommen - und vorrangig geschützt werden (ergänzung von mir)." (Trump: "Einwanderung ist ein Privileg, kein Recht")

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mit dieser gruppenbezogenen menschenfeindlichkeit steht der rechtspopulistische us-präsidialsystemlenker mit einwanderungsgeschichte aber nicht isoliert da. sein nationalistisch-identitärer regierungsstil wird in verschiedenen varianten und politischen konstellationen in europa nicht minder geteilt bzw. praktiziert . in diesem zusammenhang kommt conrad schuhler zu folgender feststellung:

"Protektionismus gepaart mit Ablehnung des Fremden und das Hervorkehren „Das eigene Volk zuerst“ setzen sich in wichtigen kapitalistischen Ländern gegenwärtig durch. Angefangen mit den USA, wo Trump mit „America first“ und offener Diskriminierung ethnischer und sonstiger Minderheiten Stimmung machte und die Wahl gewann. Noch früher fand der Brexit statt, die Mehrheitsentscheidung der Briten für den Austritt aus der EU. Wesentliches Motiv dieses Votums war die Ablehnung der Freizügigkeit von EU-Bürgern im Rahmen der EU und die mögliche Verteilung der Geflüchteten nach einem EU-Schlüssel."(Die Veränderung globaler Machtverhältnisse und wachsende Kriegsgefahr: der Trump-Effekt)

und weiter heißt es an anderer stelle:

"Der Protektionismus des Donald Trump ist eine aggressive Linie entlang der Devise: Der Stärkere bestimmt die Regeln – letztendlich mit seiner militärischen Stärke. Es ist keineswegs so, als wäre Trump eine friedlichere Variante zur Falken-Politik von Hillary Clinton oder Obama. Trump ist ein durch keinerlei demokratische Bremse gehemmter US-Imperialist. In seinem noch sehr spärlichen Regierungsprogramm hat er sowohl die atomare wie die konventionelle Aufrüstung auf die Fahne geschrieben. Die eigene Raketenabwehr will er ausbauen und undurchlässig machen. Er will außenpolitisch nur noch das „Interesse der USA“ vertreten und dies aus einer absoluten Position der militärischen Stärke.(Die Veränderung globaler Machtverhältnisse und wachsende Kriegsgefahr: der Trump-Effekt)

passend dazu: Trumps Politik: Militär; Sicherheit und Mauerbau

apropos mauerbau schlage ich das ikea-modell "börder wål" vor (weniger humorvoll die aktuelle ausschreibung zum bau einer "ästhetisch ansprechenden" mauer)

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abschließend noch der hinweis auf das interview mit dem migrationsforscher jochen oltmer im deutschlandfunk über eu-"mauern" zwecks abschottungspolitik gegenüber flüchtlingen: "Motto: Aus dem Auge, aus dem Sinn"

"Rechtsterrorismus: »Es ist Alarm angesagt«"

"Wo die menschenverachtenden und nationalistischen Töne aus den Mündern seriöser Politiker kommen, in den USA gar vom neuen Präsidenten, wenn sie von vielen Leuten aus der Mitte der Gesellschaft aufgegriffen werden, dürfen sich gewaltbereite Attentäter eingeladen fühlen, in ihrem Tun fortzufahren und die Situation zu eskalieren. Wenn selbst de Maizière von einer »Teilverrohung der Gesellschaft« spricht und – mit Blick auf tatverdächtige Feuerwehrleute und Finanzbeamte – davon, dass selbst »unbescholtene Bürger« zum Brandbeschleuniger greifen, dann, denke ich, ist Alarm angesagt."

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (2)

hammerfakt 20.03.2017 | 08:42

"Saar Koursh, der CEO von Magal, meinte gegenüber Bloomberg, dass das Grenzbefestigungsgeschäft seinen aktuellen Boom unter anderem dem islamistischen Terror verdankt: "Die Welt", so Koursh, "ändert sich - und Grenzen kommen wieder, und zwar ganz gewaltig." Außer in den USA sieht er für seine Firma auch in Europa neue Märkte:"

Ein hoher Kilometerpreis und ein potenzieller Markt in Europa

https://www.heise.de/tp/features/US-Grenzmauer-soll-zwischen-fuenfeinhalb-und-gut-neun-Metern-hoch-werden-3658661.html?seite=2