Zeitenwende: Holzbau statt Stein-auf-Stein

Graue Energie RWE: 118 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr durch Kohlverstromung, Heidelberger Zement 82 Millionen für das Zementbrennen ( 2018): das sagt eigentlich schon alles
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Alle Häuslebauer und Bürohaus-Investoren streben eine gute Wärmedämmung für ihre Projekte an: die Energieverluste durch Heizen und Kühlen und damit die Betriebskosten sollen gering sein. Leider wird aber zum Schaden des Klimas die "Graue Energie" vernachlässigt, also jene Energie, die für die Herstellung der Baumaterialien und deren Antransport zum Bauplatz benötigt wird. Das ist für ein 100-Quadratmeter-Eigenheim bei konventioneller Bauweise laut diverser Internetquellen eine Energiemenge, die bei heutigem Strommix die Freisetzung von 60 bis 100 Tonnen CO2 bedeutet. Um das 1,75-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens einzuhalten, steht jedem Deutschen aber nur ein CO2-Budget von 80 Tonnen bis 2030 zu. Jeder Bauherr müßte also ab Bezug dieser CO2-Ruine auf jede weitere CO2-freisetzende Lebensaktivität verzichten.

Folgerung: innerhalb kurzer Zeit muss im Hochbau verlangt werden, dass nur noch geringe Mengen mineralischen Materials ( einschließlich Baustahl) benutzt werden; das ideale Material ist Holz ( Stenderbauweise etc. ) da es sogar ein negatives "Global warming potential" aufweist durch Binden von CO2 beim Wachsen im Wald. Entsprechende Bauten, auch Vielgeschossige, existieren natürlich bereits.

21:01 15.06.2020
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Geschrieben von

Peterderschreckliche

eckiger Querkopf, jenseits von Gut und Böse
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