hanni

'Heinz Strunk-Karten mindestens 17€? - Nobel-Anarcho'
Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Männer baggern wie blöde | 22.04.2013 | 12:05

JO Schweden ist schon echt goil! Aber trotzdem hat Deutschland eine Kanzlerin und Schweden einen ****-gesteuerten König - und will diesen ja wohl auch behalten.

Vorsicht, Gegenpolemik: Es tut mir leid aber an dieser Stelle lass ich mich nicht von einem Volk belehren, in dem nach meinem persönlichem Erleben bei Douglas die Körperpflege- und Schminkeabteilung für Männer genauso groß ist wie die für die hübschen Schwedinnen.

RE: Die rot-grüne Farm der Tiere | 20.03.2013 | 12:42

Und da wäre es besser weiter Sozialhilfe zu bekommen und gar nicht im Fokus der Agenturen zu sein? Diese Situation wäre doch gänzlich ohne Perspektive. Zu mir: Natürlich hab ich nach dem Abschluss (hoffentlich) finanziell bessere Perspektiven, wenngleich ich sicher erst mit Anfang/Mitte 30 einen halbwegs anständigen Lohn erhalten werde, da bin ich mir sicher - immerhin sind auch die bösen, bourgeoisen Akademiker der Lohndrückerei ausgesetzt. Aber ich stehe zur Zeit im Lebensstandard zurück, um später hoffentlich einen guten Beruf bekommen, der mir ein gutes Leben ermöglicht mit dem ich zufrieden sein kan. Und genau das ist der Punkt. Ich könnte jetzt aufhören mit dem Studium und als Ungelernter zu geringen Stundenlohn zwar, aber dennoch (in meinem Verhältnis) viel Geld verdienen - deutlich mehr als ich jetzt zur Verfügung habe. Dann werde ich krank, entlassen oder was weis ich. Immerhin bekäme ich dann noch etwas ALG I und nach einem Jahr II. Und ich hätte mich selbst in eine perspektivlose Situation manövriert, wenngleich ich für die Umstände (Krankheit o.ä.) nichts kann, da ich zu einer Zeit als es mir offen stand meine Ressourcen nicht besser ausgeschöpft gehabt hätte. An der Stelle hilft in Deutschland dann eben der Staat - aber ich glaub nicht, das ich mit z.B. 10 Jahren unqualifizerter Arbeit soviel eingezahlt hätte, dass ich lebenslang einen z.B. 500€ ALG II Satz eingebracht hätte. Außerdem wäre dann mein ALG II Satz (da kommt ja noch Miete dazu!!! also wären das dann ca. 800€) wohl höher als mein sonstiges Monatsverdienst. Klar muss eine Solidargesellschaft helfen, aber eben im Verhältnis. Und soviel mehr kommt durch Vermögens-, Reichen- und Transaktionssteuer nicht rein. Diese Mittel sollten lieber in staatliche Einstellungsprogramme gesteckt werden und bei staatlichen Behörden einen Mindestlohn von möglichst 10 wahrscheinlich aber eher 8€ etablieren und vor allem Bildungseinrichtung aller Colleur personell besser aufstellen.

RE: Die rot-grüne Farm der Tiere | 17.03.2013 | 23:26

Natürlich hoffe ich auf Besserung dieser Situation. Und durch meine Kontakte, die ich während meiner unbezahlten Tätigkeiten (Musik/Jugendarbeit) kennengelernt habe, stehen mir auch wahrscheinlich Möglichkeiten offen. Sich in diese oder ähnliche ehrenamtliche Beschäftigung zu begeben steht aber doch auch anderen offen.

Die Frage ob es auch in Zukunft weniger Arbeit in Deutschland gibt als Arbeitskräfte ist fraglich. Und ein gewisser Anteil an nicht wirklich beeinträchtigten Menschen, die sich aber nicht betätigen bleibt jedoch. Das stimmt. Das ehrenamtliche Arbeit, familiäre Aufgaben u.ä. mehr gewürdigt werden sollte ist unbestritten. Um das zu finanzieren werden und sollten an der richtigen Stelle auch vermehrt wohlhabende zur Verantwortung gezogen (werden). Allerdings ist der Einkommenssteuersatz besonders für Inhaber kleine Betriebe nicht unbedingt gering.

RE: Die rot-grüne Farm der Tiere | 17.03.2013 | 13:56

Ich kann es drehen und wenden wie ich will. Ich bin Student und lebe nach Abzug der Miete von weniger als 300€ und damit deutlich unter dem Hartz 4-Satz. Gelegentlich schaffe ich es im Sommer mit 5€ die Stunde für sehr simple Jobs als Bierzapfer mein Budget aufzubessern, wovon ich mir dann vllt, mal eine Urlaubsreise gönne. Ich sehe schlicht und einfach nicht, was an dieser Grundsicherung die sogar geringer ist als die eines nicht Arbeitenden und auch sonst wohl eher wenig Aktiven so schlimm ist. Wenn ich mir etwas mehr gönnen will, geh ich arbeiten in Minijobs (s.o.). Bitte um Aufklärung! Ansonsten versteh ich schon die Bedeutung der Menschen als Konsumenten für die Volkswirtschaft und bin daher auch für einen Mindestlohn von 10€. Aber eben einen Lohn für Arbeit.

RE: Warum die SPD für mich wählbar ist | 17.03.2013 | 13:44

...und es macht sehr wohl einen Unterschied. Auch Schröder hat Deutschland gesellschaftlich und wirtschaftlich durch entscheidende progressive Impulse (anerkannte Lebenspartnerschaften, doppelte Staatsbürgerschaft, Atomausstieg, EEG etc.) fortschrittlicher gemacht hat (von Brandt nicht zu reden). Und auch ging er Reformen an, die zwar nicht gut ausgearbeitet waren, die aber zumindest auf internationale Entwicklungen (siehe neuer Armutsbericht der UN - wachsende Potenz der BRIC -Marginalisierung des Nordens bis 2050) reagierte. BKin Merkel dagegen hätte schon 2008 die deutsche Wirtschaft in den Ruin getrieben, wenn die SPD nicht das Kurzarbeitergeld durchgesetzt hätte. Ihre ganze Verderbtheit in Form von ausschließlich lobbyhöriger Politik, gelegentlich aufgefangen durch populistische und undurchdachte bzw. absichtlich scheiternde Maßnahmen (Praxisgebühr/"Energiewende") und vor allem durch Stammtischparolen, zeigt sich seit 4 Jahren. Dabei fungiert die FDP nicht als tonangebende Kraft, sondern lediglich als Substrat ihrer neokonservativer Politik, deren unbedingte Apologetin Merkel ist. Ihre falsche Weltsicht, die Deutschland mehrfach ruiniert hätte, will sie jetzt auf Europa übertragen. Das Tragische ist, dass ohne die SPD-Reformen Merkels Deutschland nie in der starken Position wäre, in der es jetzt ist. Für den Wähler ist dies nicht zu erkennen und die deutsche Linke, kann den Sozis nicht verzeihen, dass sie Deutschland vor dem Schicksal Frankreichs bewahrt haben. Daher wird nach wie vor mit Kanonen auf den einzigen Partner mit Machtoptionen geschossen und völlig falsche Parolen ala es macht keinen Unterschied rausposaunt. Das ist im Übrigen wohl das beste, was Merkel passieren kann und am Ende bleibt sie Kanzlerin und wenns Dicke kommt sogar weiter Schwarz-gelb. Dann sagt sie leise: Danke Linke.

RE: Kaum eine mag Peer | 30.10.2012 | 18:33

Zumal es, siehe Europa-, Umwelt- oder Familienpolitik, merkliche Unterschiede gibt.

Ein deutliches Wort in Richtung Steuerschlupflöcher ist nicht unbedingt unangebracht, um ein direktes Bsp. aus dem Text zu fischen. und die Angst vor Deutlichkeit ist auch bei keiner der linkeren Parteien auszumachen - Angst vor Deutlichkeit braucht nur der der sie meidet - siehe Mutti.

RE: Kaum eine mag Peer | 30.10.2012 | 18:13

Es stellt sich die Frage ob Teile der gespaltenen Linken nicht letztlich ganz froh über einen rechten SPD-Kandidaten sind. Gerade das Bsp Hannelore Kraft (die ja selbst ausgeschlossen hat zu kandidieren, trotz zahlreicher Möglichkeiten) in NRW hat ja gezeigt wohin gerade die Linke steuert, wenn sie auch nur peripher in Verantwortung steht und damit nicht klug umgeht - in die Bedeutungslosigkeit. Durch Steinbrück ist das (von beiden Seiten verhinderte) rot-grün-rote Bündnis äußerst unwahrscheinlich. Die Reaktion, deshalb die CDU (durch Liebe-Mutti-Zuschreibung) indirekt zu supporten um der SPD zu schaden, ist auf den ersten Blick irgenwie gehässig.

RE: Der Ton macht die Musik | 27.03.2012 | 22:51

Also, ich kaufe die Songs die mir gefallen bei Amazon/iTunes und ich habe eine Musiksammlung. Ich höre Radio und auch youtube, wenn ein Freund eine Empfehlung hat. Ich vergleiche Radio und youtube eher als den CD/Musikmarkt und Youtube.
Was ich meine ist, das Musik heute Information (in mp3-form) ist und Informationsfluss lässt sich nicht aufhalten. Das ist so.
Daher muss die Initiative in Richtung neuer Wege der Vergütung gehen - warum nicht die GEZ fürs internetfähige Geräte dafür nutzen, anstatt für das Volksfest des MDR. Es gibt also längst eine Kulturpauschale. Zudem rücken so Liveauftritte in den Vordergrund - für die vielen kleinen Bands meist sowieso der erste und für viele große dieser Tage der profitabelste Weg um sich die indie-rock'n roll-Mark zu verdienen. Recht hat Sven Regener, wenn er anmahnt, dass etwa youtube (also Google) eine Form der Vergütung finden muss - wenn sich am jetzigen Musiksystem nichts ändert. (Gibt es ab einer gewissen Klickzahl nicht auch Geld von Youtube?)

RE: Kleines Land, großes Signal | 27.03.2012 | 22:32

nachdem ich nochmal etwas zeitlichen Abstand bekommen hab, doch noch eine Anmerkung auf Wesentlicheres als die Piraten (schon alleine die Spitzenkandidatin..o_o..).
Modell Karrenbauer - nix wirklich machen wollen, Bürgernähe durch Einkaufswagen heucheln und Frau sein (ohne emanzipierte Politik zu machen) um noch mal 3% zu erhaschen - längst Merkelkurs, hat ja auch nur eher aus Versehen den Wunschpartner ins Regierungsboot holen müssen.
Die SPD hat trotz aller ihrer histor. begründeten Abgängerparteien 30% und ist eindeutig stärkste Kraft im progressiven Lager. Wenn Maas Eier hätte, müsste er trotz Lafontaine zugreifen. Auf der anderen Seite kann ich auch verstehen, dass die SPD im Saarland arge Probleme mit ihm hat - zumal Lafo selbst am Wahlabend beinah nur Bundesthemen als Gründe für die Zusammenarbeit genannt hat. Und mit einer Partei, die applaudiert wenn man schlechter abschneidet, würde ich auch nicht zusammen arbeiten wollen. Themen/Eckpunkte der 'fortschrittlichen Zusammenarbeit' von rot-rot wären ähnlich wie in Berlin arg begrenzt. Am Ende tut die SPD der LINKEN einen großen Gefallen. Schwierig ist schwarz-rot vor allem für den Bundesrat nach 2013, wenn Frau Kraft regiert.

RE: Der Ton macht die Musik | 27.03.2012 | 22:03

"...dass sich die Entwicklung sowieso nicht mehr zurückdrehen..."
und das reicht eigtl schon. Es geht hier noch nicht mal um recht haben oder nicht, es geht einfach darum, dass es so ist. Und wenn die Branche klug wäre, würde sie darauf reagieren und nicht jammern (bei gleichzeitig immer noch akzeptablen Gewinnen). Wie wäre es mit klug ausgetüftelten Musikflatrates (der Label, ohne das der Künstler direkt betroffen wäre) auf freien Märkten, die sich gegenseitig in Wettkampf befänden (Mobilfunkbranche außerhalb Dtl. als Anschauung) oder generell einer Kulturabgabe zum Internetpreis dazu und einer anhand Klicksanzahl festgemachten Vergütung direkt! an den Künstler, ohne zwischengeschaltete Plattenfirma. Es gibt sicher noch mehr und viel klügere Ideen. Sven Regener redet hier nur der Musikindustrie des 20. Jhd. das Wort. Doch auch viele Künstler sind für neue Ideen in der Musikvermarktung. Und wenn man bedenkt, dass Amazon sich schon auf Verhandlungen mit Megaupload (also Videovermarktung) befand, zeigt das nur, wie gestrig diese Aussage in der Musikbranche ist. Außerdem, ist über Itunes und Amazon längst eine Musikvermarktung im Netz etabliert.
Letztlich muss sich Herr Regener nicht ärgern. Mein Vater kauft sich immer noch seine CData und repräsentiert damit wohl das Gros seiner Hörer (sowohl in der Altersstruktur als auch im Kaufverhalten). Und wenn Herr Regener und seine Freunde sich durchsetzen, dann möchte ich aber von ihm verhaftet sein!