Hans-Joachim

Ich bin Rentner, habe früher in der EDV gearbeitet und bin wirtschaftspolitisch interessiert.
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RE: Günter Amendt, 1939–2011 | 13.06.2011 | 10:48

Vielen Dank, Frau Baureithel, für Ihre Antwort. Nun muss ich mal bei der anderen Zeitung nachfragen, ob sie vielleicht eine falsche Fährte gelegt hat. Bei Gelegenheit berichte ich wieder.
MfG Hans-Joachim

RE: Günter Amendt, 1939–2011 | 20.05.2011 | 19:36

Ich hätte gern gewusst, ob Sie genügend recherchiert haben, um festzustellen, dass der Autofahrer, durch den Amendt ums Leben gekommen ist, bekifft war. Es gibt andere Meinungen. Ich würde mich freuen, wenn Sie Stellung nehmen würden. MfG Hans-Joachim

RE: Skandalöse Rezensionspraktiken im Fall Christa Wolf | 27.09.2010 | 18:14

Ist doch egal, wer zuerst rezensiert! Ich jedenfalls habe selbstverständlich Christa Wolfs neues Buch zuerst gelesen, bevor ich mich an die verschiedenen Rezensionen machte, die im übrigen sprachlich und literarisch nicht annähernd an Christa Wolf heranreichen. Was mich an den Rezensionen vor allem interessierte, mit welchen Intentionen die einzelnen großen Zeitungen an dieses Buch heran gehen, ob sich im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte etwas geändert hat. Nein, es hat sich nichts geändert. Insofern wurden meine Erwartungen an die Buchbesprechungen nicht enttäuscht. Die Zeit macht, etwas gemildert, im gleichen Stil weiter, wie sie ihren Kampf um die Meinungsführerschaft bei der deutschen Intelligenz vor knapp 20 Jahren gegen die FAZ mit ihrer Häme gegen Christa Wolf führte und verlor. Der Freitag hat zum Glück eine renomierte Persönlichkeit gefunden, Christa Wolfs Roman zu besprechen. Und die FAZ geht das ganze eher kühl an. Hans-Joachim

RE: Mut von der Kanzel | 11.01.2010 | 12:07

Gut, dass Frau Margot Käßmann deutliche Worte zum Krieg in Afghanistan gefunden und ihre Kritik daran ausgesprochen hat. Dass sie einen empfindlichen Nerv bei Regierung und ihren Anhängseln, z. B. meinungsführenden Presseorganen, getroffen hat, zeigen die Kritiken, die man teilweise von beleidigt bis wütend klassifizieren kann. Endlich kam von der Kanzel ein gutes Wort, das den Mächtigen, die nicht nur in dieser Frage der Mehrheitsmeinung in der deutschen Bevölkerung zuwiderhandelt, immerhin zu denken gibt. Daraus abzuleitende Handlungen dauern dann sowieso immer etwas länger, wenn sie überhaupt erfolgen.

Aber was Herrn Friedrich Schorlemmer dazu bewegt hat, festzustellen, dass der Ort, an dem Frau Käßmann ihre Predigt gehalten hat, doch gerade am besten geeignet gewesen sein soll, ist nicht nachvollziehbar. Der Ort Dresden nämlich sei, so Schorlemmer, ein Beispiel für eine im Krieg sinnlos zerstörte Stadt. Ich möchte nicht in die Diskussion eintreten, ob die Bombardierung Dresdens sinnvoll oder sinnlos war. Im Nachhinein lässt sich trefflich darüber streiten. Die Alliierten waren der Meinung, Dresden zu bombardieren, und so haben sie es getan. Und wir Deutschen sollten nun wirklich die Letzten sein, die darüber zu jammern haben. Denn vielleicht wäre ein anderer Ort für die Predigt Käßmanns, Schorlemmer folgend, wirklich geeigneter gewesen, z. B. Leningrad, wo die deutschen Soldaten den Hungertod von vielleicht einer Million Menschen bewusst verursacht haben, oder Warschau, keine deutsche Stadt ist dermaßen zerstört worden wie Polens Hauptstadt, oder Kiew oder Guernica oder oder oder.
Hans-Joachim Joergens

RE: Denker im Niemandsland | 12.03.2009 | 15:53

Zu den Kommentaren von knorpeli und Jakob Augstein möchte ich folgendes ergänzen:
Zunächst was die "gründliche ökonomische Alphabetisierung der abhängig Beschäftigten" betrifft. Ich wäre mit dieser Formulierung etwas vorsichtiger. Ich glaube, dass die ArbeitnehmerInnen ihr Alphabet sehr wohl gelernt haben. Es mag nicht ganz den Vorstellungen linker Wortführer entsprechen. Aber es entspricht sicher den Erforderunissen dieser abhängig Beschäftigten momentan, das Hemd ist ihnen halt näher als der Rock und das große Ganze kommt später dran. Im letzten Jahr bei der Tarifauseinandersetzung in NRW hat man mir erzählt, dass die Belegschaften durchaus nicht im erforderlichen Maße bereit waren, die Warnstreiks zu unterstützen, weswegen die Gewerkschaften froh waren, wenigstens eine morderate Tariferhöhung erstritten zu haben. Mehr war wohl nicht drin, bei den abängig Beschäftigten. Aber beim Bodenpersonal der Lufthansa wäre doch sicher mehr drin gewesen, wo doch die Warnstreiks massiv unterstützt worden waren. Und wir werden sehen, wer nun bei der Tarifauseinandersettzung der öffentlichen Hand in Bayern zuerst einknickt. Die Warnstreiks waren doch erfolgreich und nun läuft die Urabstimmung und man erwartet große Zustimmung.
Und was das schwindende Vertrauen der Gewerkschaften bei den ArbeitnehmerInnen betrifft, das kann man leider ganz gut an den schwindenden Mitgliederzahlen ablesen. Es ist traurig, aber wie gesagt, auch dem Arbeitnehmer ist das Hemd näher als der Rock und wie's mit dem großen Ganzen aussieht, sehen wir später mal.
Mit freundlichen Grüßen

RE: Denker im Niemandsland | 10.03.2009 | 17:43

Sehr geehrter Herr Fülberth,
Sie sind mir seit eh und jeh bekannt als jemand, der die Situation klar, kundig und verständlich kommentiert. Nun hätte ich gerne von Ihnen eine Erklärung für den mir merkwürdig erscheinenden Umstand, dass derzeit die Gewerksschaften bei ihren Tarifkompromissen ziemlich moderat agieren. Wann, wenn nicht jetzt, ist die Zeit für höhere Forderungen, die mit massivem Druck der Straße durchzusetzen sind. Alle sonst üblichen Maßhalteappelle der Arbeitgeberverbände und ihrer Medien müßten doch an dem Gelächter der ArbeitnehmerInnen jämmerlich scheitern. Die gesamte Arbeitgeberideologie steht doch zur Zeit mit dem Rücken an der Wand. Wann, wenn nicht jetzt, müßten die Taschen der ArbeitnehmerInnen kräftig gefüllt werden, einmal um den Konsum zu stützen und zum anderen um gewappnet zu sein, wenn die Krise nun wirklich über uns hereinbricht. Also, wie gesagt, ich verstehe die gewerkschaftliche Zurückhaltung nicht. Bei den Warnstreiks hat es sich doch gezeigt, dass die Leute bereit sind.
Mit freundlichem Gruß Hans-Joachim Joergens

RE: Fasst die Piraten der Geldmeere! | 13.02.2009 | 18:13

Mir ist es ziemlich egal, wie die Leute, die Geld haben, um ihr Geld gebracht werden, ob im Spielcasino oder bei Immobilienspekulationen, und mir ist es ziemlich egal, ob es da Regeln gibt oder nicht. Wenn jemand für sein wo auch immer angelegtes Geld mehr als 5 % Dividende erwartet oder gar bekommt, muss doch wissen, dass diese Prozentsätze nichts mit der normalen Realität eines normal situierten Bürgers zu tun hat..
Nun aber, wo alle um die sogenannte Finanzkrise jammern und der Staat die Banken mit großen Summen liquide halten, sollten die normalen Bürger ihren Forderungen nach einem angemessenen Mindestlohn, nach einer normalen und den Lebensunterhalt finanzierbaren Grundsicherung und nach qualifizierten Tariferhöhungen ganz massiv Nachdruck verleihen. Jetzt, wo die Milliarden nur so sprudeln, muss doch auch etwas für die Ärmsten abfallen. Kein Kind darf in Armut aufwachsen!
Hans-Joachim