Kriegstreiber beim Namen nennen

Kriegshetze Von deutschem Boden soll nie wieder ein Krieg ausgehen! Das gilt auch für Kriegshetze.
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Ich beginne hier mal eine Liste von aktuellen deutschen Kriegstreibern und -hetzern, soweit ich das mitbekomme:

- Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Philipp Mißfelder (CDU), hat Überlegungen des französischen Präsidenten Francois Hollande zu einer Militärintervention in Syrien begrüßt. „Die Vereinten Nationen (UN) haben die gemeinsame Verpflichtung, die Zivilbevölkkerung zu schützen“, sagte Mißfelder dem Tagesspiegel und verwies auf die Selbstverpflichtung der UN zum Schutz von bedrohter Zivilbevölkerung („Responsibility to protect“).
„Deshalb wäre ein durchdachter Militäreinsatz überlegenswert oder eine robuste Ergänzung der Beobachter“, meinte der Politiker. (Quelle: Tagesspiegel vom 31. Mai 2012)

- "Am 1. Juni veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung (SZ) einen Gastbeitrag unter dem Titel „Für eine realistische deutsche Sicherheitspolitik“. Der Artikel plädiert für die Beteiligung der deutschen Marine an einer Militärintervention in Syrien.
Der Autor, Thomas Speckmann, Dozent für Politische Wissenschaft und Soziologie an der Universität Bonn, ... plädiert seit längerem dafür, dass vor allem die Marine eine zentrale Rolle bei künftigen Militärinterventionen spielen solle. ..." (Quelle: World Socialist Website, 8. Juni 2012; der SZ-Beitrag ist leider nicht online)
Siehe auch: "Die Marine als deutscher Beitrag bei Nato-Einsätze" (Quelle: WELT online, 18. Oktober 2011)

- In der ARD-Sendung "Anne Will" am 6. Juni 2012 unter dem suggestiven Titel "Assad lässt Kinder töten - wie lange wollen wir noch zuschauen?" (siehe Kommentare) spricht BILD-Reporter Julian Reichelt "klar FÜR eine Militärintervention ausspricht. An einem Eingriff 'führt kein Weg vorbei', sagt Reichelt, der als Kriegsreporter 2011 den Wechsel in Libyen erlebte und der im Januar in Syrien war. ... Militärisches Eingreifen solle nicht 'an Kosten aufgehängt werden. Sonst stehen wir in zehn Jahren da wie nach Srebrenica, und sagen, hätten wir bloß was getan'." (Quelle: BILD online vom 7. Juni 2012)

- Bundeswehr-Historiker Michael Wolffsohn fordert, dass für Syriens Zivilisten Schutzzonen eingerichtet werden. Und die Rebellen sollen vom Ausland «massiv bewaffnet» werden. (Quelle: Tagesanzeiger, 8. Juni 2012)

Die Liste wird laufend ergänzt.

aktualisiert 10.6.12, 20.50 Uhr

13:43 08.06.2012
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