Hans Springstein
26.11.2011 | 18:56 4

Nachdenkliches von Todenhöfer zu Syrien

Syrien Wie schon bei Libyen gilt auch bei Syrien, dass nichts so einseitig und einfach ist, wie es scheint und uns dargestellt wird von den Konzernmedien.

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Hans Springstein

Diese liefern dankenswerterweise immer wieder Gegenbeispiele zu der sonst üblichen Propaganda, so die Berliner Zeitung an diesem Wochenende mit einem Beitrag von Jürgen Todenhöfer zu Syrien. Interessant ist unter anderem diese Passage in dem Text: "Die bewaffneten Aufständischen operierten im Stil von Guerilla-Kommandos, sagen unsere Gesprächspartner. Sie töteten nicht nur Soldaten und Polizisten, sondern gezielt auch Zivilisten. Es sind vor allem Alawiten. Aber auch Christen. Fast jeder in Homs kenne derartige Fälle. Die Behauptung, sie schützten Demonstranten, sei ein Vorwand. Ihr Ziel sei die Eskalation des Konflikts, das Chaos. Niemand wisse genau, von wem sie gesteuert werden."

Nachtrag vom 27.11.11: Es gibt einen Hinweis, woher die bewaffneten Aufständischen kommen, die laut Todenhöfer von der syrischen Opposition nicht gewollt sind: "USA schickten Terroristen nach Syrien", meldet die Agentur IRIB.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (4)

Avatar
asteuerknecht 27.11.2011 | 23:32

Zeitleser schrieb am 26.11.2011 um 19:36
Die Vermutung, dass das Volk gut ist, ist ebenso naiv wie die Vermutung, dass die Obrigkeit gut ist. Wir leben immer noch in einem vor-skeptischen Gefühlszustand.

Das sehe ich genauso.
Wer ist den das Volk in Syrien?
Das sind die Bürgerkriegsparteien!
Auf der einen Seite die Islamisten und auf der anderen die westlich orientierten.
Die Obrigkeit ist immer jene, die gerade gewonnen haben.

Bürgerkrieg über Jahrzehnte, nicht nur in Syrien, ist in allen islamischen Staaten von Marokko bis nach Indonesien leider vorprogrammiert.

Deshalb sollten wir uns (EU, NATO, Westen) da heraushalten!
Die müssen sich selber finden mit Reformen für den Islam usw..
So wie auch in Europa viele Kriege, besonders der 30jährige, religiöse Reformen geebnet hatten.