Hans Springstein
16.12.2016 | 13:39 24

Nachrichtenmosaik Aleppo Folge 2

Syrien/Aleppo Aus gegebenem Anlass ein neues Nachrichtenmosaik zu Aleppo, als Beitrag gegen die allgemeine politische und mediale Amnesie bei dem Thema

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Hans Springstein

"Karin Leukefeld zu türkischen und US-Truppen in Syrien: "Das ist eine militärische Intervention"
Die Journalistin Karin Leukefeld berichtet direkt aus Aleppo über den Krieg in Syrien. Die deutschen Medien berichten gleichlautend und einseitig über Syrien, so die einzige deutsche Korrespondentin im Kriegsgebiet. Mit RT Deutsch spricht sie über die Bevölkerung in Aleppo und die schwierigen Fronten in Syrien. ..." (RT deutsch, 25.8.16)

• "Wieder Leben in Aleppo
Alltag kehrt in die umkämpfte Stadt zurück, und die Einwohner sehen zuversichtlich in die Zukunft
Von Karin Leukefeld, Aleppo
Plötzlich ist wieder Leben da. In den Straßen von Dschamilija im Zentrum von Aleppo drängen sich die Menschen durch den dichten Verkehr. Auf den Gehwegen und in Geschäften werden Taschen und Schuhe, Hemden und Hosen, Gemüse, Obst und Haushaltswaren angeboten. An den Eisbuden drängeln sich die Leute, andere ziehen einen kalten Saft am Tresen des Saftverkäufers vor, der in seiner traditionellen Kleidung schwungvoll die Gläser füllt, die im Nu von den Kunden geleert werden und gleich wieder ausgewaschen sind. Eben noch fuhren wir durch die gespenstischen Ruinen von Beni Seid und des Viertels »Zweite Jugend« am Nordrand der Stadt. ...
An die Ruinen des Viertels »Zweite Jugend« schließt sich das zerstörte Beni Seid an. Ein Teil dieses Vorortes war ein Wohnviertel, ein anderer Teil war Industrie- und Handelszone – beides liegt weitgehend in Trümmern. Am Seyhan-Platz, einem weitläufigen Kreisverkehr, hat die syrische Armee einen Kontrollposten für Busse und Kleinbusse eingerichtet. Viele Kleinbusse bringen Leute aus der kurdischen Stadt Afrin, die in der Stadt arbeiten, zum Arzt gehen oder Angehörige besuchen wollen. Die Fahrer sammeln die Ausweise ein, die geprüft und dann wieder zurückgegeben werden. Die Fahrgäste warten geduldig auf die Weiterfahrt, Männer nutzen die Zeit, sich die Füße zu vertreten und zu rauchen.
Von Beni Seid aus feuerten die »moderaten Rebellen« ihre selbstgebauten Gasbomben über den Seyhan-Platz in die Wohnviertel von Aleppo, bis der Stadtteil im Juli dieses Jahres unter dem Druck syrischer und russischer Luftangriffe fiel. Ein junger Soldat erklärt sich bereit zu einem gemeinsamen Besuch. Nach einer kurzen Fahrt durch die Ruinen halten wir vor einem ehemaligen Fabrikgebäude, das von den »moderaten Rebellen« in eine Bombenfabrik umgewandelt worden waren. Hier wurden Gaskartuschen mit Benzin und Kerosin gefüllt, manchmal wurden auch Nägel untergemischt, erklärt der Soldat Luai Adnan Ali (28), der vor dem Krieg Jura studiert hatte und eigentlich längst ein angesehener Anwalt sein wollte. Mehr als einen Kilometer weit seien die Geschosse geflogen, abgefeuert worden seien sie mit Hilfe eines Rohrs, das auf eine Art Abschussrampe montiert war. Die Halle ist voller Gaskartuschen, darunter auch etliche aus der Türkei. Deutlich ist der Name der türkischen Gasgesellschaft »Aygaz« auf den Kartuschen zu lesen. ..." (junge Welt, 27.8.16, S. 3)

• "Der Überfall auf den humanitären UN-Konvoi in Aleppo ist eine gründlich vorbereitete Inszenierung gewesen. Das geht aus einem Bericht unabhängiger Experten der Internationalen Gruppe zur Unterstützung Syriens hervor.
Die Experten haben eine Vergleichsanalyse von Fotos und Videos des Überfalls vorgenommen, die in Massenmedien zugänglich waren. Außerdem berücksichtigten sie das Video, das eine russische Drohne aufgenommen hatte, die den Konvoi begleitet hatte. Auf dem Video war „ein Fahrzeug mit einem Anhänger deutlich zu sehen, auf dem ein großkalibriger Minenwerfer zu sehen war“. Das Auto „bewegte sich unter Deckung des humanitären Konvois“.
„Urum al-Kubra liegt auf dem von der al-Nusra-Front kontrollierten Territorium. Mehr noch: Dieses Territorium ist als Gebiet mit einer hohen Konzentration von Kämpfern markiert. Wenn man Berichte vom 19. September analysiert, sieht man, dass die al-Nusra-Kämpfer im selben Ort und zur selben Zeit eine Großoffensive in Richtung Aleppo begannen, die von Artilleriewaffen, Panzern und Mehrfachraketensystemen unterstützt wurde“, heißt es in der Analyse.
Für die Version, der Angriff sei inszeniert worden, spricht den Experten zufolge der Umstand, dass das Fahrerhaus eines der Laster unberührt blieb, so dass es darauf keine Explosionsspuren gab, wobei die ganze Ladung verbrannte. Zudem gab es auf dem Asphalt keine Schäden von Bombenexplosionen. ..." (Sputnik, 5.10.16)

• "Aleppo und Mosul: Andere Länder, andere Maßstäbe
Gayane Chichakyane berichtet die Details über den Waffenstillstand in Aleppo. Der Sprecher des amerikanischen Außenministerium legt wie üblich unterschiedliche Maßstäbe an. In Syrien beklagt sich Mark Toner über Vertreibungen, die er im irakischen Mosul für "unvermeidbar" hält. Souraya Faar befürchtet, dass die Terroristen aus dem Irak nun nach Syrien gedrängt werden. ..." (RT deutsch, 18.19.16)

• "Anders als die russisch-syrische Offensive auf die Dschihadisten in Ost-Aleppo bejubelt der Mainstream geradezu das Vorgehen der US-Koalition gegen den IS in der irakischen Stadt Mossul.
Die Vereinten Nationen rechnen mit bis zu 100.000 Flüchtlingen in Folge des Angriffs auf die Stadt und planen die Errichtung neuer Flüchtlingslager – in Syrien. ..." (RT deutsch, 19.10.16)

• "Karin Leukefeld exklusiv: „Wer Aleppo regiert, regiert auch Syrien“
RT-Korrespondentin Karin Leukefeld war bis Ende letzter Woche persönlich in Aleppo vor Ort und hat die schweren Kämpfe um die Stadt aus nächster Nähe erlebt.
Im Interview mit RT Deutsch spricht sie exklusiv über ihre Erfahrungen und legt dar, was der Sieg der Regierungstruppen in Aleppo für die Regierung Baschar al-Assads bedeutet. Weiter gibt Leukefeld einen Ausblick darauf, wie die vertriebenen Dschihadisten nun weiter vorgehen werden. ..." (RT deutsch, 29.11.16)

• "Die komplette Vertreibung der IS-Terroristen aus dem syrischen Aleppo und die Befreiung von Tausenden Zivilisten ist im Plan der westlichen Länder nicht vorgesehen gewesen, wie der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, sagte, deswegen wollen sie nun neue Sanktionen gegen Russland verhängen.
„Nun hat sich herausgestellt, dass die Befreiung von mehr als 80.000 Einwohnern Aleppos, die als Geiseln von den Terroristen gehalten wurden, nicht auf dem Programm des britischen und französischen Außenministeriums, des US-Außenamtes und des deutschen Bundestages stand. Es hat sogar Aufrufe gegeben, neue Sanktionen dafür zu verhängen“, sagte Konaschenkow.
Zuvor hatten sich der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Nobert Röttgen (CDU), und die Grünen-Politikerin Franziska Brantner mit einem Appell an die Bundesregierung und die EU gewandt, als Reaktion auf „die Handlungen der russischen Luftwaffe in Syrien“ neue Sanktionen gegen Moskau zu verhängen und eine Luftbrücke nach Aleppo einzurichten. „Die EU müsste zumindest die russischen Handlanger dieser Gräueltaten mit Sanktionen belegen. Es darf nicht sein, dass Verantwortliche für Kriegsverbrechen zum Weihnachts-Shopping nach München oder Paris fliegen, während in Syrien Frauen und Kinder sterben“, zitiert der „Spiegel“ die Abgeordneten. ..." (Sputnik, 29.11.16)

• "US-General nach Vormarsch in Aleppo: US-Regierung hat kein Verständis für reale Dynamik in Syrien
In Aleppo haben syrische Streitkräfte über ein Drittel der Rebellengebiete befreit. Insgesamt nahmen Regierungstruppen 14 Viertel ein. Tausende Zivilisten flüchteten in die Gebiete unter Regierungskontrolle. US-General Paul Valleley wirf Obama fehlende Verständnis der realen Lage in Syrien vor. ..." (RT deutsch, 29.11.16)

• "Aleppo will »Salama« – hundert Mal Frieden
Während um Ost-Aleppo weiter erbittert gekämpft wird, ziehen in den von der Armee zurückeroberten Vierteln allmählich Ruhe und scheinbare Normalität ein. Noch bleibt der Frieden ein Wunsch.
Von Karin Leukefeld, Aleppo
... Seit Beginn der letzten Offensive bewaffneter regierungsfeindlicher Gruppen aus dem Südwesten auf die Stadt sind nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz erneut 8000 Menschen in die Stadt geflohen. Unterschiedlichen Angaben zufolge haben bis zu 30 000 Menschen im Westteil Aleppos Zuflucht gesucht. Da aber nicht alle Flüchtlinge auch registriert wurden, dürfte die reale Zahl höher sein. Hilfsorganisationen und örtliche Stiftungen versorgen die Menschen täglich mit einer warmen Mahlzeit. Sie erhalten Zugang zu Trinkwasser und werden medizinisch versorgt. Für die Kinder wird mit Hilfe des UN-Kinderhilfswerks Schulunterricht organisiert.
Vertrieben sind in gewisser Weise auch die Mitarbeiter und Patienten der Organisation »Hilfe zur Selbsthilfe «, die von Zeynep Khawla 2006 gegründet wurde. Die Mutter eines behinderten Sohnes führt durch die provisorischen Räume, die der Organisation von der Stadtverwaltung Aleppos zur Verfügung gestellt wurde: eine Schule, medizinische Trainingsräume, Lehrwerkstätten für Holz- und Textilarbeiten, Räume, in denen individuell physisch und psychisch behinderte Patienten betreut werden, Kinder bis zu jungen Erwachsenen. 2012 seien sie vor Milizen aus einem östlichen Stadtviertel geflohen, erklärt die energische, hochgewachsene Frau, die als unabhängige Abgeordnete im syrischen Parlament sitzt. 11 000 behinderte Kinder und Jugendliche seien aktuell in Syrien registriert, sagt sie: »8000 waren es 2011, seit Beginn des Krieges sind 3000 neue Fälle hinzugekommen.« ...
»Mehr als 50 Prozent der Aleppiner in den östlichen Stadtteilen werden von Milizen der Nusra-Front, Ahrar al-Sham und Nur-el-Din el-Zenki als Geiseln gehalten«, vermutet Fadi Ismail, Vertreter des Ministeriums für Nationale Versöhnung in Aleppo. Noch vor wenigen Monaten sei es möglich gewesen, die Frontlinie in die »belagerten Viertel« zu überqueren. Er selbst habe das oft getan. Dafür habe er sich einen Bart wachsen lassen, eine Mütze aufgesetzt und den Anzug gegen Alltags- oder traditionelle Kleidung gewechselt. Er hab mit vielen gesprochen, um zu erfahren, was die Menschen dächten. Sie seien müde und erschöpft von den täglichen Kämpfen.
Als sie hungerten, hätten sie dagegen protestiert, dass Nahrungsmittel und Hilfsgüter von den Rebellenmilizen in Hallen unter Verschluss gehalten wurden. Während des Gesprächs klingelt immer wieder das Handy und Leute aus den östlichen Stadtvierteln rufen ihn an. Jemand hat ihm einen Videoclip per Handy geschickt, auf dem vielleicht 100 Menschen eine Straße entlang laufen. In einem anderen Clip ist sogar ein Bild von Präsident Baschar al-Assad zu sehen, das jemand »subversiv« aufgehängt hat. Niemand wolle eine Teilung der Stadt, wie von dem UN-Sondervermittler Staffan de Mistura vorgeschlagen, sagt Fadi Ismail. Alle wollten endlich ihr Leben und Aleppo wieder aufbauen.
Drei Tage und viele Begegnungen später, verabschiedet sich Ismail und wünscht »Mie Salama« – hundert Mal Frieden. Mehr als 10 000 Männer haben die Waffen niedergelegt. Die Zahl der lokalen Waffenstillstandsabkommen ist landesweit auf 986 angestiegen. Ein klares Signal, dass die Syrer die Gewalt beenden wollen. Dann kann die schwierige Versöhnung beginnen." (Neues Deutschland, 30.11.16, S.3)

• "Syriens Armee siegesgewiss
Ein Stadtviertel nach dem anderen sei in Aleppo von der Armee erobert worden, so dass am Montag der gesamte nordöstliche Teil von Aleppo wieder unter syrischstaatlicher Kontrolle war. Die Milizen seien »wie die Dominosteine « gefallen und hätten sich in den Südosten von Aleppo zurückgezogen, erläuterte Brigadegeneral Usama Khaddour am Dienstag im Gespräch mit der Autorin in Damaskus. ...
Khaddour betonte, dass die Armee sich auf das Stadtgebiet von Aleppo konzentriere. Das sehr viel größere Umland von Aleppo werde die Armee später in Angriff nehmen. Möglicherweise wurde den feindlichen Milizen – vermutlich auf Ersuchen der USA, der Türkei, der Golfmonarchien und der EU – ein Fluchtweg aus dem Südosten der Stadt gelassen. Wie bereits bei vorherigen Verhandlungen hatten die syrische Armee und Russland den Kämpfern freien Abzug in die Stadt Idlib oder in die Türkei angeboten. ..." (Karin Leukefeld in Neues Deutschland, 30.11.16, S. 3)

• "Innerhalb von drei Tagen sind etwa 20.000 Zivilisten vor den islamistischen Söldnern in Ost-Aleppo nach West-Aleppo geflohen. West-Aleppo wird von der syrischen Regierung kontrolliert.
Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, teigte am Mittwoch mit: „Die Hälfte des Territoriums in Teilen von Ost-Aleppo, die in den vergangenen Jahren von militanten Kämpfern besetzt wurden, wurden befreit. Was am Wichtigsten ist: es wurden 80.000 Syrer, darunter zehntausende Kinder, befreit. Viele erhielten zum ersten Mal Wasser, Nahrung, medizinische Versorgung aus russischen Zentren“, zitiert der Independent Konaschenkow.

Die militante Kämpfer sind Söldner, vor allem von der al-Nusra-Front, die von den mit dem Westen verbündeten Golfstaaten finanziert und ausgerüstet wurden.
Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) meldet, dass in den vergangenen drei Tagen schätzungsweise 20.000 Menschen Ost-Aleppo verlassen haben sollen. Die Kämpfe zwischen der SAA und den islamistischen und internationalen Söldnern dauern an. Die Menschen fliehen nach Angaben der New York Times in den Westen von Aleppo, der von der syrischen Regierung kontrolliert wird. Die mehr als 80.000 Zivilisten wurden in den vergangenen Jahren von den Söldnern als menschliche Schutzschilde benutzt, berichtet Reuters. Augenzeugen berichteten France 24 davon, dass die Söldner die Zivilisten daran hindern wollen, Ost-Aleppo zu verlassen. Diejenigen, die Ost-Aleppo verlassen wollen, werden als „Assad-Unterstützer“ gebrandmarkt. ..." (Deutsche Wirtschaftsnachrichten, 1.12.16)

• "Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat die Verhandlungen über einen Stopp der Kampfhandlungen in Aleppo mit der Opposition Syriens bestätigt. „Russland habe Kontakte weder mit politischen Oppositionsgruppen noch mit Feldkommandeuren vermieden“, sagte Lawrow auf der Pressekonferenz in Alanya nach dem Treffen mit seinem türkischen Kollegen Mevlüt Çavuşoğlu. Er weigerte sich, auf Details der Gespräche einzugehen, betonte aber, dass sie weiter geführt werden.
„Da unsere türkischen Kollegen auch Kontakte zu den beiden (Oppositionsgruppen und Feldkommandeuren – RT) haben, tauschen wir natürlich Informationen über die Stimmung in diesem Bereich aus und bewegen sie dazu, zu einem Teil der Problemlösung im Rahmen der Vereinbarungen zu werden, die von der internationalen Unterstützungsgruppe für Syrien und vom UN-Sicherheitsrat getroffen wurden“, so Lawrow. Später bestätigten auch Vertreter der syrischen Opposition die Verhandlungen. ..." (RT deutsch, 1.12.16)

• "Blinde Intellektuelle rund um Aleppo
Einseitige Propaganda vor der russischen Botschaft in Berlin
Vor der russischen Botschaft in Berlin wollen sie den „Massenmord in Aleppo“ stoppen. Intellektuelle, wie Daniel Cohn-Bendit und Peter Schneider. Nicht vor der Saudischen Botschaft oder den Botschaften von Katar oder den USA, vor den Vertretungen jener Länder, die den Syrien-Krieg aus niedrigen Motiven seit fünf Jahren mit Geld, Waffen und Propaganda vorantreiben und befeuern. Das Internationale Literaturfestival in Berlin haben die bekannten Bellizisten Schneider und Cohn-Bendit für ihren Propaganda-Aufruf gekapert. Unterstützung fanden sie ebenso schnell wie freudig in den üblichen Massen-Medien.
In blinder Diktion – „Für seinen Traum von neuer imperialer Größe überzieht Präsident Putin die Stadt Aleppo mit einem mörderischen Bombenkrieg“ – blenden die Autoren jede bekannte Kriegs-Ursache aus: Keine türkischen Macht-Interessen, keine CIA-Ausbilder, keine Öl- und Gas-Begierden in Syrien sollen einen Aufruf stören, der den geostrategischen Interessen der USA und der einseitigen Parteinahme der Bundesregierung im Syrienkrieg dienlich ist. Kein Wort über den völkerrechtswidrigen Einsatz der deutschen Luftwaffe in Syrien in einer Koalition unter Führung der USA. Kein Wort über die Ursachen des Krieges. Worte nur geformt aus schwerer Russophobie. ..." (U. Gellermann auf Rationalgalerie, 6.12.16)

• "Immerhin fünfhundert Leute" folgten dem Demoaufruf der "blinden Intellektuellen", wie die FAZ zwei Tage später berichtete: "Es wäre schön, hieß es in der E-Mail, wenn wir kämen, um vor der russischen Botschaft in Berlin „wenigstens ein kleines Zeichen gegen das dröhnende Schweigen der Zivilgesellschaft zu dem systematischen Massenmord in Aleppo zu setzen“. Und so finden wir uns um 13 Uhr an der bezeichneten Stelle ein, nahe am Brandenburger Tor, und treffen sofort einen alten Bekannten. Michael Naumann trägt ein Schild mit der Aufschrift: „Putin nach Den Haag“. ...
Nein, es wird keine Großdemonstration. Die Zeiten des massenhaften, ungezügelten politischen Protests kehren nicht zurück. Aber immerhin schaffen es die Veranstalter, um die fünfhundert Leute zu versammeln, drei Autospuren lahmzulegen und die Polizei zum Einsatz von ein paar Mannschaftswagen zu zwingen. Es war eine Spontanaktion, erzählt Uli Schreiber, Leiter des Internationalen Literaturfestivals Berlin, innerhalb weniger Tage hätten sich 250 Schriftsteller aus aller Welt mit dem Protest gegen die russischen Bombardements auf Aleppo solidarisiert, darunter die Nobelpreisträgerinnen Elfriede Jelinek und Herta Müller. Wir treffen Wolfgang Thierse. Der ehemalige Bundestagspräsident glaubt nicht, dass die Demonstration viel ausrichten könne. Doch wenigstens aussprechen wolle man, „was Putins Bombenterror, bemäntelt mit dem Kampf gegen Terrorismus“, bedeute. ...
Der Journalist Reinhard Mohr, einer der Initiatoren, ruft: „Friedensfreunde aller Nationen, wo bleibt ihr? Wo ist die Linke, die Linkspartei, die jeden Kriegseinsatz der Nato scharf verurteilt? Und wo ist die AfD, die inzwischen ihr Herz für den großen Führer Putin entdeckt hat?“ ...
" (FAZ online, 8.12.16)

Katja Kipping hat Reinhard Mohr erhört:
"Eklatantes Versagen der internationalen Gemeinschaft

Zur Einnahme der syrischen Stadt Aleppo durch die syrische Armee erklärt Katja Kipping, die Vorsitzende der Partei DIE LINKE: Die Einnahme von Ost-Aleppo wird nun vor allem als ein militärischer Sieg der syrischen Armee über die islamistischen Terrorgruppen dargestellt. Das konkrete Vorgehen von Assads Armee und seinen zahlreichen Milizen führt aber auch zu humanitären Katastrophen. Die Krankenhäuser sind zerstört, weder gibt es Trinkwasser, noch Nahrungsmittel.
Es bleibt ein Skandal, dass die UN monatelang nicht in die Lage versetzt wurde, die betroffene Bevölkerung mit humanitärer Hilfe zu versorgen. Zumindest jetzt endlich sollte die Welt sich mit aller Kraft bemühen, dass nicht all diejenigen, die die furchtbare Zeit der Belagerung und Bombardierung in den Kellern ihrer zerstörten Häuser überleben konnten, nun verfolgt oder gar abgeschlachtet werden.
Der UN-Sicherheitsrat hat eklatant versagt. Das Scheitern aller Waffenstillstandsbemühungen hat dem syrischen Präsidenten Assad de facto einen Freibrief ausgestellt, seine eigenen Städte zu Staub zu bomben und seine Bevölkerung zu massakrieren. Es war die offenkundige Brutalität von Assads Armee, die dazu führte, dass viele der betroffenen Menschen in ihrer Ohnmacht sogar den Schutz von islamistischen Milizen suchten, die ihrerseits mit Methoden des Terrors und der Gewalt herrschten.
Uns erreichten Berichte von massiven Menschenrechtsverletzungen durch Assad-treue Kämpfer, die jetzt die Stadtviertel nach Oppositionellen durchkämmen. Besonders junge Männer sollen wahllos von der syrischen Armee gejagt werden, um sie direkt zu rekrutieren und an der nächsten militärischen Front dem Tod preiszugeben. Laut Berichten von örtlichen Bürgerjournalisten sollen zahlreiche Ärzte und Nothelfer in den oppositionellen Kliniken von der syrischen Armee exekutiert worden sein. ..." (Pressemitteilung Katja Kipping, Kovorsitzende der Partei Die Linke, 14.12.16)
Kommentar zu Kipping: "Blinde Intellektuelle" ist für solche Personen wahrscheinlich noch ein Kompliment ... Kipping hat mir bestätigt, warum ich mit der Partei, die sich anmaßend "Die Linke" nennt, nichts zu tun haben will und habe. Auch im Fall Syrien gilt für diese Partei, was Kipping bei anderen festzustellen meint: "eklatant versagt".

Forsetzung folgt

Die Zusammenstellung ist mir nur dank der intensiven Vorarbeit anderer möglich

→ Folge 1

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (24)

Stine 17.12.2016 | 00:38

Professor Günther Meyer hat ausnahmsweise im ZDF zum Thema Syrien dezidiert Stellung nehmen dürfen und dabei klare Worte gesprochen.

http://www.heute.de/interview-mit-syrien-experte-guenter-meyer-sieht-verantwortung-fuer-syrien-krieg-beim-westen-46114990.html

Vielleicht wird langsam der Boden unter den Füßen heiß, denn die Kooperation der NATO und der SAUDIs wird doch immer mehr Menschen offensichtlich . Laut Voltairenet tagte heute der UN Sicherheitsrat hinter verschlossenen Türen ..

nachdem heute Morgen Nato-Offiziere durch syrische Spezialeinsatzkräfte in einem Bunker in Ost-Aleppo verhaftet worden sind.

http://www.voltairenet.org/article194586.html

Was werden die NATO Offiziere aussagen?

Hans Springstein 17.12.2016 | 02:20

Danke für die interessanten Hinweise.

Meyersd Äußerungen und Sichten sind mir zu Beginn aus Schweizer medien bekannt geworden, so u.a. am 29.2.2012 im Tages-Anzeiger: «Die Mehrheit der Syrer steht offenbar hinter Assad»

Das mit den NATO-Militärs ist auch interessant. Der Hinweis auf ihre Anwesenheit kam ja auch in dem Interview von Jürgen Todenhöfer mit einem Al Nusra-Kommandeur im September 2016 bei Aleppo: "...

Wem haben die USA die Raketen gegeben, bevor sie zu Euch gebracht wurden? Haben die USA diese Raketen zunächst an die Freie Syrische Armee gegeben und wurden sie von dort an Euch weitergegeben?

Nein, die Raketen wurden uns direkt gegeben . Sie wurden an eine bestimmte Gruppe geliefert. Als die 'Road' gesperrt war und wir belagert wurden, hatten wir Offiziere aus der Türkei, Katar, Saudi Arabien, Israel und Amerika hier.

Was machten diese Offiziere?

Experten! Experten für die Nutzung von Satelliten, Raketen, Aufklärungsarbeiten und thermischen Überwachungskameras . . ."

Hans Springstein 17.12.2016 | 02:28

Nachtrag: Prof. Meyer konnte schon 2013 im ZDF vor der westlichen Einmischung warnen: "... Prof. Dr. Günter Meyer, vom „Zentrum für Forschung zur arabischen Welt“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, sprach sich im ZDF-Spezial „Rote Linie überschritten – Greift der Westen in Syrien ein?“ am 27. August 2013 für eine Zurückhaltung des Westens aus:

„[Der Einsatz der Chemiewaffen durch das Assad-Regime] ist eine Behauptung von Seiten der USA, die ganz klare propagandistische Interessen hat. Wenn wir uns wirklich fragen ‚Wer hat Interessen an einem Einsatz von Massenvernichtungswaffen mit chemischen Kampfstoffen‘, dann kann das nicht das Regime sein, das genau weiß, dass die Rote Linie [existiert], wenn wir chemische Kampfstoffe einsetzen, dann haben wir die stärkste Weltmacht gegen uns. Das heißt aus der logischen Überlegung her kann das Assad-Regime nicht dafür verantwortlich sein. Allein die Aufständischen dürften das inszeniert haben. […] Wir haben schon einmal gesehen, welche Belege die Amerikaner vor dem Einmarsch in den Irak vorgelegt haben. Diese Belege kann man beliebig fälschen und beliebig auslegen. Das heißt es wird mit Sicherheit keinen eindeutigen Beweis dafür geben und auch die UN-Kommission, die soll ja nicht beweisen, wer für die Anschläge verantwortlich ist, sondern nur dass ein Anschlag vorgekommen ist.“ ..." (Quelle: IMI; 31. Oktober 2013) Genutzt hat es nicht. Und solche Interviews sind leider Ausnahmen, aber nicht minder gut und wichtig.

h.yuren 17.12.2016 | 15:07

scheuklappentechnik ist die propagandistische methode. alles stiert jetzt nur noch auf aleppo. der syrienkrieg schrumpft auf einen punkt.

die gegenstrategie muss sein, das ganze bild zu zeigen. sich keine scheuklappen aufdringen zu lassen.

und dann ist die kriegslage sehr eindeutig. nur der hinweis auf den völkerrechtswidrigen aufenthalt der nato-staaten und der anrainer ist ein klarer beweis. ein hinweis für das merkel,das ja wie andere nato-verweser mit dem völkerrecht verheiratet ist.

calamity.jane 18.12.2016 | 12:08

Mit dem, medial zielgerichtet durch alle Nachrichtenkanäle herumgereichten, "Bürgermeister von Aleppo" haben sich die Nachdenkseiten umfangreich auseinander gesetzt.

Leicht ist es dabei auf die Aktivitäten der Aktivitäten der "Freien Syrischen Armee" in Deutschland und auf ihre Sponsoren zu stoßen.

Geweisste Helme und "unabhängige Quellen" spielen in den offiziösen Darstellungen pausenlos eine gewichtige Rolle. Immer auch gern mit dem Hinweis, eine Überprüfung sei leider nicht möglich......

Sicherlich eine perverse Form von Selbstschutz "Quellenschutz"?

Hans Springstein 18.12.2016 | 13:32

Deine bemerkung ist richtig, es sollte immer um das ganze Bild gehen. Meine Nachrichtemosaike müssen immer unvollständig bleiben, schon allein, weil ich sie allein erstelle. Wichtig als Ergänzung sind immer die weiteren Informationen in den Kommentaren wie auch hier wieder. Dafür danke ich allen, die etwas beisteuern.

Und ich werde wieder soweit möglich das Gesamtbild in den Blick bzw. Ausschnitt nehmen.

Hans Springstein 18.12.2016 | 20:24

"... Derzeit besteht die internationale Gruppe zur Unterstützung Syriens aus Russland, den USA, Ägypten, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, dem Iran, dem Irak, Jordanien, Libanon, Oman, Katar, Saudi-Arabien, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten. An den Treffen nehmen auch Vertreter der EU, der Uno und der Arabischen Liga teil.
Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, hatte zuvor erklärt, es sei notwendig, ein neues Treffen der internationalen Gruppe zur Unterstützung Syriens durchzuführen, weil es „offensichtlich ist, dass keine Seite je gewinnen wird, und deswegen die Zeit gekommen ist zu reden“. ..." (Sputnik, 25.4.16)

"Meeting in Vienna on May 17, 2016, as the International Syria Support Group (ISSG), the Arab League, Australia, Canada, China, Egypt, the European Union, France, Germany, Iran, Iraq, Italy, Japan, Jordan, Lebanon, The Netherlands, the Organization of Islamic Cooperation, Oman, Qatar, Russia, Saudi Arabia, Spain, Turkey, the United Arab Emirates, the United Kingdom, the United Nations, and the United States reaffirmed the ISSG’s determination to strengthen the Cessation of Hostilities, to ensure full and sustained humanitarian access in Syria, and to ensure progress toward a peaceful political transition. ..." (US State Departement, 17.5.16)

seriousguy47 18.12.2016 | 21:18

Meine Frage zielte auf die Namen der Experten. Mir ist nur diese Kommission beim Googeln untergekommen:

Die 2011 vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzte Unabhängige Internationale Untersuchungskommission für Syrien (Independent International Commission of Inquiry on the Syrian Arab Republic) setzte ihre Arbeit fort und berichtete über Verstöße der Konfliktparteien gegen das Völkerrecht. Die syrische Regierung verweigerte der Kommission allerdings weiterhin die Einreise nach Syrien.

http://www.amnesty.de/jahresbericht/2015/syrien

seriousguy47 20.12.2016 | 15:39

Kann man so sagen, klar.

Aber mich irritiert es sehr, wenn in den von Ihnen zitierten Beiträgen zwar gravitätisch von "Experten" geredet wird, aber Ross und Reiter und Quelle nicht genannt werden. Seriös ist das nicht.

Und trotz Googeln kenne ich bis heute besagten Bericht/ besagte Expertise nicht. Sollte es ihn/ sie geben, so kann ich sie zumindest nicht Nachlesen.

Meine Schlussfolgerung: das Behauptete gibt es nicht bzw es ist so windelweich, dass man es nicht überprüfen können soll.

Hans Springstein 20.12.2016 | 16:01

Durchaus möglich, dass der erwähnte Untersuchungsbericht nicht öffentlich gemacht wurde, weil nicht alle Teilnehmer der Gruppe damit einverstanden waren, wie in der zitierten Sputnik-Nachricht erwähnt wurde: "Eine diplomatische Quelle aus dem Umfeld der Internationalen Gruppe zur Unterstützung Syriens verriet, dass der Bericht in einer Sitzung von Zielgruppen präsentiert und US-Vertretern zur Verfügung gestellt worden sei, „die sich diese Schlussfolgerungen nicht gefallen ließen“. ..." Das ist an sich nichts Ungewöhnliches, wenn auch für all jene, die solche Meldungen gern nachprüfen möchten, bedauerlich. Dazu kommt, dass sich Russland immer wieder an diplomatische Absprachen, selbst wenn es ihm nutzen würde, diese zu missachten, so wie es andere tun.

Aber natürlich kann nicht sein, was nicht sein darf. Ich verstehe Sie schon.

Sicher ist, dass ich es auch nicht weiß oder belegen kann, wie das eben immer wieder so ist bei solchen Nachrichten. Gegen Gegenbeweise habe ich noch nie was einzuwenden gehabt.

seriousguy47 20.12.2016 | 16:14

Dass mit solchen Durchstechereien gerne "Politik" gemacht wird, zeigt aktuell die Berichterstattung zum Anschlag in Berlin. Da ließen "infomierte" Kreise zunächst an die Welt durchsickern, dass es sich bei einem verhafteten mutmaßlichen Täter um einen Pakistani handele, Asylbewerber, am Tag X in die BRD gekommen..., obwohl den Ermittlern - wie sich jetzt zeigt - alles an Spuren fehlte, was nötig wäre und deshalb offiziell nichts rausgerückt wurde.

Wenn es Bedenken gibt, gibt es dafür also manchmal gute Gründe. Und wollte SPUTNIK seriös berichten, hätte man die Bedenken auch referieren müssen.

Hans Springstein 20.12.2016 | 16:38

Interessant bleibt ja, dass der Angriff auf den Hilfskonvoi dem US-Angriff auf eine Stellung der syrischen Armee folgte, über den dann infolge des Angriffes auf den Konvoi kaum noch geredet wurde. Ergebnis war insgesamt, dass ein verabredetes gemeinsames Vorgehen Russlands und der USA in Folge dieser Ereignisse zunichte gemacht wurde, was selbst vom US-Aussenministerium eingestanden wurde. Welches Interesse sollte Russland daran gehabt haben, dass etwas nicht zustande kommt, was es selbst mit vorbereitete?

Aber wer fragt noch danach, wo doch klar ist: Der Russe ist schuld, sowieso an allem!

Manche fragen anscheinend doch danach, selbst auf einer Soros-unterstützten Website wie Opendemocrazy, auf der David Morrison am 17.10.16 schrieb: "... If you are trying to identify who is responsible for an act of this kind, it is common sense to ask whose interests are served by it. Russian interests were certainly not served by this act: as we will see, they have spent almost a year trying to persuade the US to (in John Kerry’s words) “work together to defeat Da’esh and Nusrah”. It is inconceivable that they would have deliberately committed this act which predictably scuppered the detailed proposals they had patiently negotiated with the US for this purpose. And the possibility that they did it by accident is vanishingly small.

It is also inconceivable that the Syrian government committed this act deliberately: it would be extremely unwise of them to wreck proposals dear to the heart of their most important ally, without whose military intervention they might have collapsed last autumn. Also, there was a possibility that, if the proposals were implemented and the US joined the fight against al-Nusra, the group’s military capacity would be severely damaged and the government’s military position would therefore be strengthened.

By removing the possibility of US military action against al-Nusra, the attack on the UN convoy served the interests of the armed opposition and it is therefore most likely that the perpetrators came from that quarter. ..."

Finde ich zumindest bemerkenswert.

Der Kommentar wurde versteckt
Hans Springstein 21.12.2016 | 17:55

Nachtrag:

"US State Departement

Mark C. Toner
Deputy Spokesperson

Daily Press Briefing
Washington, DC
October 5, 2016

...

QUESTION: Did you see this report by experts that were working with the ISSG about the strike on the aid convoy? Their claim – the report is claiming that it was a well-prepared stage, refuting reports that it was an airstrike.

MR TONER: Yeah, Michael, I did see those reports, and we’ve been very clear laying out what we know occurred in that strike against a humanitarian convoy, and that any bogus reports to the contrary don’t refute that.

QUESTION: Have you received this report, analyzed it?

MR TONER: We’ve actually seen no signs of any kind of report like this. I have no idea where that came from. Again, what we have said has been based on our best intelligence estimates of what – assessments, rather, of what happened. And I just would strike down any kind of bogus reports to the contrary.

QUESTION: On – just one more on this, on Aleppo. Have you seen reports or are you aware of certain groups from either side preventing civilians from leaving the city or – the eastern part of the city?

MR TONER: By any groups – I have not.

QUESTION: Well, I mean either by the moderate rebels that you support, by Nusrah, by the government, by --

MR TONER: That are actually preventing Syrian – citizens, rather – civilians, rather, from leaving?

QUESTION: (Off-mike.)

MR TONER: I’ve not, no. ..."

mymind 23.12.2016 | 00:41

Interessant bleibt ja, dass der Angriff auf den Hilfskonvoi dem US-Angriff auf eine Stellung der syrischen Armee folgte, über den dann infolge des Angriffes auf den Konvoi kaum noch geredet wurde.

Der Untersuchungsbericht der UN-Kommission liegt inzwischen vor _ ohne Ergebnis. Die Täter seien unmöglich zu ermitteln, heißt es. Wenn die Täter keine Täter sein dürfen, dann kann er eben nicht ermittelt werden… Das ist zwar nichts Neues aber immer wieder merkwürdig & wirft zum x-ten Mal ein wenig positives Licht auf die Kompetenz oder Aufrichtigkeit der UN-Gremien in Punkto Aufklärung.

Nichts desto trotz werden sich etliche Hetzer auch in Zukunft nicht davon abhalten lassen, immer wieder die Story über einen russischen oder SAA- Angriff auf einen Hilfskonvoi zu verbreiten. Auch das ist nichts Neues…