hastan

Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Ostdeutschland ist kein Pegida-Land | 30.01.2015 | 20:07

Generalisieren sollte man tatsächlich nicht. Leider kann man nicht leugnen, dass einige Probleme in den neuen Bundesländer auftreten, in den alten nicht oder abgeschwächt. Dafür sind deren Einwohner wohl weniger verantwortlich als die strukturellen Gegebenheiten bzw. Einschränkungen. Da stimme ich zu.

Die Bewohner des "Ostens" sind sicher nicht per-se schlecht. Keine Frage. Die Umstände sind es teilweise leider schon.

Man sollte nicht die Augen vor diesen Problemen verschließen, sondern besser deren Symptome und Ursachen versuchen einzudämmen. Finden Sie nicht?

RE: Deutschland PEGIDA-Land? | 30.01.2015 | 17:12

Hallo SOE

Ich stimme Ihnen in soweit zu, dass Pauschalisierungen und Generalisierungen nicht zu einem konstruktiven Dialog führen. Das gilt aber sowohl für beide Seiten. Von der einen werden plakativ Anhänger einer Religionsgemeinschaft oder Flüchtlinge, Asylanten usw. angegriffen und angefeindet. Parteien und Presse werden als Dialogpartner ablehnt und nichts weiter als ein destruktives "Gegen die Anderen" als ein konstruktives "Für eine Lösung" artikuliert.

Die Reaktionen waren anfangst Dialogbereitschaft und der (zugegeben teils klägliche) Versuch der Aufklärung der anderen Seite. Mittlerweile haben sich relativ feste Fronten gebildet. Nach Angriffen auf die Presse und Neonazi-Parolen in XGIDA-Demonstrationen ist von Nicht-PEGIDA Seiten kaum noch Dialogbereitschaft zu erwarten. Verständlicherweise, wie man finden kann.

Schade, dass über Oertels 19. Punkte Plan wenig gesprochen wurde. Das wäre interessant und sicherlich auch fruchtbarer gewesen. Die Tatsache, dass sich nun alltagsrassistische Ressentiments und Fremdenangst wöchentlich in Demonstrationen mit mehreren tausend Menschen auf die Straßen ergießen, ist äußerst bedauerlich. Die Verantwortung dafür tragen aber vor allem auch Oertel & Co.

"Die Geister die ich rief, werd' ich nun nicht los" wäre eine passende Metapher für die Geschehnisse in Dresden. Wenn Oertel & Co. die Deutungshoheit über ihre eigene Demonstrationen verlorengegangen ist, muss man sich die unangenehme Frage stellen, welchen Dynamiken die Massen in Dresden nun folgen.

RE: Deutschland PEGIDA-Land? | 29.01.2015 | 20:19

Ich habe Ihren Beitrag gelesen. Was sehen Sie nicht? Ich fürchte Sie müssen sich konkreter ausdrücken, danke. Und was macht diese Klammer in meinem Namen?

RE: Frust am Freitag | 28.05.2013 | 23:35

Und wieder stellt sich die Frage: Hat denn niemand begriffen, dass der Ast auf dem wir sitzen allmählich dünn wird?

Herr Hammerschmitt mag schon den ein oder anderen Punkt haben, aber wem hilft Fatalismus?

Ich möchte nicht derjenige sein, der am "letzten" Tag den Menschen zurufen darf: Ich habs euch doch gesagt!

RE: Frust am Freitag | 28.05.2013 | 22:55

Natürlich kann man über das Rauchverbot und Raucherclubs diskutieren. Ich war vor etwa zwei Jahren auf der Seite der Rauchverbot-Gegner in Bayern. Vor allem wegen der kleinen Eckkneipen, die immense Verluste befürchteten. In Retrospektive hat sich die Angst nicht bestätigt und im Alltag werden (auch von Rauchern) die Vorteile des Verbots betont : Keine verrauchte Kleidung, kein "verqualmtes" Mittagessen im Restaurant mehr. Soziologen wollen sogar verstärkt ein nikotinabhängiges Balzverhalten bei Rauchern ausgemacht haben. Sie nennen es smirten...

Natürlich sind "gleichgeschaltete" Meinungen mit Skepsis zu genießen, Tempolimit und Rauchverbot existieren aber schon weltweit und das mit positiver Bilanz. Was den Umgang mit Frauen, Homosexuellen und MitbürgerInnen mit Migrationshintergrund angeht, sprechen wir von in der Verfassung festgeschriebenen Rechten: Die Freiheit von Diskriminierung wegen Geschlecht, Sexualität, Herkunft, Religion und vielem mehr. Hier gibt es weder politische noch gesellschaftliche Toleranzspielräume einzuräumen. Diskriminierung ist gesetzeswidrig - und auch asozial.

Aber ich gehe davon aus, dass wir hier nicht über klare Fälle wie letzere diskutieren?

RE: Die Gewalt der Moral | 01.03.2013 | 21:02

Daumen hoch für diesen kurzer. prägnanter, würdevoller Kommentar. Kein um-den-heissen-Brei.Gerede. Das hätte sicher auch Hessel gefallen.

RE: Merkels Homo-Ehen-Poker | 01.03.2013 | 19:06

Auch die Psychologie hat dabei möglicherweise ein konservatives Weltbild. Die Ängste vor der doppelten Einseitigkeit könnte man eventuell beheben, würde man Kita- und Kindergartenstellen ansprechend bezahlen. Aufbrechen der Geschlechterollen sollte das Problem auf lange Sicht beheben.

Natürlich muss eine neue Regelung für Steuer- und Sozialgesetzgebung her, ohne Diskriminierung von postmodernen Lebensstilen. Fraglich ob die steuerlichen Vorteile für Ehepartner überhaupt begründet werden können. Da stand sicherlich einmal der Gedanke der finanziellen Belastung durch den Nachwuchs im Vordergrund. Dass Nachwuchs aber nicht zwingend etwas mit Ehe zu tun haben muss, ist auch bekannt.

In einer modernen Demokratie haben konservative (teils religiöse) Weltbilder nichts zu suchen. Bevorzugung auf Grund von Ideologie ist Diskriminierung.

RE: Merkels Homo-Ehen-Poker | 26.02.2013 | 20:04

Da hat sich ein Tippfehler eingeschlichen 1949 + 45 Jahre ergibt natürlich 1994. Danke für den Hinweis.

RE: Merkels Homo-Ehen-Poker | 26.02.2013 | 20:02

Viele Dank, werde ich ändern und in Zukunft berücksichtigen!