Der Putsch der Dilettanten

JAGD DER DUMMHEIT Hans Platschek und Robert Gernhardt untersuchen den Modernebegriff
Exklusiv für Abonnent:innen

Die Widersprüche in der gegenwärtigen Kunstlandschaft sind offenkundig. Widerspruch von kompetenter Seite bezieht sich auf die Unvernunft der grundlosen Opferung traditioneller Werte und auf den Verlust jeglicher Qualitätsorientierung. Hans Platschek heftete sich bereits 1983 an die Fersen Robert Musils und Hanns Eislers bei der so wenig erfolgreichen Jagd auf die Dummheit. Auf insgesamt neun Essays erweitert, erschien Die Dummheit in der Malerei 1998, und 1999 noch einmal. Weitgehend auf einer Antenne mit Platschek vor allem in der Grundsatzkritik am »ewigen Dilettanten« formulierte der Satiriker Robert Gernhardt jüngst seine Vision vom letzten Zeichner, der vom aktuellen Kunstbetrieb gnadenlos ins Abseits gestellt wird. Selten hat es solch ideale Überei