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RE: Viele Erklärungen, keine Antwort | 13.03.2009 | 18:31

Diese Debatte ist überflüssig. "Killerspiele", Leistungsdruck, Internet, Waffen und die Kochkünste der Mutter. Alles nur halbgare Teilaspekte und Versatzstücke einer unheimlichen Tat, die nicht verstanden werden kann. Die Konsequenzen des "Amoklaufs"? Es kann keine geben. Kapiert das endlich.

Hinsichtlich der Debatte um neue Medien: Die jetzigen Eliten in Medien, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind Dinosaurier und das wissen sie auch. Noch haben sie jedoch die Lufthoheit über den Stammtischen. Sie kreieren Begriffe wie "Killerspiel" und können sicher sein, dass dieser Neusprech auch in emanzipierten Medien übernommen wird.

Nur werden die Stammtische zukünftig bei Facebook aufgestellt und dann müssten Pfeiffer, CSU und Co. schon twittern, bloggen, social-networken, wenn sie außerhalb von Altenheimen noch gehört werden wollen. Sobald sie dies tun, ist die Diskussion erledigt.

RE: An der Staatsgrenze | 01.03.2009 | 11:44

Zunächst ist es lobenswert, dass sich Herr Augstein hier durchaus öfter in den Kommentaren meldet. Dann finde ich seinen Artikel jedoch halbgar und erschreckend konformistisch mit dem Mainstream. Ein Leser schrieb hier in den Kommentaren, dass er es gut fände, dass auch Artikel im Freitag stünden, an denen man sich reiben könne. Absolut einverstanden. Vollständig. Nur lebt dieser Kommentator anscheinend in einer (linken) Blase. Weder im SPIEGEL, in BILD, WELT, SZ und FAZ finde ich grundsätzlich verschiedene Positionen. Die mentale Richtung ist vorgegeben - in die wird marschiert.
Da muss ich Herrn Augstein fragen, worin der Gewinn für mich als Leser einer linken Zeitung (die ist doch noch links, oder?) besteht, Positionen und Artikel zu lesen, die ich auch 1:1 in Springers WELT und überall lesen kann. Seit Kohl anno '82 lesen wir vom bösen Staat und den guten rechtschaffenden Konzernen. Mit dem Ende des Staatskapitalismus' der DDR fühlte man sich bestätigt und auf der Überholspur. HARTZ IV und Ackermann IX waren die Folge.

Heute am Vorabend einer umfassenden Krise sehe ich, dass der neue Besitzer einer linken Zeitung Gerhard Schröder und Anthony Giddens kritiklos das Wort redet, dass Deutschland 2009 der FDP zu annähernd einem Fünftel der Wählerstimmen verhelfen wird und ich zweifle an meinem Verstand. Die Linkspartei verliert täglich %-Punkte, wo sie doch absahnen müsste, dass die Heide wackelt, warnte sie doch seit ihrer Neugründung unablässig vor einem entfesselten Kapitalismus.
Stattdessen finden linke Positionen nicht mehr statt, schon gar nicht in den Medien. Nichtmal als Fußnote. Denn der Mainstream hat sich (schein)linker Positionen (lies: Verstaatlichung) bemächtigt, weil darüber diskutiert wird mit MILLIARDEN STEUERGELDERN (größer kann ich es nicht schreiben) Konzernen zu helfen oder notleidenden Milliardärinnen. Ich hätte vom Freitag u.a. erwartet, dass er eine kalte, dezidierte Auflistung über die Lügen seit Schröder bis heute macht, was alles angeblich nicht finanzierbar war. Stattdessen muss ich so einen -Entschuldigung- halbgaren Quatsch lesen. Meinungsjournalismus allein reicht halt nicht.

Es ist eine bittere Ironie, dass heute linke Positionen, falls sie endlich mal LAUT artikuliert und mit nackten Zahlen belegt würden, mehrheitsfähig wären. Aber wir werden stattdessen belehrt, dass der Neoliberalismus -ursprünglich gesehen- eine feine Sache ist. Absurder geht es nicht mehr.

RE: Willkommen | 05.02.2009 | 19:12

Bis dato absolut katastrophaler Online-Auftritt. Ein aktuelles Mac Book Pro in Verbindung mit Firefox artet in ein derartiges Geruckel aus, dass die Heide wackelt. Die Lüfter drehen auf als ob man neueste 3D-Shooter spielt. Ich weiß, da oben klebt noch das "Beta"-Siegel, aber bitte unbedingt nachbessern, sonst ist die Seite unlesbar. Zum generellen Design: Genial die technische Reminiszenz an die Steinzeit, wenn man die Auflösung der Seite betrachtet. Warum habt ihr nicht gleich auf 640x480 optimiert? Nicht das Opa Pachulke noch scrollen müsste. Da sei Gott vor. Und ein überfordertes Webdesign. Zum Inhalt: "Schnurrbart-Renaissance?" "Peinliche Auftritte?" "Mann trägt Augenbraue wild?". Ist das die Augsteinsche Auslegung einer linken Qualitätszeitung?