RE: "The Shape of Water" | 20.02.2018 | 01:04

Langeweile...Na, das finde ich nicht wirklich, kommt wohl auf den Anspruch an einen Film drauf an. Ich war vor Allem von den Details in diesem Film fasziniert (z.B die Eier) sowie von der Inszenierung der Hauptdarstellerin. Sowas finde ich persönlich "spannend". Was mich jedoch gestört hat, ist, dass der schöne Film in den letzten paar Minütchen plötzlich zu einem Kitsch verkommen ist, der nicht nötig gewesen wäre. Auch die Musical-Szene war überflüssig. Three Billboards konnte mit ziemlich guten Dialogen und einem feinen Sarkasmus aufwarten, an das Niveau kommt keiner der anderen Nominierten heran. Was beide Filme hatten: Super Hauptdarstellerinnen.Meine Meinung.

RE: Being Trump | 29.01.2018 | 20:53

Perverser Film? Nö. Die Verwandlung Dixons ist zugegebenermaßen recht unauthentisch, aber im Großen und Ganzen ist der Hype um den Film schon gerechtfertigt. Der schwarze Humor ist klasse und McDormand in ihrer Rolle brilliant. Kann den nur empfehlen.

RE: Demokratie ist nicht genug | 06.01.2018 | 23:48

Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten!Und wer schaut zu? Die CDU!

RE: Der Luther-Rummel nähert sich der Apotheose | 01.11.2017 | 23:59

Also ich verstehe diesen Luther-Rummel auch nicht. Ich finde es äußerst fragwürdig die Reformation mit einer einzigen Person zu repräsentieren, aber scheinbar braucht der Mensch seinen "Star".Die NPD hat im Wahlkampf mit Plakaten geworben wie "Luther würde NPD wählen" und beruft sich auf dessen Antisemitismus. Diese Aussage ist natürlich ziemlicher Quatsch, trotzdem denke ich auch dass man Luther sehr differenziert betrachten sollte.

RE: Fehlt der Linken Transzendenz? | 30.10.2017 | 23:16

"Wiederholte Differenzen für Asyle ohne Grenzen" - Tocotronic.

RE: Der Kapitalismus inkorporiert Revolutionen | 30.10.2017 | 21:30

interessanter Einwand. Ich denke die Warenförmigkeit gäbe es auch in anderen Systemen. Allerdings ist es ein Unterschied, wie in diesen jeweils produziert wird.Ich denke manchmal daran wie zb NäherInnen heutzutage in Bangladesch unter übelsten Bedingungen T-Shirts mit riesigem PEACE-Zeichen zusammennähen - ist das nicht paradox? Diese Metapher könnte man auf Punk-Embleme übertragen. Liebe Grüße :)

RE: Der Kapitalismus inkorporiert Revolutionen | 30.10.2017 | 21:20

Der Veganismus ist ja eine große Bewegung und es gibt darin durchaus antikapitalistische Tendenzen, aber eben auch besagte "Rügenwalderwurst-Feierer". Selbstversorger sind für mich keine "klassischen" Kapitalisten, da sie ja in der Regel nur ihren Eigenbedarf decken wollen und keinen Gewinn erzielen. Deinen letzten Abschnitt finde ich sehr interessant! Ich frage mich immer, warum Kapitalismuskritiker sich so stark von der Konsumkritik distanzieren? Sollte man als überzeugter Antikapitalist nicht versuchen, das System so wenig wie möglich selbst zu reproduzieren (z.B durch Containern). Mich würde interessieren, was deiner Meinung nach gute Kritik ist? Liebe Grüße :-)