Henry Cekano

Pressefreiheit über alles ???
Schreiber 0 Leser 2
Avatar
RE: Zehn Jahre neuer Freitag | 08.02.2019 | 15:04

Es ist gut, dass es den "freitag" gibt. Immerhin bietet er einem beachtlichen Teil von Zeitungslesern/-innen eine zu ihren politischen Sympathien passende Unterkunft. - In seinem Artikel singt J. Augstein ein Loblied auf die Verbundenheit von Journalisten/-innen und der “Community”, aus der seines Erachtens immer wieder eine gegenseitige Befruchtung und damit auch eine Abkehr vom traditionellen Katheder-Journalismus (wir erklären was ist) erwächst. - Frage: Ist das ein Geschäftsmodell? Kommt man seiner Leserschaft möglichst weit entgegen, um sie bei der Stange zu halten? Steckt dahinter also vorwiegend marktwirtschaftliches Kalkül? - Oder baut man auf diese Weise eine Echokammer auf, in der sich schleichend eine Gemeinschaft Gleichgesinnter entwickelt, die zunehmend den Blick für die Komplexität des realen Geschehens außerhalb der Kammer und damit ihre Urteilsfähigkeit verliert? - Aber nein! Das wäre dann doch wohl ein Zuviel des Wassers im Jubiläumswein. - Also wie auch immer: Herzlichen Glückwunsch!

RE: Das große Klammern | 02.11.2018 | 10:18

Nein! - Ich beobachte in den Medien erscheinende Kommentare, Kolumnen, Leitartikel und versuche deren Tendenz, Informationswert oder Irreführungspotential zu erkennen.

RE: Das große Klammern | 01.11.2018 | 14:47

Der Artikel ist eine der Anti-Merkel-Tiraden, wie man sie von J. Augstein zur Genüge kennt. Also nichts Neues; oder anders ausgedrückt: Inhaltlich ausgezehrter Journalismus.

RE: Saure Kaffeesahne | 28.09.2018 | 12:41

Selten passt der Titel eines Artikels so gut zum darunter stehenden Text, wie diesem Fall. - Der Artikel enthält eine Reihe von Geschehens-Interpretationen und Prognosen (die schon wegen ihrer Charakteristika immer fragwürdig sind) aus der persönlichen Sicht des Autors. Anders formuliert: Der Inhalt ist Meinungsprosa mit einem gewissen, aber nicht besonders fesselnden Unterhaltungswert; oder eben, sinngemäß und krass ironisch ausgedrückt: Saure Kaffeesahne.

RE: Dogmatische Dummheit | 01.09.2018 | 11:21

Dass alle(!) hinter dem Brüsseler Vorgehen gegenüber Griechenland stehenden Personen und Institutionen von - wie im Titel und im Text unterstellt - “dogmatischer Dummheit” befallen sind, ist höchst unwahrscheinlich. Und dass sie, wenn kollektive Dummheit als Ursache für die Vorgehensweisen ausscheidet, Griechenland bewusst(!) in den wirtschaftlichen und/oder politischen Ruin treiben wollten oder wollen, entbehrt ebenfalls jeder Plausibilität. Denn, was hätten sie (die Betreiber des Vorgehens) und die gesamte EU denn davon? - Es kann deshalb mindestens nicht ausgeschlossen werden, dass hier eher der Autor dieses Artikels mit seiner Beurteilung völlig falsch liegt. Nicht gerade von dogmatischer Dummheit besessen, aber mit nicht ganz ideologiefreier, rein wirtschaftstheoretischer Betrachtungsweise (Tunnelblick), kann er der komplexen Problemlage in Griechenland, bestehend aus Wirtschafts-, Fiskal-, Sozial-, Ordnungsaspekten, deren Wechselbeziehungen und dem dabei jeweils unterschiedlich mitspielenden politischen Einfluss, offenbar nicht gerecht werden und kommt deshalb geradezu zwangsläufig zu seinem “sehr speziellen” Urteil. - So sieht es jedenfalls aus.

RE: Lothar Biskys Rat | 17.08.2018 | 12:58

Die Frage: “ Koalition aus CDU und Linken auf Landesebene“, kann nicht mit ja oder nein, sondern eher mit “es kommt auf die Umstände an“ beantwortet werden. Das oft ideologisch festgefahrene Parteiverhalten und die Einteilungen nach Farben (rot, grün. gelb, blau, schwarz, braun) oder Richtungen (links, rechts, mitte) sind Relikte aus frühdemokratischen Zeiten, die sich heute zunehmend als hinderlich für die Lösung anstehender Probleme erweisen. Statt problemorientierte pragmatische Politik zu betreiben, erschöpfen sich die Parteien zu oft in kleinkariertem parteiegoistischem Gezänk ohne Ergebnis. - Ja, aber so ist eben Demokratie wird manch einer sagen. - Antwort: Ja, so macht sie sich aber auch selbst kaputt. - Die oft hoch komplexen Problemlagen im Land erfordern breit aufgestellte Lösungsansätze, die selektive Parteipolitik eben nicht bieten kann. Koalitionen, entsprechend den anstehenden Problemen (also eben - nicht - ich nach passenden Parteifarben) zusammengestellt, sind hier schlicht erforderlich. Und Koalitionen zwischen Linken und der CDU sind in diesem Zusammenhang durchaus kein Teufelszeug.

RE: Italiens deutsche Falle | 02.06.2018 | 12:38

Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn in einer Kritik an bestimmten Zuständen, den für die Zustände Verantwortlichen als ursächliches Verhaltensmuster - Besserwisserei - unterstellt wird; und wenn die Kritik dabei in ihren Ausführungen selbst in das kritisierte Muster - oft nur umgekehrt gepolt - verfällt. - Der Artikel ist ein anschauliches Beispiel für eine derartige Konstellation.

Zur Sache: Das bekannte Credo des Herrn Flassbeck “Über Schulden in die Prosperität” funktioniert leider nur unter bestimmten fiskal- wirtschafts- und ordnungspolitischen Bedingungen. Diese herzustellen, scheint in diesem Fall die vorrangige Aufgabe zu sein.

RE: Dann verpulvert mal schön | 18.03.2018 | 17:43

Ich frage mich, warum Sie sich so aufregen. Dass eine Regierung nicht bewertet werden kann, bevor sie ihre Arbeit aufgenommen hat, ist doch wohl einfach nur eine logische Feststellung. Wenn trotzdem eine Bewertung erfolgt, dann darf angenommen werden, dass die Bewerter ihre Fähigkeiten erheblich überschätzen oder dass ihnen die Ganze Richtung irgendwie nicht gefällt, und dass sie deshalb einfach ihren Frust abarbeiten wollen und dieses z. B. mit wahrsagerisch anmutenden Negativ-Prognosen bezüglich der zu erwartenden Regierungsarbeit tun. Sicher kann angeführt werden, dass vorliegende Erfahrungen es durchaus gestatten gewisse Befürchtungen zu äußern. Selbstverständlich! Es darf dann aber nicht verwundern, wenn diese dann auch entsprechend(!) aufgenommen werden. - Außerdem: Ich habe - offenbar im Gegensatz zu Ihnen - nicht die Hoffnung aufgegeben, dass auch Politiker/-innen dazu in der Lage sind, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen und/oder die zweifellos bestehenden Missstände zu erkennen um es in Zukunft besser zu machen.

RE: Dann verpulvert mal schön | 16.03.2018 | 14:10

Auch Frau Winkelmann ist nicht mit den Fähigkeiten ausgestattet, die es möglich machen, das zukünftige Verhalten der Bundesregierung vorauszusagen. Was da zu lesen ist, ist schlicht eine Extrapolation, in der das Verhalten der Regierung aus der letzten Legislaturperiode einfach in die Zukunft fortgeschrieben wird (weiter so). Das wird vorwiegend am Regierungspersonal festgemacht, dem mangelnde Sensibilität für die real existierenden Probleme vorgeworfen wird, und dem das eigentlich erforderliche Umdenken vermeintlich nicht zugetraut werden kann. So als wäre das ganze ein linearer Prozess, der sich ganz unabhängig von nicht abschätzbaren Einflussgrößen von innen und außen einfach fortsetzt. - Vielleicht sollte die neue Regierung erst mal arbeiten dürfen, und eben nicht schon im Voraus mit höchst fragwürdigen Negativ-Prophezeiungen bedacht werden.

RE: „Das ist eine politische Frage“ | 03.02.2018 | 16:40

Die Ausführungen von Frau Bartels enthalten sicher nicht sehr viel Neues. Sie sind aber, im Gegensatz zu vielen anderen Äußerungen zu diesem Thema, in einem vorbildlich sachlichen Ton verfasst und schon deshalb bemerkenswert. Auch der Vorschlag, zur Behebung des Missstandes mehr die Ursachen als die Symptome zu bekämpfen, z . B. durch eine stärkere Beteiligung der Arbeitnehmer an den Unternehmensgewinnen, kann sachlich nur befürwortet werden. Leider fehlt die Erklärung, wie das am besten bewerkstelligt werden könnte.