Impf-Euphorie

Covid-19 Impfung Ist die Covid-19 Impfung wirklich "unbedenklich" nützlich und risikoarm? gesund zu bleiben?
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In der 47. Ausgabe wird gleich mit drei Artikeln für (Seite 3, 13, 16) für die Flut der Covid-19-Impfstoffe geworben, die demnächst massenhaft vermarktet werden. Fast alle Print-Medien handeln seit März nach einer alten Missionarsweisheit: " Du musst sie erst in Hölle bringen, bevor du sie im Paradies erlösen kannst." Jetzt ist es endlich soweit: Die Impfung kommt, und danach wird alles wieder gut. Wirklich?

Gerade hat die WHO empfohlen das breit vermarktete Wundermittel Remdesvir bei Covid-19 nicht mehr einzusetzen (WHO: Therapeutics and COVID-19, Stand 20. Nov. 2020; http://www.a-turl.de/?k=eisc) Sein Massen-Verkauf erinnert an den Hype um Tamiflu, das sich 2009 als (sehr teurer) Flop erwies (https://www.bmj.com/tamiflu). Damals wurde gleichzeitig wurde damals ein überstürzt zugelassener Impfstoff (Pandemrix) massenhaft eingesetzt. Dessen Nutzen ist nicht belegt, und bei Aufklärung der dadurch ausgelösten schweren Nebenwirkungen (Narcolepsie) nahm über 10 Jahre in Anspruch (Sarkanen T et al. Incidence of narcolepsy after H1N1 influenza and vaccinations. Sleep medicine 2018;38:177-186) 2018 musste ein anderer, übereilt zugelassener Impfstoff auf den Philippinen vom Markt genommen werden, weil er "Antibody-dependend Enhancement" ausgelöst und so das Mortalitätsrisiko im Falle einer Erkrankung erhöht hatte. (Yasmin S: How the World’s First Dengue Vaccination Drive Ended in Disaster. Scientific American 01.04.2019. Aus solchen Fehlern könnte man lernen.

Das Vorsorgeprinzip ("Zuerst nicht schaden!") wird 2020 wie noch nie bei der Vermarktung neuer Blob-Buster mißachtet, und in sein Gegenteil verkehrt ("Es muss anwendet, weil es nützlich sein könnte!") Allerdings zählen Studien, die vor einer Vermarktung (hier sogar schon produzierter!) Produkte einen hohen Nutzen und ein geringes Risiko beweisen sollen, nicht zu „Evidenz-basierter Medizin“. (Ioannides J: Why Most Published Research Findings Are False. PLOS 30.08.2005, Ioannides J: „Evidence-based medicine has been hijacked“ J Clin Epi 2016, 73:82-6). Im British Medical Journal wurden am 13.12.2020 in einem Editorial besonders starke Zweifel an der Qualität der Zulassung und Vermarktung neuer Medizinprodukte gäußert: "When good science is suppressed by the medical-political complex, people die.“ (Abbasi K: Covid-19: politicisation, “corruption,” and suppression of science, BMJ 2020; 371:m4425)

Ich wünschte mir, dass auch Der Freitag das forderte, was angesichts dieses Vermarktungs-Tsunami dringend notwendig wäre: Besonnenheit, Ruhe, keine beschleunigten Zulassungsverfahren, Offenlegung aller wissenschaftlichen Daten der Hersteller. Denn es sind immer noch folgende Fragen offen:

Wie groß ist die Effektivität wirklich, und vor allem: in Bezug auf was? Die in Pressemitteilungen verkündet 90-95% Effektivität der Impfung bezieht sich auf sehr wenige gesunde Testpersonen (
https://www.bmj.com/content/371/bmj.m4471?utm_source=etoc&utm_medium=email&utm_campaign=tbmj&utm_content=weekly&utm_term=20201120)Da bei diesen Covid-19 asymptomatisch oder mild verläuft lässt sich daraus nicht folgern, dass bei einer Impfung dieser Personen das Mortalitätsrisiko sinken würde. Ob die Impfung beim Gesunden zu einem Bevölkerungsschutz führen würde ist ebenfalls nicht geklärt, ebenso wenig ob die Impfung die schützen würde, die von einem schweren Verlauf der Infektion bedroht wären (Alte und Kranke)

Wie groß wird bei einer Massenimpfung der Placeboeffekt ausfallen, der dann besonders groß ist, wenn große Verunsicherung vorherrscht und mit dem Produkt intensive Hoffnungen verknüpft werden. Placeboeffekt sind mit jedem Eingriff verbunden, sie fallen jedoch besonders stark aus, wenn große Angst verbunden mit einer Illusion der Problembeseitigung ausgelöst werden, und der Eingriff schmerzhaft und einprägsam ist (Harris J: The ultimate Placebo, 2016, deutsch Riva Verlag 2020)

Könnte es sein, dass der Bedarf für eine Impfung gesunken ist, weil bei SARS-CoV-2-Viren (wie bei allen Virus-Epidemien üblich) mildere Varianten durch schnellere Verbreitung herausselektioniert werden?

Wie kann der Erfolg einer Impfung gemessen werden? Tatsächlich an einer Verminderung der Sterblichkeit gegenüber Nicht-geimpften? Oder zumindest an weniger schwer verlaufenden Erkrankungen?

Ist eine Störung der bis her noch wenig erforschten Immun-Balance in der Zelle ausgeschlossen? Was geschieht mit in die Zelle eingebrachten Nanopartikel?

Ist ausgeschlossen, dass DNA oder RNA in das Genom eingebaut werden? Entstehen dadurch höhere Krebsrisiken?

Welche Zusatzstoffe werden zur Geneinschleusung und zur Immun-Stimulation eingesetzt? Welche Auswirkungen haben sie, insbesondere bei Menschen mit gestörter Immunfunktion.

Muss damit gerechnet werden, dass sich jährlich (ähnlich wie bei Influenza) neue SARS-Virusvarianten verbreiten? Wie lange sollte dann eine Schutzwirkung bestehen. Ist eine jährliche Impfung nötig?

Ist bei den Covid-19 Impfstoffen ein „Antibody-dependent Enhancement“ sicher ausgeschlossen (dh. eine Verschlimmerung des Erkrankungsverlaufes nach Impfung.

Sollen und können die Impfstoffe die Menschen tatsächlich schützen (gemessen an Morbidität und Mortalität), die bei höherem Lebensalter und mit Vorerkrankungen durch Covid-19 gefährdet sind?

Werden/Wurden bei den Studien, die in ökonomisch schwachen Ländern (mit niedrigen Kontrollstandards), durchgeführt wurden, die nötigen ethischen Qualitätsstandards eingehalten?

Fragen wie diese sollte im Journalismus nachgegangen werden. Es reicht nicht im Meinungsbrei des alternativlosen Massen-Marketing mit zuschwimmen und Menschen, die selber-denken, für "Covidioten" zu halten.

Und ergänzend wäre es natürlich notwendig, darüber zu berichten was dafür sorgt, dass man trotz Covid-19 und vieler anderer Viren große Chancen hat gesund zu bleiben:

  • Frei und entspannt atmen: achtsam und in guter Luft.
    Sinn: Atemvolumen verbessern …
  • Sich dem Sonnenlicht aussetzen.
    Sinn: Vitamin-D-Herstellung steigern
  • Sich viel und entspannt bewegen.
    Sinn: Immunsystem-Rhythmus stabilisieren
  • Ausgiebig schlafen.
    Sinn: Immunsystem ungestört arbeiten lassen
  • Sich gesund ernähren.
    Sinn: Den Bioreaktor ‚Mikrobiom‘ optimal befeuern
  • Stress-arm leben.
    Sinn: Frieden machen, mit dem was ist, und das Immunsystem nicht stören.
  • Auf Hygiene achten.
    Sinn: Die Belastungen gering halten …
  • Nicht rauchen.
    Sinn: Die Immunfunktion nicht verwirren und schädigen …

Dr. Helmut Jäger, Rotenburg

21:40 20.11.2020
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Helmut Jäger

Arzt, Coach, Bewegungslehrer
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