RE: Zu alt, zu dick, zu klein? | 14.11.2021 | 00:26

Wenn in der Natur kooperiert wird, dann immer auf Grundlage egoistischer Interessen; in diesem Sinne ist auch der Kapitalismus ein kooperatives System. Echten Altruismus werden Sie in der Natur nicht finden.

RE: Zu alt, zu dick, zu klein? | 13.11.2021 | 20:34

Wie so oft wird die Gesellschaft für etwas verantwortlich gemacht, das tief in unserer darwinistischen Natur verankert ist.

RE: An Baerbock hat es nicht gelegen | 26.09.2021 | 20:59

Abgesehen von ihren Plagiaten und ihrem erschwindelten Lebenslauf ist Baerbock einfach eine völlig untalentierte Person. Ohne die Geschlechterdiskriminierung der Grünen wäre sie vermutlich nicht mal Parteivorsitzende geworden. Und natürlich ist es ein Absturz, wenn eine Partei zehn Prozentpunkte hinter den Umfrageergebnissen von vor wenigen Monaten zurückbleibt! Man kann nur hoffen, dass die Grünen, nachdem sie dieses Jahr gleich zwei Mal über ihren ideologischen Sexismus gestolpert sind (Baerbock und Saarland) sich besinnen und Kandidaten in Zukunft nach ihren Fähigkeiten und nicht nach ihren Genitalien oder ihrem Gender auswählen.

RE: Die Wahl unseres Lebens | 25.09.2021 | 23:15

Der Klimawandel beruht hauptsächlich darauf, dass wir unseren Planeten in den letzten 200 Jahren hemmungslos vollkarnickelt haben. Wer sich für das Klima einsetzen will, der sollte in erster Linie auf Kinder verzichten und sich politisch dafür engagieren, dass Fehlanreize wie das Kindergeld möglichst vollständig beseitigt werden. Ein Gesundschrumpfen auf höchstens eine Milliarde Menschen weltweit wäre das wichtigste Ziel der nächsten Generationen.

Wer hingegen von Überbevölkerung nichts wissen will, der sollte auch vom Epiphänomen Klimawandel schweigen. Denn es gibt keine Szenario, in dem die elftausend Millionen Menschen, die wir bald sein werden, in einem CO2-neutralen Wohlstand leben werden. Wir werden schrumpfen oder wir werden den Karren gegen die Wand fahren.

RE: Ausgeschlossen | 16.03.2021 | 07:46

Offenbar ist es nicht mehr möglich, echte Probleme anzusprechen, ohne identitätspolitisches Kapital daraus zu schlagen und die Opfer nach Geschlecht, Hautfarbe und sexuellen Vorlieben gegeneinander auszuspielen.

RE: Wie funktioniert zeitgemäßes Übersetzen? | 13.03.2021 | 20:55

Ich weiß nicht, wie man als "Antirassist" die Identität einer Person so sehr an ihren Melaningehalt knüpfen kann, ohne sich zu fragen, ob man langsam zu dem wird, was man angeblich bekämpft. Was haben denn Frau Haruna-Oelker und Frau Gorman effektiv gemeinsam, außer dass ein Teil ihrer Gene aus Afrika stammt? Das Ganze ist in etwa so, als würde man fordern, dass Haruki Murakami nur von einem Deutsch-Asiaten übersetzt übersetzt werden darf. - Auch wenn das vielleicht ein Vietnamese ist, der Japanisch nur mittelmäßig beherrscht. Hauptsache die "Rasse" stimmt.

Dass die umgekehrte Konstellation: Jemand stört sich daran, dass ein weißer Autor von einem Schwarzen übersetzt wird, völlig undenkbar ist bzw. ein lupenreiner Fall von Rassismus wäre, ist zwar richtig, zeigt aber auch den Doppelstandard. Denn wenn die Hautfarbe für die Identität eines Menschen so zentral ist, dass ein Buch von einer Schwarzen von einer weißen Person nicht angemessen übersetzt werden kann, warum sollte das dann nur in eine Richtung gelten?

RE: Wie funktioniert zeitgemäßes Übersetzen? | 13.03.2021 | 17:52

"Sint*izze und Romn*ja"

Gibt es in Deutschland mehr als eine Handvoll Menschen, die sich mit dieser bizarren, unaussprechlichen Konstruktion selbst bezeichnen? Oder ist es eine Fremdbezeichnung, mit der die woke Blase eine ethnische Minderheit für ihre eigene Ideologie einspannt?

RE: Mehr Gleichheit statt Yoga | 13.03.2021 | 16:16

"Viel klüger wäre es, wenn die Sorgearbeit der Frauen von Staat bezahlt würde, finanziert durch Steuermittel."

Warum sollte ich als Single fremde Ehefrauen dafür bezahlen, dass sie ihren Männern die Socken stopfen und das Essen kochen? Dafür zahlen sollten doch wohl die Ehemänner, die davon profitieren. Was de facto ja auch passiert, solange die Frau nicht mindestens 50% zum Familieneinkommen beiträgt. Hier von unbezahlter Sorgearbeit zu sprechen, ist genauso unsachlich, als würde man umgekehrt davon sprechen, dass die Frauen auf Kosten ihrer Männer leben. In Wirklichkeit handelt es sich schlichtweg um Arbeitsteilung.

Eine staatliche Bezahlung von Hausarbeit wäre nicht nur ungerecht gegenüber Singles, deren Selbstsorgearbeit jawohl nicht bezahlt würde, sondern auch ein massiver Anreiz für Frauen, sich auf ein Leben als Hausfrau und Mutter zu beschränken. Was das mit Feminismus zu tun hat, ist mir schleierhaft.

RE: Bin dann mal weg, in Kur | 11.03.2021 | 15:42

Wurde die Wirksamkeit einer Kur schon Mal irgendwie nachgewiesen? Dürfte schwer sein, da man ja keine Placebokur daneben halten kann. Am Ende ist es wohl nur Urlaub auf Kosten der Krankenkasse bzw. ein Überbleibsel aus der Präantibiotika-Ära, als man Krankheiten generell noch nicht wirksam behandeln konnte.

RE: Theorien sind nicht Fakten | 09.03.2021 | 21:01

"Die Frankfurter Schule um Theodor W. Adorno und den jungen Jürgen Habermas betonte hingegen die Eigenlogik der sozialen Welt gegenüber der natürlichen"

Der Glaube an einen Unterschied zwischen sozialer und natürlicher Welt ist nicht haltbar. Menschen sind Säugetiere: Ihr Sozialverhalten beruht auf evolutionsbiologisch fassbaren Motiven und unterscheidet sich nicht grundlegend von dem Verhalten anderer Tiere. Wann überhaupt soll die "soziale" Welt die "natürliche" abgelöst haben? Würden wir eine Gruppe von überlebenden Homo habilis finden: Wäre ihr Sozialverhalten dann ein Fall für einen biologischen Verhaltensforscher oder für einen Soziologen? Und sind die Kriege verschiedener Schimpansengruppen etwa kein soziales Phänomen?

"Nach Habermas folgen auch diese einem erkenntnisleitenden Interesse, nämlich demjenigen an der „Beherrschbarkeit der Natur“."

Die Naturwissenschaft hatte in den ersten Jahrhunderten so gut wie keinen praktischen Wert. Der instrumentelle Nutzen wissenschaftlicher Erkenntnisse hat sich erst im 19. Jahrhundert ergeben. Noch heute gibt es rein theoretische Gebiete, die nicht dazu beitragen, irgendetwas zu beherrschen. Ein Astrophysiker, der sich mit schwarzen Löchern beschäftigt, hat vermutlich keine Machtambitionen.

Davon abgesehen sehe ich keinen Widerspruch zwischen der Tatsache, dass Wissenschaft auf Interessen beruht und der Möglichkeit echter Erkenntnisse. Selbst wenn Wissenschaftler die Natur "beherrschen" wollen, wird das offenbar umso besser gelingen, je besser sie die Natur verstehen.