RE: „Das ist eine politische Frage“ | 21.12.2018 | 13:19

Was daran ist »Best off?«

der Freitag, Pepe Egger | Ausgabe 04/2018„Das ist eine politische Frage“

»Wenige Fragen sind so zentral für die politische Debatte wie jene, ob in unserer Gesellschaft die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft.«

Bereits diese Einleitung zeigt das Fehlen von Verständnis für die wirklichen wirtschaftlichen Verhältnisse.

Für die Erklärung der zunehmenden Ungleichheit brauche ich keine Statistik, sondern die banale Zinsrechnung, die wir alle einst in der Schule gelernt haben. Erwerbseinkommen wachsen mit der Wirtschaftsleistung eines Staates linear an. Leistungslose Vermögenseinkommen kumulieren ihre Gewinne im Vermögen, wachsen also exponentiell an.

Das Beispiel mit der Schere ist darum grundsätzlich falsch. Eine Schere hat gerade, lineare Schenkel. Die Ungleichheit der Vermögen entwickeln sich aber nicht linear, sondern exponentiell auseinander. Damit wird der Gemeinplatz wirklich »gemein.«

Grundsätzliche Fragen werden im Artikel nicht angesprochen und spezielle Fragen zur Berliner Republik Deutschland BRD bleiben außen vor.

Einst hatte die BRD eine Soziale Marktwirtschaft, die von der Schröder-Bande mit der Agenda 2010 abgeschafft wurde. Dafür verwaltet Mamma Dilemma jetzt einen Billig-Lohn-Sektor und ein soziales Niveau, das unterhalb der Armutsgrenze liegt. Die Job-Center (Hartz4-Ämter) verwalten eine Gewaltherrschaft, die nach dem WK-I ersonnen worden war, um die vielen arbeitslosen Soldaten wieder an eine geregelte Arbeit heranzuführen. Diese sozialpädagogische Denke der Reichsrichtlinien zur Fürsorge des Staates über die Arbeitslosen von 1924 hat die Schröder-Bande einfach ignoriert, also »überwunden.« Die Wirkung der Agenda 2010 war, daß diese gewaltsame Lohnsetzung zur faktischen Norm für das gesamte Tarifgefüge wurde. Schlimmer noch, die Unternehmen orientierten sich daran und produzierten »Aufstocker« ohne Ende. Damit griffen sie dem Staat direkt in die Tasche und zockten ihre Gewinne ab. Das alles war voraussehbar und wurde voraus gesehen. Erst 10 Jahre später (in Worten: zehn) bequemte sich der Staat, einen Mindestlohn einzuführen, um seine eigene Kasse zum schützen.

Das ist ganz sicher eine politische Frage, insbesondere, wenn ein Mitglied dieser Schröder-Bande heute den völlig überflüssigen Ersatz-Kaiser spielt und Orden verteilt.

RE: Ich mag der Freitag nicht mehr | 12.11.2017 | 17:48

Die Reichweite in die Gesellschaft ist beim Freitag begrenzt, das ist nicht der Grund, das wird bei anderen Plattformen genau so sein. Um in die Gesellschaft zu wirken, muß man mit der BILD regieren, da kann ich auch gleich einen Vertrag mit dem «Gott sei bei uns» abschließen.

Auch die dFC ist kein Grund zum Gehen, hier findet jeder seine Kritiker und ich habe in den letzten Jahren gerade in der dFC viel gelernt. Mir behagt das Management dieser Plattform nicht mehr.

RE: Here's to you Nicola and Bart ... | 10.11.2017 | 11:40

Offensichtlich hat sich herumgesprochen, daß die dFC ein guter Werbeträger ist :-)

RE: Ist Marktwirtschaft alternativlos? - Teil 1 | 06.11.2017 | 16:36

Du kannst die Frage nach der Wissenschaft auch auf die Literatur übertragen, schließlich gibt's dafür auch den Sprengstoffpreis:

«Was ist der Unterschied zwischen einem Buch und Literatur?»

RE: Ist Marktwirtschaft alternativlos? - Teil 1 | 06.11.2017 | 16:33

Das war mir schon klar:In der Naturwissenschaft wird nachvollziehbar gemessen,in der Geistes «Wissenschaft» wird gemeind, darum viel mindfuckerei :-)

RE: Ziemlich unverfroren | 06.11.2017 | 10:39

Die Mehrheitsverhältnisse haben bisher das Plebiszit in DE verhindert. Die CSU, SPD, FDP und Grünen sind dafür. Nur die CDU ist noch dagegen – konservatives Pack.

RE: Ziemlich unverfroren | 05.11.2017 | 23:29

Tatbestand DE in der EU

Mamma Dilemma regiert in Tateinheit mit BILD und CDU die Berliner Republik Deutschland BRD. Das Wahlrecht ist in der beknackten EU NAZIONAL organisiert, also sind wir hier in DE MINDEREUROPÄER, wenn es denn mal um eine Abstimmung in der EU oder in den EU-Regionen geht.

Die Alliierten hatten mit den Frankfurter Dokumenten wohl vorgeschlagen, die Verfassung GG basisdemokratisch mit einer Volksabstimmung zu verabschieden. Die NAZIONALEN hatten das aber einfach nicht getan und die CDU verhindert das bis heute.

RE: Ist Marktwirtschaft alternativlos? - Teil 1 | 05.11.2017 | 23:22

Leicht daneben

«Obwohl schon richtig ist, dass die Wirtschaftswissenschaft eigentlich mit der Endung „-wissenschaft“ geadelt wurde, obwohl sie keine ist. Dementsprechend wird ja auch der Nobelpreis anders vergeben.»

Bei der Literatur sprechen manche Leute auch von Wissenschaft; darüber, was «Geistes-Wissenschaft» ist oder nicht ist, brauchen wir uns hier nun wirklich nicht zu unterhalten.

Bei der Wirtschafts-«Wissenschaft» gibt es Modelle, die funktionieren und solche, die nicht funktionieren; warten wir also mal ab, was der Meckerer (eigentlich) sagen will.