herculine barbin

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RE: Ziemlich beste Feinde | 03.04.2012 | 20:15

Ein Salafist ermordet gezielt 7 Menschen. Anstelle einer Analyse des Täters, seiner Motive und seiner Verbindungen zur islamistischen Szene liefert Martina Meister mit Verweis auf Islamfeindlichkeit eine Erklärung der Tat, die im letzten Satz des Artikels in der Gleichsetzung von Täter und Opfer gipfelt und so zur Entschuldigung wird. Mohamed hat aber nicht nur Mohamed getötet, sondern auch Gabriel, Arieh, Jonathan und Myriam. Wäre es da nicht naheliegend gewesen, im Artikel auch auf den unter muslimischen und nicht-muslimischen FranzösInnen weit verbreiteten und akzeptierten Antizionismus, der meist nur ein billiger Etikettenschwindel für Antisemitismus ist, einzugehen? Auf die Angst der jüdischen FranzösInnen vor Stigmatisierung und Gewalt, anstatt vollstes Verständnis für die Radikalisierung muslimischer FranzösInnen aufzubringen? Von einer Journalistin erwarte ich kritische Berichterstattung, keine Parteinahme für islamistische Mörder.