Herr Aldi

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RE: So groß kann dein ******* nicht sein! | 19.12.2014 | 10:45

Vielleicht hat Frau Löffler ja die Möglichkeit, am lebenden Objekt nachvollziehen, dass beim Beineübereinanderschlagen, anders als beim Beinezusammenpressen, die Weichteile genug Platz nach unten haben. ;) (Von der Bedeutung des Sattels beim Fahrradfahren gar nicht zu reden.)

Knie zusammen im Sitzen? Das ist äußerst unangenehm. So zu sitzen wie auf dem Artikelbild ist natürlich auch nicht nötig.

RE: Richtige Richtung | 19.11.2013 | 11:59

Das ist natürlich die Lösung - geben wir den Profiteurinnen einer strukturellen Diskriminierung einfach noch ein bisschen mehr Geld, quasi als Entschädigung für ihre Privilegien. ;)

RE: Umfragen erzählen auch nicht alles | 02.11.2013 | 14:46

Dass Umfragen mitunter widersprüchliche Befunde liefern, ist ja jedem halbwegs medienkompetenten Menschen bekannt. Wo nun aber die Widersprüchlichkeit der hier anskizzierten und teils eingefärbten Ergebnisse liegen soll, erschließt sich mir nicht.

RE: „Ein feministischer Meilenstein“ | 17.10.2013 | 16:56

Ich nötige hier niemanden zu irgendwas - zu Sensibilität kann man die Leute für gewöhnlich nicht zwingen, sie müssen von selbst drauf kommen. ;)

Ihnen auch einen schönen Nachmittag, hier kommt die Sonne gerade um die Ecke.

RE: „Ein feministischer Meilenstein“ | 17.10.2013 | 16:54

Diese Reaktion ist so vorhersehbar wie langweilig - das eine könnte mit dem anderen natürlich zu tun haben. ;)

RE: „Ein feministischer Meilenstein“ | 17.10.2013 | 15:37

Keine Unterstellung, Feststellung. Das mag man anders sehen (vielleicht liegt es ja am Geschlecht? Die Expertinnen aus der Lunchrunde haben dazu ja entsprechende Thesen aufgestellt), ich jedenfalls fühle mich durch diesen Ihren Absatz mit einer sehr unangenehmen Reihe von misandrischen Klischees konfrontiert.

Ansonsten: Alltägliche Misandrie muss hier insofern Thema sein, als weibliche Expertinnen sie nutzen, um männlichen Menschen eine legitime, nicht von latentem Frauenhass oder Männlichkeitskomplexen geprägte Sichtweise auf eine weibliche Spitzenkraft abzusprechen. Da lasse ich mir den Mund nicht verbieten. ;)

RE: „Ein feministischer Meilenstein“ | 17.10.2013 | 15:32

Bitte versuchen Sie sich vorzustellen, wie - beliebiges Beispiel - ein Gerhard Schröder reagiert hätte, hätte man ihn als Schmidts Jungchen und später als Papi bezeichnet (oder ihm gar die Tönung seiner Haare unterstellt, seinen Körper besprochen, wie es bei Politikerinnen so normal ist, daß es kaum jemandem auffällt) - da hätte der Testosteron-Ausstoß aber Niagara-Fall-Stärke angenommen.

Der männliche Körper wird immer dann thematisiert, wenn er deutlich von einer Norm abweicht. Der zur Internet-Meme gewordene, auf einem Bären reitende halbnackte Putin, der dicke Kohl/Gabriel/Schlauch, der Scharping in 'peinlichen Poolposen', der kleine Sarkozy, um ein paar prägnante Beispiele aus der Politik der letzten Jahre zu nennen. Der weibliche Körper wird so oft mitthematisiert, weil Frauen Körperlichkeit auch jenseits der Abweichung zugestanden wird; der männliche Körper dagegen hat hinter dem Anzug, der Uniform, der Tätigkeit, der Leistung zu verschwinden. Jede Abweichung von dieser Anforderung, ob durch Inszenierung (s. Putin) oder durch hervorstechende körperliche Merkmale (s. Kohl), kann sich des öffentlichen Spottes sicher sein. Schröder mag ob der Diskussion um seine Haarfarbe niagarafallartige Testosteronaufwallungen bekommen haben, es blieb an ihm hängen, weil ein Mann, zumal in seinem Alter und seiner Position, sich nicht in dieser Form um seinen Körper zu sorgen hat. Er hat sich zu rasieren bzw. den Bart manierlich zurechtzustutzen, einen gesetzten Haarschnitt zu tragen, bei der Kalorienaufnahme nicht maßlos zu werden und sich jeden Morgen einen Anzug anzuziehen, um in den zweifelhaften Genuss des Verschwindens seiner Körperlichkeit zu kommen.

RE: „Ein feministischer Meilenstein“ | 17.10.2013 | 15:17

Feminismus ist Notwehr gegen Misogynie. Misogynie trifft jede Frau, die damit auf ihre Weise umzugehen hat. Daß Frauen Menschen mit vielen Facetten sind, wissen die meisten Frauen (von Magda, Antje Schrupp und Frau Hensel kann man das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit annehmen). Es gibt erstaunlich viele Männer, die das nicht wissen.

Soviel subtile Misandrie muss man erst einmal in einem Absatz unterbringen. Die Merkel-Analyse Ihres länglich-kurzweiligen Kommentars teile ich, aber das hier ist unterste Schublade, noch ein gutes Stück mieser als Ihre Belehrungen von weiter oben, die hier geäußerte Kritik wäre so kurzsichtig und chauvinistisch, den drei lunchenden Frauen die (inhaltliche) Verteidigung von Merkels Politik und Betonfeminismus vorzuwerfen.

Was viele Frauen nicht wissen oder nicht wahrhaben wollen: Misandrie ist ebenso wie Misogynie ein Alltagsphänomen (vielleicht nicht für männliche Spitzenkräfte in ihrer Position als Spitzenkräfte, wie ein anderer Kommentar anmerkte; das kann ich nicht beurteilen, da ich keine Spitzenkraft bin), und aus dem Interview und einigen Folgekommentaren sprudelt sie nur so hervor, altfeministische Beißreflexe aus Angst um den Verlust deutungshoheitlicher Pfründe inklusive - und nein, dabei handelt es sich nicht um Betonfeminismus, sondern Platzhirschkuhverhalten, um die eigene Machtposition zu verteidigen.

Geschütze wie 'Opferkonkurrenz', 'Brimborium' oder die behauptete intrinsische Verbindung von Macht und Männlichkeit sprechen für sich; vielleicht wird Ihnen die Misandrie, die nach meiner Lesart im obigen Tischgespräch und in einigen Folgekommentaren eine Rolle spielte, nun klarer... ;)

RE: „Ein feministischer Meilenstein“ | 17.10.2013 | 08:54

Danke, das ist ein hervorragender Subtext zu dem Gespräch. Nur: solche Gespräche sind nicht nötig, die sind allgemeine Norm. Männer müssen sich so nicht verständigen. Männliche Beinfreiheit ist Kosens.

Da bringen Sie mich schon wieder zum Schmunzeln.

Natürlich, von solchen Männergesprächsrunden über das Männliche männlicher Politiker liest man ja täglich oder mindestens wöchentlich in den Zeitungen. ;)

Oder heißt 'Norm': Gibts nicht wirklich, geistert aber als normatives Idealbild eines Gesprächs durch den Raum?

RE: „Ein feministischer Meilenstein“ | 17.10.2013 | 08:45

Ich würde mal das rote Tuch, das der Name Merkel auslöst runternehmen, dann wird der Blick klarer. Und versucht mal, die Frau und ihr Agieren zu sehen, ohne ihre Politik dabei ständig im Kopf zu haben. Vielleicht wird dann der Artikel und die Intention verständlicher.

Wie so oft sind es natürlich die anderen, die aus dem Loch ihrer Befangenheit doch endlich mal herauskrabbeln und die Dinge so sehen sollen, wie sie wirklich sind. ;)

Vielleicht krabbeln Sie Ihrerseits mal aus Ihrem Loch heraus, dann wird die Kritik und ihre Intention verständlicher.